Citroën präsentiert den ë‑C4 X, den zweiten Kompaktstromer der Franzosen

Die tief heruntergezogene Heckklappe und die markanten Rücklichter verleihen dem Citroën ë‑C4 X reichlich Elan.

In ein normales Schema hat Citroën sich noch nie pressen lassen. Die Autos der französischen Marke waren stets anders als die anderen, bisweilen gar revolutionär. Wir denken hier beispielsweise an die „Ente“ oder an die legendäre „Göttin“, die DS aus den Fünfzigerjahren.

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Die französische leichte Lebensart sollte Anfang 2021 auch der C4 rüberbringen, den es mit Diesel, Benziner oder vollelektrisch (ë‑C4) gibt. Beim Design und der Konzeption versuchte Citroën gar nicht erst, in die hart umkämpfte Golf-Klasse mit einem klassischen Steilheckmodell (Hatchback) zu kommen – diese Idee kam im Pariser Designstudio gar nicht erst auf den Tisch. Stattdessen entschied man sich für ein kompaktes Crossover-Fahrzeug, einer Mischung aus Limousine, Coupé und SUV. Motto: Aus drei mach eins.

Der ë‑C4 X ist 29 Zentimeter länger als der ë‑C4

Was mit 4,36 Metern funktioniert, das könnte ein Segment höher auch mit 4,60 Metern klappen. Dazu ein bisschen mehr Bodenfreiheit und größere Räder als üblich – fertig ist der ë‑C4 mit dem Beinamen X. Jetzt wird sich mancher fragen, warum? Vor wenigen Tagen erst hat Peugeot den 408 vorgestellt, der nach ähnlichem Muster gestrickt ist, das Ganze nur halt neun Zentimeter länger. Allerdings haben beide Autos so gut wie nichts miteinander zu tun, nur dass sie halt zum selben Konzern (Stellantis) gehören.

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Während der Peugeot 408 auf der Plattform EMP2 basiert und mit Verbrennern sowie Plug-in-Hybriden startet, stellt Citroën seinen ë‑C4 X auf die sogenannte CMP-Architektur und bietet den Wagen bei uns ausschließlich als BEV (Battery Electric Vehicle) an. Lediglich außerhalb von Europa gibt es Versionen mit Verbrennungsmotor. Zudem ist der ë‑C4 X eher eine klassische viertürige Schrägheck­limousine mit abgetrenntem Kofferraum. Beim 408 geht die Heckklappe bis ins Dach.

Elegante und unkonventionelle Linienführung: der neue Citroën ë‑C4 X.

Elegante und unkonventionelle Linienführung: der neue Citroën ë‑C4 X.

Antrieb und Batterie aus dem Konzernregal

Zu den Markenwerten von Citroën gehören guter Komfort, Vielseitigkeit und ein üppiges Raumangebot. Letzteres können Insassen besonders auf der Rücksitzbank spüren. Auch hinter ihnen ist deutlich mehr Platz als im kleineren Bruder ë‑C4. Der Kofferraum fasst stolze 521 Liter, der Boden ist über einen Quadratmeter groß. Und selbstverständlich sind die Lehnen umlegbar. Wie viel dann an maximalem Ladevolumen zur Verfügung steht, verrät Citroën erst bei der Fahrpräsentation Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten. Ebenso gibt es noch keine Preise.

Wohl aber diverse technische Daten. Denn wie gewohnt bedienen sich Marken unter dem Stellantis-Dach möglichst umfassend, weil kostengünstig, aus dem Konzernregal. So griff das Citroën-Entwicklerteam zum gleichen Elektromotor wie im ë‑C4, heißt, die E‑Maschine leistet 100 kW (136 PS) und liefert aus dem Stand heraus ein Drehmoment von 260 Newtonmetern. Bekannt sind diese Werte auch aus dem elektrischen Opel Corsa/Mokka oder dem Peugeot e‑200/2008.

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Ebenso deckungsgleich verhalten sich die Angaben zur Batterie. Sie hat eine Kapazität von 50 Kilowattstunden (kWh), womit der ë‑C4 X eine WLTP-Reichweite von 360 Kilometern schaffen soll. Erfahrungen mit den oben genannten Konzernmodellen zeigen, dass die Alltagsreichweiten eher zwischen 260 und 300 Kilometern liegen dürften, je nach Fahrweise und Außentemperatur. Geht es unterwegs an eine HPC-Säule (High Performance Charging), können bis zu 100 kW an Ladeleistung übertragen werden.

Citroën verspricht, dass innerhalb von 30 Minuten der Akku zu 80 Prozent seiner Kapazität wieder gefüllt ist. An der häuslichen Wallbox fließen dreiphasig bis zu 11 kW, die Batterie wäre in etwas mehr als fünf Stunden wieder voll. Das Komplettladen über Nacht sollte also kein Problem sein. Allerdings: Der 11-kW-Onboard-Lader ist nicht serienmäßig, sei an dieser Stelle aber dringend empfohlen.

Aufgeräumtes und elegantes Cockpit: Blick in den Innenraum des ë‑C4 X.

Aufgeräumtes und elegantes Cockpit: Blick in den Innenraum des ë‑C4 X.

Sprachsteuerung über „Hello Citroën“

Ganz hoch hat man bei Citroën das Thema Digitalisierung aufgehängt. Zum Einsatz kommt die jüngste Infotainment-Schnittstelle, die kurz zuvor mit dem C5 X eingeführt wurde. Sie nennt sich „MyCitroën Drive Plus“ und umfasst nahezu alles, was heute die junge Computergeneration braucht und schätzt. Bis zu acht Fahrer und Fahrerinnen können im ë‑C4 X ihr persönliches Einstellungsprofil hinterlassen. Das Handy lässt sich drahtlos einbinden und laden. Mit der natürlichen Sprachsteuerung, Aktivierung über „Hello Citroën“, können Klimatisierung, Radio und Telefon bedient werden. Tomtom kümmert sich um die Navigation, „over the air“ (OTA) sind Updates möglich.

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Die moderne Anik-Architektur des ë‑C4 X lässt selbstverständlich auch nahezu alle heute gängigen Assistenzsysteme zu. Laut Citroën sollen es 20 Features sein, fast so viele wie bei der Mercedes S‑Klasse. Erwähnt sei hier der Highway Driver Assist. Er erlaubt teilautonomes Fahren auf Level zwei. Stop-and-go auf der Autobahn macht das Auto allein. Es müssen nur die Hände am Lenkrad bleiben.

 

Citroën ë‑C4 X

Motor: Elektro

Antrieb: vorn

Systemleistung: 100 kW/136 PS

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Maximales Drehmoment: 260 Nm

0–100 km/h: 9,5 s

Spitze: 150 km/h

Batteriekapazität: 50 kWh

Reichweite: 360 km (WLTP)

Stromverbrauch: k. A.

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CO₂-Emissionen: 0 g/km

Ladeleistung: bis 11 kW AC, bis 100 kW DC

Kofferraum: 510 Liter

Leergewicht: 1225 kg

Abmessungen: 4,60/1,80/1,53 m

Preis: ab circa 40.000 Euro

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