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Usedom Wolgast: Verwaltung dringt auf sicheren Brandschutz
Vorpommern Usedom Wolgast: Verwaltung dringt auf sicheren Brandschutz
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13:06 12.07.2019
Feuerwehreinsatz am technischen Rathaus in Wolgast: In diesem speziellen Fall hatte eine Brandmeldeanlage fehlerhaft ausgelöst. Quelle: Archiv/Tilo Wallrodt
Wolgast

Nach der jüngsten Stadtvertretersitzung ist lediglich eines klar: Wolgast steht mit seinen Überlegungen über eine Sanierung des technischen Rathauses oder einen Neubau wieder ganz am Anfang. Das neue Stadtparlament hatte die Beschlüsse vom November 2018 und vom Mai 2019 mehrheitlich aufgehoben (die OZ berichtete). Damit ist ein Neubau in Regie eines Investors zunächst vom Tisch. Die Wirtschaftlichkeit sei mit einem 15-jährigen Mietvertrag nicht gegeben, argumentierte Christoph Eigbrecht von der Fraktion Bürger für Wolgast, die den entsprechenden Dringlichkeitsantrag eingebracht hatte. Die Stadt solle selbst bauen – mit einem anderen Konzept, das werde billiger.

Konkrete Alternativen wurden unterdessen nicht vorgeschlagen oder gar Aufträge an die Stadtverwaltung ausgelöst. Dabei besteht offenbar dringender Handlungsbedarf. Die Verwaltung verweist ihrerseits insbesondere auf den mangelhaften Brandschutz im technischen Rathaus an der Burgstraße, in dem täglich bis zu 60 kommunale Bedienstete arbeiten, und beruft sich dabei auf ein Gutachten. „Als notwendige Sofortmaßnahme sehen wir die Installierung einer Rauchschutz-Druckanlage an. Damit bekommen wir im Brandfall das Treppenhaus rauchfrei, um einen sicheren Fluchtweg zu haben“, erklärt Vizebürgermeisterin Ulrike Knoll. Die Kosten für die Anlage würden auf 50000 Euro geschätzt.

Bauausschuss trifft sich am 18. Juli

Am 18. Juli werde sich der städtische Bauausschuss mit der Angelegenheit befassen, bestätigt der stellvertretende Ausschussvorsitzende Arne Koplin (Kompetenz für Wolgast). „Wir werden darüber diskutieren und dann wird das auch Thema in der Stadtvertretung sein“, so Koplin, der meint, „dass wir aus meiner Sicht um diese Investition nicht herumkommen werden“. Denn: Die Stadtvertreter könnten nicht einerseits die Neubau-Beschlüsse einkassieren und andererseits die Sicherheit der Verwaltungsmitarbeiter aufs Spiel setzen. „Irgendeine Kröte muss man dann schon schlucken“, so der KfW-Abgeordnete.

Um in der Gesamtproblematik weiter zu kommen, hat der Bauausschuss an die Verwaltung einen Fragenkatalog gerichtet, in dem es um Fakten rund um das technische Rathaus geht. Laut Arne Koplin sollen die Antworten und Informationen am 29. August im Bauausschuss erörtert werden und als eine Diskussionsgrundlage für weitere wichtige Entscheidungen dienen. „Die Stadtvertretung muss sich engagieren und Alternativen zu ihrem jüngsten Beschluss aufzeigen“, verdeutlicht Koplin. Die Sache sei schwierig, nicht zuletzt weil enorme Kosten zu schultern seien. Im Falle einer Sanierung und Nachrüstung des Gebäudes, für die eine Bauzeit von etwa zwei Jahren veranschlagt wird, ist von Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro die Rede. Und ein Ausweichquartier wird natürlich auch gebraucht.

Weitere gravierende Mängel

Laut Ulrike Knoll bestehen in dem technischen Rathaus, das nach erfolgtem Umbau des früheren Fachwerkspeichers 1997 seiner Bestimmung übergeben worden sei, noch weitere gravierende Mängel. Die Raumhöhen, die Lichtausbeute in vielen Büros, die Elektroanlage und Datenleitungen sowie die Wärmedämmung entsprächen nicht den geltenden Vorschriften bzw. fehlten schlichtweg. Werde der Verwaltungssitz neuesten Standards angepasst, seien zudem Kompromisse mit dem Denkmalschutz auszuhandeln. Um aktiv werden zu können, benötige die Verwaltung in jedem Falle wieder einen Beschluss der Stadtvertreter, der dann hoffentlich auch Bestand habe.

Tom Schröter

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