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Usedom Wolgaster Schüler werkeln im Info-Truck Nordmetall
Vorpommern Usedom Wolgaster Schüler werkeln im Info-Truck Nordmetall
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13:26 29.11.2019
Berufsberater Ralf Abromeit stellt den Schülern der Wolgaster „Heberlein“-Regionalschule die Funktionsweise einer CNC-Fräse vor. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Etwa die Hälfte der Schüler der Klasse 7b hat noch keine Vorstellung vom eigenen künftigen Beruf. Als sie von Laura Heß, Personalreferentin der Wolgaster Peene-Werft, gebeten werden, sich vorzustellen, nennen viele der zwölf- bzw. 13-jährigen Wolgaster Schüler lediglich ihre Hobbys. Andere haben hingegen schon feste Berufswünsche. Karolina will ans Theater, Franziska möchte Altenpflegerin werden und Theo die Firma seines Vaters übernehmen.

Vielleicht sorgte ja der Besuch des 18,50 Meter langen Info-Trucks der Arbeitgeberverbände Nord und Nordmetall am Freitag an der „Heberlein“-Regionalschule für mehr Orientierung im dichten Berufsdschungel. „Wir sind hier in Wolgast, um Schüler für Berufe im Bereich der Metall- und Elektroindustrie zu interessieren“, erklärte Ralf Abromeit vom Info-Truck.

Ralf Abromeit (links im Vordergrund) vom Info-Truck der Arbeitgeberverbände Nord und Nordmetall begrüßt die Siebtklässler aus Wolgast und stellt ihnen Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie vor. Quelle: Tom Schröter

Außer einem Kurzvortrag und reichlich Tipps, konnten die Schulkassen auch praktisch tätig werden. Der Sattelschlepper – insgesamt gehören zehn solcher Trucks zur Flotte der Metall-Arbeitgeberverbände – birgt hierfür mehrere Experimentierstände. „Oft fehlen vielen jungen Leuten heute die praktischen Erfahrungen“, sagte Beraterin Jana Vygodianska, die, ebenso wie Ralf Abromeit, die Schüler leicht verständlich und in lockerer Weise anleitete. Um die Faszination der Technik mit den eigenen Händen zu begreifen, konnten die jungen Besucher per Joystick eine automatische Verpackungsmaschine im Miniaturformat steuern, einfache elektrische Schaltungen aufbauen oder eine computergesteuerte Fräse programmieren.

Vertreter der Wolgaster Peene-Werft präsentieren im Info-Truck die Berufsbilder, die im Wolgaster Schiffbaubetrieb ausgebildet werden. Quelle: Tom Schröter

Vertreter der Peene-Werft nutzten die Gelegenheit, um ihrerseits die Ausbildungsmöglichkeiten auf der seit 2013 zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörenden Wolgaster Werft vorzustellen. Die Hohendorfer Nick Burmeister und Till Pegelow, die Konstruktionsmechaniker in der Fachrichtung Ausrüstungstechnik bzw. Schiffbau lernen, stellten ihren bisherigen beruflichen Werdegang vor. „Ich habe als Schüler zwei Praktika auf der Peene-Werft absolviert“, berichtete Nick Burmeister, der früher die Wolgaster „Kosegarten“-Regionalschule besucht hat.

„Zurzeit haben wir bei uns auf der Peene-Werft 38 Auszubildende und acht Dual-Studenten“, informierte Ausbildungsleiter Andreas Greger. Benötigt würden auch weiterhin Konstruktionsmechaniker, Anlagenmechaniker und Industriemechaniker sowie Industriekauffrauen. Die Ausbildungszeit, so erfuhren die jungen Wolgaster Schüler, beträgt 3,5 Jahre; bei guten Leistungen in Theorie und Praxis nur drei Jahre. Und: Wer die Prüfungen besteht, wird zunächst für ein Jahr übernommen und, bei entsprechendem Einsatz, fest eingestellt. Das Lehrlingsgeld beträgt 1047 Euro (1. Lehrjahr) bis 1141 Euro (4. Lehrjahr) brutto. Zudem wiesen die Azubis auf das Duale Studium in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Schiffbau und Meerestechnik hin.

Auch einfache elektrische Schaltungen konnten die Schüler aufbauen. Jana Vygodianska gab ihnen die nötige Anleitung. Quelle: Tom Schröter

Auf die Frage, was den Schülern in Sachen Berufswahl wichtig ist, kamen Antworten, wie Wissen, Spaß, Geld und Arbeitszeit. Entscheidend, so meinte Berater Abromeit, seien aber auch gewisse Fähigkeiten und Fertigkeiten, die schon mitzubringen seien. Daher ermunterte er seine Zuhörer, sich in Praktikumseinsätzen rechtzeitig selbst auszuprobieren. Als Orientierungshilfe könne auch die Internetseite „ausbildung-me.de“ gute Dienste leisten. Die Rubrik „Keinen Plan?“, die dort am häufigsten angeklickt werde, empfiehlt dem User „sechs Schritte auf deinem Weg bis zum Ausbildungsvertrag“.

Von Tom Schröter

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