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Usedom Zusätzliche Rettungswagen für Koserow und Trassenheide
Vorpommern Usedom Zusätzliche Rettungswagen für Koserow und Trassenheide
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00:00 09.11.2017
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Anklam/Zinnowitz

. Wenn ein Notarzt und ein Rettungssanitäter gebraucht werden, ist besondere Eile geboten. Laut Rettungsdienstgesetz sind in Mecklenburg-Vorpommern zehn Minuten vorgeschrieben, die die beiden brauchen dürfen, um zum hilfesuchenden Patienten zu gelangen. Damit diese Hilfsfristen eingehalten werden, wird sich im Rettungsdienst auf der Insel Usedom einiges ändern. Mit dem Jahreswechsel 2017/18 bekommt das Ostseebad Koserow einen zusätzlichen Rettungswagen, Zinnowitz erhält seinen Wagen nur noch im Sommer, und in Trassenheide soll dauerhaft eine Dienststelle eingerichtet werden. Heringsdorf verliert ein Fahrzeug an Koserow. „Mit der neuen Regelung sind wir unter anderem näher an Peenemünde dran und schneller in der Inselmitte vertreten“, erklärt Paul Leidig, Leiter des Rettungsdienst beim Deutschen Roten Kreuz in Anklam. Mit dem Zuwachs von Gästebetten und dem steigenden Bedarf an ärztlicher Versorgung im Inselnorden ist es nötig, dort eine Rettungswache zu installieren. Die Männer und Frauen des Rettungsdienstes werden in dem ehemaligen Gebäude der Vostra in Trassenheide untergebracht. „In Peenemünde gibt es eine Vielzahl von Museen, die sehr viele Menschen über die Sommermonate anziehen. Von Trassenheide halten wir die Hilfsfrist sehr gut ein“, sagt Paul Leidig.

Auch Koserow profitiert von der neuen Regelung. „In der Inselmitte hatten wir bislang einen ,weißen Fleck’, was die Versorgung mit Rettungswagen anging. Das war eine Ausnahme. Doch wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten“, so Paul Leidig. In eine entsprechende Immobilie konnte sich das Deutsche Rote Kreuz einmieten.

Die Wagen des Deutschen Roten Kreuzes sind auf zehn Stationen zwischen Greifswald und Heringsdorf aufgeteilt. „Mit der neuen Regelung müssen wir allerdings einen Wagen in Heringsdorf abziehen, um ihn in Koserow einzusetzen“, erklärt er. In Zinnowitz soll die Rettungswache an der Ahlbecker Straße nur noch in den Sommermonaten besetzt werden. Im Winter kommen die Wagen aus Trassenheide oder Koserow, falls es in Zinnowitz zu einem Einsatz kommt.

Rund 15 000 Mal wird der Rettungsdienst pro Jahr zwischen Greifswald und Heringsdorf angefordert. Ein Großteil der Einsätze fällt in die Sommermonate, wenn die Urlauber in der Region sind. Im Sommer ist auf Usedom zusätzlich ein Wagen in Heringsdorf im Einsatz.

Wie Leidig betont, sind die Pläne noch in der Bearbeitung. „Zum Jahresende steht alles fest und ist mit dem Träger – dem Landkreis Vorpommern-Greifswald – geklärt.“

Hilfsfristen in Deutschland

Die gesetzlichen Hilfsfristen sind

in Deutschland unterschiedlich

geregelt. Ob Großstadt oder ländlicher Raum – überall haben die

Retter mehr oder weniger Zeit, am Unglücksort anzulangen.

Hier ein paar Beispiele: Baden-

Württemberg: 10–15 Minuten; Brandenburg: 15 Minuten; Hamburg: acht bis zehn Minuten, Nordrhein-Westfalen: acht Minuten, in ländlichen

Bereichen 12 Minuten; Thüringen:

14 Minuten, in ländlichen Bereichen 17 Minuten; Schleswig-Holstein: zwölf Minuten

Hannes Ewert

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