Eine Minute Chemie

Fluoride schützen die Zähne

In vielen Zahnpasten sind Fluoride enthalten.

In vielen Zahnpasten sind Fluoride enthalten.

Rostock. Chemisch betrachtet, geht in unseren Mündern so richtig die Post ab. Überall Bakterien und andere Mikroorganismen, auch auf den Zähnen. Und dort wandeln sie Zucker, den wir etwa mit Schokolade, Brot oder Cola aufnehmen, in Säure um. Orangensaft etwa enthält schon von vornherein Säure, auch Kaffee ist sauer. „Die Säure greift unseren Zahnschmelz, der aus Hydroxylapatit besteht, an und demineralisiert ihn – das Ergebnis ist Karies“, sagt Franziska Burzlaff, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie der Uni Rostock.

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Chemikerin Franziska Burzlaff, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock

Chemikerin Franziska Burzlaff, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock

Ergo: Um unsere Zähne vor dem Säureangriff zu schützen, müssen wir sie putzen. Möglichst mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Aber ist Fluor nicht extrem giftig? „Das stimmt“, meint die Chemikerin. „Aber Fluor und Fluorid ist nicht dasselbe. Fluoride sind harmlos, wenn man sie richtig dosiert.“ Der Vorteil der Fluoride ist, dass sie sehr klein sind und sich dadurch fast überall hineinzwängen können, auch in unseren Zahnschmelz. Dort entsteht Fluorhydroxyapatit wie auch Fluorapatit. „So wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger.“ Übrigens: Haifischzähne bestehen nur aus Fluorapatit, damit sie superfest (und kariesfrei) sind.

Zurück zu den Fluoriden. „Eine Überdosis ist sehr schwer zu erreichen“, sagt die Wissenschaftlerin. In Kinderzahnpasta ist zudem weniger Fluorid enthalten. Man könnte ja auf fluoridfreie Zahnpasten setzen? „Das kann man tun, bekommt dann aber keinen Schutzfilm auf den Zähnen gegen die Säuren.“

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Von Klaus Amberger

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