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Usedom Wolgast schickt Brandbrief nach Berlin
Vorpommern Usedom Wolgast schickt Brandbrief nach Berlin
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12:02 13.11.2018
Die Peene-Werft ist nach dem Ausfuhr-Stopp von Kurzarbeit bedroht. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

Die Wolgaster Stadtvertreter haben auf ihrer Sitzung am Montagabend einstimmig einen Brandbrief verabschiedet, der zur Situation auf der Peene-Werft Stellung nimmt. Darin werden die Verantwortlichen von Bund und Land aufgefordert, der hohen und und fortwährenden Unsicherheit hinsichtlich der Exportgenehmigung weiterer Patrouillenboote und der damit nicht planbaren Auslastungssituation ein Ende zu setzen.

Infrastruktur der Stadt eng mit Peene-Werft verknüft

Für die Stadt Wolgast sei die von der Lürssen-Gruppe getroffene Entscheidung, wegen der politischen Unsicherheit die Ausfuhr weiterer Boote für die saudi-arabische Küstenwache und die Serienproduktion vorerst zu stoppen, ein Schock. Die Kurzarbeit für die Mitarbeiter im Neubau betreffe viele Familien in der Stadt. „Dies ist nicht nur ein herber Schlag für alle betroffenen Mitarbeiter und deren Familien, ebenso bedroht die Entscheidung Zulieferer, Dienstleister und Unterauftragnehmer in der Region. Sollte es zu keiner zügigen Lösung kommen, befürchten wir massive Auswirkungen auch auf viele städtische Einrichtungen, den Einzelhandel, Wohnungsvermieter und weitere Unternehmen. Die gesamte städtische Infrastruktur ist eng mit der Entwicklung der Peene-Werft verknüpft“, heißt es in dem Brandbrief.

Klares Bekenntnis zu Wolgast gefordert

Die Stadtvertreter Wolgasts bekennen sich zu einer zurückhaltenden und verantwortungsvollen deutsche Rüstungspolitik. Sie fordern aber gleichsam einen differenzierten Blick auf die genauen Umstände des Wolgaster Auftrags. Der Bau der Küstenwachboote wurde bekanntlich bereits vor über fünf Jahren erteilt, die Fertigung erfolgt seit 2016. „Die Küstenwachboote übernehmen polizeihoheitliche Aufgaben und sind nicht für Kriegseinsätze konzipiert, sie sollen die Küstengewässer und sensible Offshoreanlagen schützen, Schmuggel und Piraterie verhindern und bei der Seenotrettung behilflich sein“, heißt es in dem Brief weiter.

Das wirtschaftliche Herz der Stadt Wolgast schlage im Einklang mit der Entwicklung der Peene-Werft, darin waren sich alle Stadtvertreter einig. Sie solidarisieren sich daher mit den Peenewerkern und allen betroffenen Unternehmen und deren Familien. „Wir fordern ein klares Bekenntnis zum Schiffbaustandort Wolgast und zum Auftrag und zur Auslieferung der Küstenwachboote“, schreiben sie in in dem Brandbrief, der im Namen aller von Stefan Heß als 1. Stellvertreter der Stadtvertretervorsteherin und Stefan Weigler als Bürgermeister unterzeichnet ist. Berlin und Schwerin seien am Zuge und müssten zum Wohle einer ganzen Region schnell handeln.

Cornelia Meerkatz

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