Rockgeschichte

Karat trennt sich von zwei Musikern: „Schweigevereinbarung nicht eingehalten“

Da waren sie noch zusammen: die Karat-Musiker Christian Liebig, Martin Becker, Claudius Dreilich, Bernd Römer, Martin Becker und Michael Schwandt (v.l.) im Jahr 2015.

Da waren sie noch zusammen: die Karat-Musiker Christian Liebig, Martin Becker, Claudius Dreilich, Bernd Römer, Martin Becker und Michael Schwandt (v.l.) im Jahr 2015.

Leipzig. Die Band Karat geht in deutlich veränderter Besetzung ins neue Jahr: „Michael Schwandt und Christian Liebig werden die Reise mit Karat nicht weiter fortsetzen“, teilen die verbliebenen Bandmitglieder auf ihrer Facebook-Seite mit. „Verschiedenste Einflüsse und vieles mehr können zur Folge haben, neue Wege suchen zu müssen und dann auch zu gehen“, heißt es da etwas kryptisch.

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Die beiden Musiker waren seit DDR-Zeiten in der Band: Schlagzeuger Schwandt (75) seit 1976, Bassist Liebig (68) seit 1986. „Es steht außer Frage, dass wir Micha und Christian nach so langer gemeinsam verbrachter Lebenszeit alles Gute und vor allem Gesundheit wünschen“, heißt es weiter in der Erklärung von Keyboarder Martin Becker, Sänger Claudius Dreilich und Gitarrist Bernd Römer.

Nur noch ein Musiker aus DDR-Tagen dabei

Es sei ihr dringender Wunsch, „die Musik, die Karat ausmacht, auch weiter live auf der Bühne zu spielen, neue Songs zu komponieren, tolle Texte zu entwickeln, einfach kreativ zu sein und das unseren, so viele Jahre lang treuen Fans, Freunden und allen Musikbegeisterten zu präsentieren“. Es ist dann noch von einer „Schweigevereinbarung“ die Rede, die „zu unserer Überraschung nicht eingehalten wurde“.

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Die Nachfolge an Schlagzeug und Bass, „also der Rhythmusabteilung“, sei bereits geklärt. Die neuen Kollegen sollen im März vorgestellt werden.

Die Band stand am 22. Februar 1975 erstmals in Pirna auf der Bühne – gegründet von Herbert Dreilich, Ulrich Swillms und Henning Protzmann. Den größten Triumph feierte Karat mit dem Titel „Über sieben Brücken“ mit einem Text des Leipziger Schriftstellers Helmut Richter (1933–2019), der 1980 von Peter Maffay gecovert wurde. Jetzt gibt es nun nur noch einen Musiker, der schon zu DDR-Zeiten dabei war: Gitarrist Bernd Römer.

Karat spielen in Leipzig

Karat gehörte mit den Puhdys, City und Silly zu den erfolgreichsten DDR-Rockbands, denen nach der Wende viele Fans treugeblieben sind. Nach dem Tod von Frontmann Herbert Dreilich im Jahr 2004 hatte dessen Sohn Claudius das Erbe seines Vaters als Stimme von Karat angetreten. Wegen eines Streits um Namensrechte mit der Witwe des Bandgründers Dreilich trat die Band von 2006 bis Juni 2007 als „K...!“ auf.

Karat live in Leipzig: Am 2. Juni ist Karat auf der Parkbühne im Clara-Zetkin-Park zu erleben, am 16. November im Gewandhaus; Karten gibt es u.a. in der Ticketgalerie im LVZ Foyer (Peterssteinweg 19) und Barthels Hof (Hainstraße 1); unter der gebührenfreien Hotline 0800 2181050 und auf www.ticketgalerie.de

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Von dpa/LVZ

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