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Usedom Zeigt her eure Schule: Offene Türen in Ahlbeck
Vorpommern Usedom Zeigt her eure Schule: Offene Türen in Ahlbeck
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00:00 11.01.2016
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Ahlbeck

Gesamtschule — zugegeben, an das Abitur denkt man da nicht unbedingt. Und das ärgert mitunter Schulleiter Jürgen Räsch. Dass die „Europäische Gesamtschule Insel Usedom“ für eine verbundene Regionalschule mit Gymnasium steht, davon konnten Räsch und seine Kollegen am Sonnabend viele Schüler und Eltern überzeugen. „Laut Abi-Prüfungsverordnung bieten wir hier alles an“, so Räsch, der Beispiele kennt, wo das nicht so propagiert wird, „um Schüler in andere Richtungen zu lenken“.

Am Sonnabend gab es beim Tag der offenen Tür nur zwei Richtungen — der Blick in die 5. und 7. Klasse. Denn viele Viertklässler waren mit ihren Eltern gekommen, um die künftige neue Schule in Augenschein zu nehmen. Auch Sechstklässler waren dabei, die ab der 7. Klasse im Kaiserbad die Oberstufe (Abitur) oder mittlere Reife anstreben.

Niklas (10) hat bis dahin noch Zeit. Der Korswandter kommt in die 5. Klasse und probierte sich im Werkraum aus. Seine Mutter Yvonne Radünz ist das erste Mal in der Europaschule. „Das Gebäude gefällt mir sehr gut. Niklas freut sich auf die neue Schule“, sagt sie.

Die Schule wird aber 2017 nicht mehr so sein, wie sie am Sonnabend viele Eltern und Kinder kennenlernen durften. Das Hauptgebäude wird nämlich saniert. Über sieben Millionen Euro nimmt die Gemeinde in die Hand, um den grauen Plattenbau in ein helles und freundliches Schulgebäude umzugestalten. „Im Januar 2017 sollen die Bauarbeiten beginnen. Vielleicht schaffen wir es auch früher“, sagt Räsch.

Mit dem Umbau fehlen ihm dann 22 Klassenräume, denn bei laufendem Betrieb darf nicht saniert werden. Das heißt für viele Schüler erst einmal umziehen. Die 5. bis 7. Klassen sollen während der Bauzeit nach Bansin. „In die jetzige Grundschule. Dort haben sie auch eine Sporthalle“, so der Schulleiter. Für die Älteren werde gegenwärtig nach räumlichen Lösungen gesucht. „Wir prüfen, inwieweit sich Räume der Kommune für den Schulbetrieb eignen. Um eine Containervariante werden wir wohl nicht herum kommen. Sicher ist das bereits für den Chemieraum“, kündigt Jürgen Räsch an.

Nach den Monaten der Provisorien dürfen sich Schüler und Lehrkräfte aber auf ein schickes und modernes Haus mit neuer Heizung und Elektrik freuen. Der Plattenbau wird funktionaler. „Neun zusätzliche Klassenräume stehen uns dann zur Verfügung. Auf lange Sicht reicht das völlig aus“, so Räsch. Der Eingangsbereich wird nach dem Umbau nach Westen verlagert. Die neue Pausenhalle kann für Konzerte und Lehrerkonferenzen genutzt werden. Auch eine Lehrküche und eine Cafeteria wird es im Erdgeschoss geben. Über den Neubau zwischen den beiden Flügeln entstehen die zusätzlichen Klassenräume.

Auch für die Neugestaltung der Außenanlagen lässt sich die Gemeinde nicht lumpen — rund 400000 Euro sind dafür eingeplant. Vorgesehen ist eine Campuspromenade mit Sitzflächen und einer Baumreihe.

Die Umbaupläne hingen am Sonnabend im Flur der Schule ebenso aus, wie Informationen zum deutsch-polnischen Bildungsweg, zur Berufsfrühorientierung sowie zur Ganztagsschule. Mathe, Linedance, Kochen, Sport, Fahrradtouristik oder Kreativwerkstatt — nur einige Beispiele für Angebote, die den Schülern nach dem Unterricht offeriert werden. Niklas hat seine Nachmittagsbeschäftigung schon entdeckt:

„Fußball“, sagt der Spieler von Eintracht Ahlbeck.



Henrik Nitzsche

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