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Usedom Die Rübenlaster rollen wieder nach Anklam
Vorpommern Usedom Die Rübenlaster rollen wieder nach Anklam
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14:05 10.09.2019
Eine spezielle Erntemaschine für Zuckerrüben fährt in Klitschendorf bei Anklam. Quelle: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Anklam

In Mecklenburg-Vorpommern rollen wieder die Rübentransporter: Die Zuckerfabrik Anklam ist am Dienstag in die diesjährige Verarbeitungskampagne gestartet. Bis Anfang Januar werden an sieben Tagen die Woche jeweils 12 000 bis 14 000 Tonnen Rüben verarbeitet, wie Geschäftsführer Matthias Sauer sagte.

Die Rüben werden täglich außer sonntags angefahren. Im Rübenhof können rund 20 000 Tonnen auf Vorrat gelagert werden. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit 1,5 Millionen Tonnen. Im vorigen Jahr waren es nur 1,2 Millionen Tonnen Rüben, die Kampagne endete schon Mitte Dezember.

Mehr Rüben als 2018, weniger als im Durchschnitt

Die Fabrik erhält nach Sauers Angaben Rüben von 22 000 Hektar Fläche in 340 Agrarbetrieben. Der durchschnittliche Ertrag liege diesmal bei 69 Tonnen pro Hektar. Das sind mehr Rüben als im Vorjahr, aber etwa zehn Prozent weniger als im mehrjährigen Durchschnitt, wie die Geschäftsführerin des Verbands der Zuckerrübenanbauer, Antje Ramm, sagte.

Der derzeitige Regen tut den Rüben nach ihren Worten noch gut. Die Blätter seien gesund. „Die Rüben können noch bis Ende Oktober wachsen.“ Auch der Zuckergehalt könne noch steigen. Er liege zwischen 16 und 18 Prozent, das Gewicht der Rüben schwanke zwischen 500 und 1000 Gramm.

„Jeder Landwirt hatte sein eigenes Wetter“

Die regionalen Unterschiede seien groß. „Fast jeder Landwirt hat sein eigenes Wetter gehabt“, sagte Sauer. Die Fabrik müsse aber jetzt mit der Kampagne anfangen, um alle Rüben rechtzeitig verarbeiten zu können. Frühlieferer erhielten eine Prämie als Ausgleich für entgangenes Wachstum.

Auf dem Lagerplatz der Zuckerfabrik Anklam liegen Zuckerrüben. Quelle: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Die zur niederländischen Suiker Unie gehörende Fabrik hat Sauer zufolge eine neue Anlage zur Reinigung des Rübensafts in Betrieb genommen. Acht Millionen Euro seien investiert worden. Mit Hilfe von Kalk würden die Nichtzuckerstoffe - etwa verschiedene Salze - aus dem Saft abgetrennt. Der Kalk komme danach als Dünger aufs Feld.

Bauern liefern an nur zwei Verarbeiter

In diesem Jahr haben Landwirte im Nordosten auf rund 25 000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Damit wuchs die Fläche im Gegensatz zum Bundestrend. Im Vergleich zum Vorjahr wurden zwölf und im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017 vier Prozent mehr Fläche mit Rüben bestellt.

Die Bauern liefern an zwei Verarbeiter, außer nach Anklam auch nach Uelzen in Niedersachsen, wo die Kampagne am 19. September beginnt. Im Bundesschnitt rechnet die Zuckerindustrie mit einem Ertrag auf dem Niveau von 2018.

Eine spezielle Erntemaschine für Zuckerrüben fährt auf einem Feld in Klitschendorf bei Anklam. Quelle: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Von RND/dpa

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