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Usedom Wie ein Zimmermann von Usedom in die weite Welt aufbrach
Vorpommern Usedom Wie ein Zimmermann von Usedom in die weite Welt aufbrach
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13:09 13.11.2018
Thomas Rauch bei seiner täglichen Arbeit. Quelle: FOTO: Jimena Rauch
Zinnowitz

Er ist fast wieder ganz zu Hause auf seiner Insel, der gelernte Zimmermann Thomas Rauch. Aktuell arbeitet er in Neppermin an seinem künftigen Schaffenspunkt. Dort hat der tüchtige Handwerker eine alte Scheune erworben, der er nun einen neuen Glanz verleiht. Als der gelernte Zimmermann Thomas Rauch sich im Jahre 2007 von seinen Eltern, Freunden, den HSV-Handballspielern und der geliebten Insel Usedom verabschiedete, war ihm bewusst, dass sein Herz auf Reisen gehen wird. Zuvor hatte er nach bestandenen Abitur am Heringsdorfer Maxim Gorki Gymnasium seine Gesellenprüfung mit Auszeichnung bestanden. Während seiner Ausbildung in einer Zimmerei in Waren hatte er sein Handwerk vorrangig im Bereich der Denkmalpflege, bei der Sanierung von Kirchen und Schlössern und alten Gutshäusern ausgeübt.

„Ich war davon fasziniert, wie früher gearbeitet wurde. Mich interessierten detailgenaue Ausarbeitungen und die traditionelle Holzverarbeitung. Ich war glücklich, mit jahrhundertealten Hölzern zu arbeiten“, erzählt Rauch. „Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Zimmerleuten, Restauratoren, Denkmalpflegern und Architekten hat mich entscheidend geprägt.“ Schließlich war es soweit: Er hatte sich der Vereinigung der rechtschaffenen fremden Zimmerer und Schieferdeckergesellen angeschlossen. Im Herbst 2007 begann er in seiner traditionellen Kluft die Walz und machte sich auf in die weite Welt. Per Pedes und Anhalter durchquerte er viele Länder in Europa, Südamerika und Asien. „Die Straße kann einem so viel geben. Man trifft immer wieder freundliche Menschen, erhält Unterstützung, lernt Land und Sprachen kennen“, berichtet Rauch.

In der Fremde lernte er viel: Zusammen mit anderen Handwerkern arbeitete er an selbst gewählten Objekten, um seine eigenen Ideen und Vorhaben zu verwirklichen. Nach knapp vier Jahren kam er wieder heim, inzwischen nicht mehr allein. In Mexiko hatte er die Liebe seines Lebens, Jimena, am Strand bei einer Hochzeit kennen und lieben gelernt. Von nun an lebte er in zwei Ländern gleichzeitig: In seiner Heimat in Deutschland und in Mexiko.

Nach der Walz machte er seinen Meister und ging in die Selbstständigkeit. Zu tun hatte er reichlich: Außer in Deutschland werkelte er auch in Dänemark, Schweden und Norwegen. Zumeist hatte er dabei Berufskollegen wie Dachdecker oder Tischler an seiner Seite. In den vergangenen Jahren standen unter anderem der Ausbau eines Gebäudes am Wolgastsee, die Sanierung des Seesteges von Neppermin und die umfangreiche Sanierung der Alten Fischräucherei am Hafen in Rankwitz auf der Liste. „Es gibt zu viel Arbeit und zu wenig Leute. Aber mir macht die Arbeit große Freude. Man sieht, was man mit den eigenen Händen geschafft hat“, sagt er. Das Privatleben mit seiner Liebe Jimena kommt jedoch nicht zu kurz. Wenn sie nicht gerade als Model oder professionelle Fotografin in ihrer Heimat arbeitet, gehen sie ihren gemeinsamen Interessen und Hobbys nach. Sie tanzen gern, meist zu lateinamerikanischen Klängen. Das Reisen ist eine Leidenschaft, die sie teilen.

Gert Nitzsche

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