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Usedom Starke Gruppe für starke Knochen
Vorpommern Usedom Starke Gruppe für starke Knochen
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15:59 28.08.2019
Margitta Bartels ist seit 2001 Mitglied der Osteoporose Selbsthilfegruppe Wolgast und seit 2006 deren Leiterin. Quelle: Stefan Brümmer
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Wolgast

„Ich muss was machen!“ Als sich bei Margitta Bartels dieser Satz im Kopf festsetzte, weil bei ihr eine leichte Neigung zur Osteoporose festgestellt wurde, war ihr Entschluss schnell gefällt: Sie wurde im Jahr 2001 Mitglied der Osteoporose Selbsthilfegruppe Wolgast. Die Gruppe war seinerzeit auf Anregung des damaligen Chefarztes des Kreiskrankenhauses Wolgast, Dr. Hans-Christof Schober, entstanden. Ein Erfolgsmodell, wie sich bald zeigte.

Der Gründungsversammlung im Frühjahr 1998 folgten nach der Sommerpause die ersten Sportstunden, die von den Physiotherapeutinnen Petra Gertz und Bärbel Sylvester geleitet wurden. Da bildeten die gut 30 Mitglieder unter dem Dach des SV Motor Wolgast bereits eine eigene Abteilung. Sie alle, zumeist Frauen, hatten ein gemeinsames Ziel: dem Knochenschwund, wie die Stoffwechselerkrankung auch genannt wird, durch Bewegung, aber auch durch gemeinsame Aktivitäten wirksam zu begegnen.

Margitta Bartels war eine von ihnen. Eine der aktivsten. Und als 2006 eine neue Vorsitzende gesucht wurde, da hatten die meisten Margitta Bartels auf ihrem Zettel. Sie ließ sich nicht lange bitten. Denn Frau Bartels kann organisieren und zusammenhalten. „Der Laden muss laufen“, sagt sie. Und er läuft. Ausflüge, Wanderungen, Radtouren, Arztvorträge, Ernährungsberatungen – all das wird alljährlich im Vorstand geplant und zumeist auch umgesetzt. Inzwischen leitet Physiotherapeutin Emili Schmeling die wöchentliche Sportstunde in der Sporthalle am Lustwall. Beliebt ist die Wassergymnastik in der Dünenwaldklinik Trassenheide, aber auch das gemeinsame Grillen vor der Sommerpause oder gemeinsame Ausflüge stehen hoch im Kurs.

Stets im Blick hat Margitta Bartels die Finanzen. „Die müssen stimmen“, weiß die mittlerweile in Rente gegangene Arbeitsvermittlerin, der ihr buntes Berufsleben beim damaligen FDGB-Feriendienst, bei der Handels Organisation (HO) Lebensmittel/Industriewaren oder als Selbständige eines Catering-Unternehmens zugute kommt.

„Wir sind alle gut vernetzt und können uns schnell abstimmen“, weiß die Frau, die einst aus dem sächsischen Meißen kam, ihre Liebe in Koserow fand und auch das Radfahren liebt. Elberadweg, Weserradweg, Nordsee- oder Ostseeradweg? „Kenn ich schon“, sagt sie, doch vom E-Bike will sie noch nichts wissen. Bewegung, auch mal richtig kämpfen müssen, das ist ihr wichtig. Das haben auch Neele (8) und Thore (5) gemerkt. Vier Wochen waren die beiden Enkel in den Sommerferien bei der Oma in Mölschow. In dieser Zeit ist Neele mit Großmama über 300 Kilometer gefahren. Das muss der Kleinen gefallen haben. Denn die Radtouren waren Inhalt ihres Berichtes in der Schule bei „Mein schönstes Ferienerlebnis!“.

Für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe beginnen nach der Sommerpause wieder die ersten Sportstunden. „Alle freuen sich drauf“, sagt Margitta Bartels, wir sind eine gute Truppe.“ Und die ist ganz schön groß geworden. 60 Mitglieder im Alter zwischen 63 und 87 Jahre helfen sich selbst, um so lange wie möglich eines zu können: Am Leben so dicht wie möglich dran zu bleiben.

Von Stefan Brümmer

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