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Usedom Zempin: Haus „Frieden“ wird abgerissen
Vorpommern Usedom Zempin: Haus „Frieden“ wird abgerissen
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14:17 15.05.2019
Ein Baggerfahrer war am Mittwoch damit beschäftigt, ein Nebengebäude des „Heim Frieden“ dem Erdboden gleichzumachen. Kommende Woche soll das Hauptgebäude abgerissen werden. Quelle: Hannes Ewert
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Zempin

Ein prominenter Schandfleck in Zempin verschwindet: Seit Ende vergangener Woche sind Mitarbeiter einer Abrissfirma damit beschäftigt, das „Heim Frieden“, welches sich in unmittelbar am Hochuferweg befindet, abzureißen.

Hier wird das „Heim Frieden“ in Zempin abgerissen

Das Fachwerkhaus, welches aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt, war zu DDR-Zeiten ein Versorgungshaus für die FDGB-Urlauber, die hier an der Ostsee weilten. In verschiedenen Schichten konnten sie dort zum Essen gehen.

Wie René Bergmann, Leiter des Südamtes, berichtet, gab es in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Besitzerwechsel. Schlussendlich kaufte die Gemeinde Zempin das ruinöse Gebäude für etwa 60 000 Euro, um es abzureißen. Rund 80 000 Euro kostet der Abriss, welcher allerdings vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert wird. „Es handelt sich dabei um eine Küstenschutzmaßnahme“, so Bergmann.

Nach dem Abriss wird die Stelle unbebaut bleiben. „Innerhalb von 90 Metern der Mittelwasserlinie –dort, wo die Ostsee beginnt –darf nicht gebaut werden“, erklärt er.

Anfang der 1990er gingen in dem Haus letztmalig die Lichter aus. Damals hieß das dortige Restaurant „Meereswelle“. Seit dem Zeitpunkt wurde das Gebäude sich selbst überlassen. Schmierereien und kaputte Fensterscheiben zeugen davon, dass das Haus als „Abenteuerspielplatz“ zahlreicher Leute genutzt wurde.

In unmittelbarer Umgebung des „Heim Frieden“ befand sich der Kiosk „Utkiek zur Oie“. Dieser fiel Anfang 2017 dem Sturmtief „Axel“ zum Opfer und brach zur Hälfte den Abhang hinunter. Anschließend wurde er abgerissen. Die betroffene Familie verkauft nun in ihrem Imbisswagen in der Nähe des Kurplatzes Bratwurst und Co. an ihre Gäste.

Hannes Ewert

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