Die langen Tage nutzen

Genießen und Gemüse vorziehen: Was im Juni im Garten zu tun ist

An Rosen sollte man sich täglich erfreuen – und Verblühtes vor dem ersten voll entwickelten Blatt abschneiden.

Pause machen und Rhabarberkuchen mit frischen Erdbeeren und Holunderlimonade genießen – das klingt nicht nur gut, sondern ist im Juni realistisch. Kompost umsetzen, Stauden pflanzen, Hecke schneiden? Diese Frühlingsarbeiten sind längst erledigt, und für alles andere bleibt an den langen Sommertagen noch genug Zeit.

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Auch die Staudenbeete stehen derzeit in voller Blüte und Sie können ohne Reue Sträuße für die Vase schneiden. Die frischgrünen Blüten des Frauenmantels passen beispielsweise bestens zu Rosen und sollten ohnehin ein wenig dezimiert werden. Bildet dieser Staudenklassiker Samen, breitet er sich schnell im ganzen Garten aus. Es lohnt sich also in doppelter Hinsicht, den Frauenmantel als Schnittblume zu nutzen.

Apfelbaum auslichten

Sein Rückschnitt ist schon viele Wochen her, aber manchmal bilden sich an Apfelbäumen nach dem Stutzen im Frühjahr sogenannte Wasserschosse. Diese senkrecht nach oben wachsenden, dünnen Triebe werden keine Früchte tragen und am besten noch im Jahr ihrer Entstehung entfernt. Dann sind sie so dünn, dass sie mit bloßen Händen und einem Ruck ausgerissen werden können.

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Daher wird diese Maßnahme auch „Juniriss“ genannt. Keine Sorge, die Wunden dieser rigoros anmutenden Maßnahme verheilen schneller als nach einem Schnitt mit der Schere. Durch das Entfernen kommt mehr Licht in die Krone und die Äpfel können in den folgenden Wochen besser reifen.

Die Rosenblüte verlängern

Frühsommer ist Rosenzeit – dann stehen sie in voller Blüte. Wenn Ihre Rose danach weitere Knospen bilden soll, können Sie schon jetzt etwas dafür tun: Machen Sie es sich zur täglichen Gewohnheit, Ihre Rosen in Ruhe zu betrachten und den Duft zu genießen. Nehmen Sie bei dieser Gelegenheit die Gartenschere gleich mit und schneiden Sie Verblühtes vor dem ersten voll entwickelten Blatt ab. Durch dieses sogenannte Ausputzen wird die Rose statt Hagebutten weitere Blütenknospen bilden. Wichtig: Das funktioniert nur bei öfter blühenden Sorten.

Bei einmal blühenden Rosen, wie zum Beispiel „Königin von Dänemark“ greifen Sie nicht zur Schere, da diese nach der Hauptblüte keine neuen Knospen bilden. Dafür blühen diese Rosen, zu denen viele alte und traditionelle Sorten gehören, derzeit besonders üppig und verschwenderisch. Sie haben ihren Platz im Garten also in jedem Fall verdient.

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Rispenhortensien vermehren

Anders als die klassischen Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla) vertragen Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) kurze Phasen der Trockenheit und Hitze und werden immer beliebter. Ein Exemplar dieses unkomplizierten Blütengehölzes ist ein ideales Geschenk für Pflanzenfreundinnen und ‑freunde. Im Sommer können Sie diese Art gut über halbreife Stecklinge vermehren. Wählen Sie dazu Triebe aus, die nicht blühen oder nur eine kleine Knospe haben und schneiden Sie rund 30 Zentimeter davon ab. Das untere, verholzte und braun gefärbte Triebstück entfernen Sie direkt unter einem Blattpaar und die weiche und hellgrüne Triebspitze direkt über einem Blattpaar. Bis auf die oberen beiden Blattpaare knipsen Sie alle Blätter ab.

Anders als die klassischen Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla) vertragen Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) kurze Phasen der Trockenheit und Hitze.

Anders als die klassischen Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla) vertragen Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) kurze Phasen der Trockenheit und Hitze.

Der blattfreie Teil wird in mit Aussaaterde gefüllte Töpfe gesteckt und leicht feucht gehalten. Unter einer transparenten Haube oder Kunststofftüte entsteht das für die Stecklinge ideale Treibhausklima. Damit sich kein Schimmel bildet und es nicht zu heiß unter der Haube wird, sollten die Töpfe leicht beschattet stehen und regelmäßig belüftet werden. Nach vier bis sechs Wochen haben die Hortensien meist Wurzeln und neue Blättchen gebildet.

Stockrosen aussäen

Der Sommer ist ideal, um Stockrosen (Alcea rosea) anzuziehen. Die zweijährigen Pflanzen werden in Aussaaterde gesät, bilden noch in dieser Saison eine Blattrosette und blühen nächstes Jahr. Der Aufwand lohnt sich und ist überschaubar, denn die Jungpflanzen sind winterhart und überwintern draußen. Außerdem ist das Angebot an vorgezogenen Pflanzen im Handel meist gering, während Sie beim Kauf von Saatgut zwischen vielen verschiedenen Sorten wählen können. Auch andere zweijährige Arten wie Fingerhut (Digitalis purpurea) oder Hornveilchen (Viola cornuta) werden ab Juni ausgesät und überwintern ebenfalls draußen.

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Info: Späte Gemüse vorziehen

Noch sind viele Beete im Nutzgarten belegt und es ist kein Platz für direkte Nachsaaten. Damit Sie nächsten Monat genug Setzlinge zum Nachpflanzen haben, können Sie Grünkohl und Herbstsalate wie Zuckerhut oder Radicchio in kleinen Töpfen oder Saatschalen vorziehen.

Damit Sie nächsten Monat genug Setzlinge zum Nachpflanzen haben, können Sie Grünkohl und Herbstsalate wie Zuckerhut oder Radicchio in kleinen Töpfen oder Saatschalen vorziehen.

Damit Sie nächsten Monat genug Setzlinge zum Nachpflanzen haben, können Sie Grünkohl und Herbstsalate wie Zuckerhut oder Radicchio in kleinen Töpfen oder Saatschalen vorziehen.

Besonders unkompliziert funktioniert die Aussaat in Multitopfplatten, die mit Aussaaterde gefüllt werden: Legen Sie jeweils zwei bis drei Samenkörnchen in eine Vertiefung und lassen Sie nach dem Keimen nur die stärkste Pflanze stehen. So sparen Sie sich das Pikieren und bekommen bis zur Pflanzzeit im Hochsommer pflanzfertige Setzlinge mit einem gut entwickelten Wurzelballen.

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