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Usedom Zeitreisemobil braucht Verjüngungskur
Vorpommern Usedom Zeitreisemobil braucht Verjüngungskur
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17:12 03.12.2019
Das Zeitreisemobil des DRK erfüllt sehr kranken oder alten, nicht mehr mobilen Menschen ganz besondere Reisewünsche in der Region. Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Der Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst des Kreises, Dr. Timm Laslo, ist total begeistert von der diesjährigen OZ-Weihnachtsaktion: „Das ist ein super Idee, das Zeitreisemobil des DRK Uecker-Randow zu unterstützen. Die Ehrenamtler des DRK erfüllen schwerkranken und alten Menschen noch einmal einen Herzenswunsch. Diesen Einsatz kann man gar nicht genug würdigen“, sagt Laslo.

Er erinnert sich noch gut ans vergangene Jahr, als im Mai in Pasewalk das Zeitreisemobil in Betrieb genommen wurde. Es sei eine fröhliche, fast ausgelassene Stimmung gewesen, weil endlich auch in Vorpommern die ganz besonderen Wünsche schwerkranker Menschen erfüllt werden konnten. „Das DRK brauchte dringend ein Fahrzeug, doch woher nehmen? Wir als Eigenbetrieb des Kreises können natürlich nicht so einfach unsere Krankenwagen weggeben und sie für andere Zwecke nutzen lassen“, schildert Laslo. Auch gebe es keinen Fördertopf, der schnell angezapft werden könne.

Das Erfüllen von Wünschen sei leider nicht vordringliche Aufgabe des Rettungswesens. Doch der Chef des Eigenbetriebes Rettungsdienst wollte unbedingt helfen. „Das DRK hatte die Idee, einen alten Krankentransportwagen zu nutzen. Wir haben dann einen, der schon viele Kilometer gelaufen war, dem DRK zur Verfügung gestellt“, berichtet der Leiter. Da Krankenfahrzeuge von Geldern der Sozialversicherungsträger finanziert und also nicht verschenkt werden dürfen, wurde der symbolische Preis von einem Euro ausgehandelt. „Wir als Eigenbetrieb Rettungsdienst und auch die damalige Landrätin Barbara Syrbe waren sehr froh, dass wir auf diese, wenn auch erst mal bescheidene Weise helfen konnten“, schildert Timm Laslo.

Natürlich sei ihm klar, dass es sich um ein bereits in die Jahre gekommenes Fahrzeug handele, ergänzt er. Die Innenausstattung sei ausreichend, das Fahrzeug sauber. „Aber es wäre schön, wenn sich dank der OZ-Weihnachtsaktion einiges noch moderner gestalten ließe“, betont der Chef des Eigenbetriebes. Dann könnten Patienten noch sehr viel komfortabler transportiert werden, wenn es an die Realisierung ihrer Wunschreise geht.

Am allerschönsten wäre natürlich ein neues gebrauchtes Fahrzeug, fügt Laslo mit einer kleinen Pause an, wohl wissend, dass dazu die stattliche Summe von um die 50000 Euro benötigt wird. Doch egal, wie hoch das Spendenaufkommen am Ende der Aktion ist, dem DRK zollt er größten Respekt für den Willen, die Idee in die Tat umgesetzt zu haben. „In Mecklenburg fährt ein Wünschewagen des ASB und bei uns im Landkreis Vorpommern-Greifswald eben das Zeitreisemobil. Wichtig ist die Wunscherfüllung“, erklärt er.

Für den Leiter des Eigenbetriebes ist es wichtig, „dass alten oder schwerkranken Menschen auf diese Weise noch einmal ganz besondere Herzenswärme zuteil wird. Wenn sie noch einmal, so lange es ihnen möglich ist, alte Freunde, ein Stück frühere Heimat, geliebte Natur oder ein kulturelles bzw. sportliches Highlight erleben, können sie noch lange davon zehren. Das allein rechtfertigt schon den Aufwand“, begründet er seine Haltung.

„Wir haben mit kleinen Schritten begonnen. Die Spenden der OZ-Leser sind eine Würdigung unserer Arbeit und motivieren alle Mitarbeiter ungemein“, sagt auch der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Uecker-Randow, Jörg Bohnhoff. Gemeinsam hoffe man, dass sich das Spendenkonto weiterhin gut fülle und zugleich Betroffene sich mit ihren Wünschen bei der OZ melden.

Mehr zum Thema lesen Sie hier:

Dafür können Sie bei der OZ-Weihnachtsaktion spenden

Erste Spende: 800 Euro für das Zeitreisemobil

Von Cornelia Meerkatz

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