In der elften Generation

Der Honda Civic e:HEV zeigt Selbstbewusstsein abseits des Mainstreams

Dynamische Front eines Dauerbrenners: Die elfte Generation des Honda Civic vermag rundum zu überzeugen.

Madrid. Vor der Qual der Wahl zu stehen, kann bei so manch zögerlicher Natur Unwohlsein hervorrufen. Honda macht es den Kaufinteressentinnen und Kaufinteressenten bei der elften Generation seines Erfolgsmodells Civic, das seit nunmehr 50 Jahren in 170 Ländern verkauft worden ist, dagegen einfach. Es gibt exakt eine Motorisierung mit lediglich einer Karosserieform. Weniger ist eben manchmal mehr. Der Honda Civic e:HEV verfügt über einen neu entwickelten 2,0-Liter-Benzin-Hybridmotor mit zwei Elektromotoren und steht als Fließheck­limousine erwachsener denn je vor dem Betrachter. „Den Fahrspaßhybrid“ nennt Kotaro Yamamoto, Technical Advisor Honda Europe, das Modell, das die Japaner erstmals komplett in Europa konstruiert haben.

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Ein Auto, das dienen möchte

An dem seit Jahren bewährten Entwicklungsprinzip hat sich dadurch beim neuen Civic indes nichts geändert. „Man-Maximum – Machine-Minimum“ nennen die Japaner ihre Idee, dass Technologie und Design einzig dem Menschen zu dienen habe. Dazu gehört ebenfalls die Konzernstrategie, bis Ende 2022 alle Volumenmodelle in Europa zu elektrifizieren und zukünftig eine CO₂-Neutralität aller Produkte zu erreichen.

Ab dem Jahr 2040 will Honda gar keine Verbrenner mehr produzieren. Auch der neue Civic mit der etwas sperrigen Bezeichnung e:HEV (sprich: i-äitsch-i-wii) soll dazu seinen Beitrag leisten. Der Hybridantrieb ist selbstladend und kombiniert eine Lithium-Ionen-Batterie mit zwei kompakten Elektromotoren. „Wir wollen nach der Alterung der Batterie immer noch den Ausgangszustand des Fahrzeugs ermöglichen“, macht sich Yamamoto Gedanken über die Nachhaltigkeit des Civic.

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Starker optischer Eindruck: Der 2022 Honda Civic e:HEV.

Starker optischer Eindruck: Der 2022 Honda Civic e:HEV.

Optisch steht der Neue gegenüber dem Vorgängermodell um 31 Millimeter gewachsene Kompakte – in früheren Generationen noch ein biederer Kleinwagen – mit seinem längeren Radstand (plus 35 Millimeter) und der flacheren Dachlinie deutlich selbstbewusster zur Testfahrt bereit. Die angedeutete Coupé-Silhouette allein drückt bereits Sportlichkeit aus, macht das Ein- und Aussteigen für die ältere Generation jedoch nicht unbedingt einfacher. Die Kombination aus Benziner und Elektromotoren leistet 135 kW/184 PS mit einem maximalen Drehmoment von 315 Newtonmetern – eine mehr als ausreichende Leistung für den ersten Praxistest.

Im Elektromodus rollen wir vom Hof und bemerken erst spät, dass der Verbrenner sich zugeschaltet hat. Vielleicht hat auch der Blick auf das volldigitale Cockpit in der höchsten von drei Ausstattungslinien (Elegance, Sport, Advance) etwas abgelenkt. „Der Innenraum des neuen Civic vermittelt ein neuartiges Erlebnis für Kunden, die ein höheres Maß an Komfort und Konnektivität erwarten“, sagt Yasunori Ogawa, Interieur-Designer für den e:HEV. Die zusätzliche Geräuschoptimierung im Motorraum und bei den hinteren Radkästen verstärkt dieses behagliche Innenraumgefühl zusätzlich.

Der volldigitale Arbeitsplatz des neuen Honda Civic e:HEV.

Der volldigitale Arbeitsplatz des neuen Honda Civic e:HEV.

Wer es dann doch etwas knackiger mag, schaltet einfach vom Eco-, Normal- oder Individual- in den Sportmodus und lässt es mal kurzzeitig krachen. Das widerspricht zwar einerseits dem Grundgedanken eines Hybrids, den Kraftstoffverbrauch zu senken, andererseits jedoch unterstützen die beiden E‑Motoren spürbar den Vorwärtsdrang und sollen zudem das Herausbeschleunigen aus der Kurve optimieren. Die sogenannte Kurvensteuerung bewirkt, „dass immer die richtige Drehzahl anliegt und diese nicht abfällt, sobald man in eine Kurve hineinbremst“, betont Technical Advisor Yamamoto.

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Die Effizienz des hybriden Antriebsstranges soll dadurch verbessert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Den kombinierten WLTP-Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern Super (108 Gramm CO₂ je Kilometer) erreichen wir mühelos, da die Ortschaften nahezu ausschließlich im E‑Modus durchrollt werden. Beim Reinbremsen in die Orte hat der Civic jene durchs Verlangsamen gewonnene Energie rekuperiert.

Selbstbewusst abseits des Mainstreams

Der starke optische Eindruck, den der neue Civic beim Betrachten hinterlässt, wird durch die Fahrleistungen noch bestätigt. Wie bei den vorherigen Modellgenerationen bewegt sich Honda mit seinem Kompaktmodell einmal mehr abseits des Mainstreams – und das äußerst selbstbewusst. Wenn der Civic ab November zu den deutschen Händlern rollt und zu Preisen ab 31.900 Euro (Elegance, 33.200 Euro Sport, 36.600 Euro Advance) in den Verkaufsräumen steht, lohnt sich ein genauerer Blick. Eines steht schließlich bereits vorab fest: Die Qual der Wahl bei Motorisierung und Karosserieform bleibt den Kaufinteressenten erspart.

 

Honda Civic e:HEV

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Motoren: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner/2× Elektro

Systemleistung: 135 kW/184 PS

Drehmoment: 315 Nm

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

0–100 km/h: 7,8 s

Verbrauch: 4,7 l Super/100 km

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CO₂-Emission: 108 g/km

Länge/Breite/Höhe: 4,55/2,08/1,41 m

Radstand: 2,73 m

Kofferraum: 410 l

Leergewicht: 1517 kg

Getriebe: eCVT-Automatik

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Preis: ab 31.900 Euro

 

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