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Neues Fahrzeug, neues Flottenmanagementkonzept

Ford Pro und der neue E-Transit – Der Star ist die Mannschaft

Der neue, vollelektrische Ford E-Transit ist integraler Bestandteil von Fords ganzheitlichem Flottenmanagement Ford Pro.

Laut Ford ist der Transit der weltweit meistverkaufte Transporter im Segment der leichten Nutzfahrzeuge. In Deutschland stand er stets etwas im Schatten des VW Bulli, international, speziell in Großbritannien, verkörperte er über Generationen den typischen Lieferwagen. Die vorgestellte Elektrovariante hat bereits in der Basisausführung 135 kW (184 PS). Die performantere Version startet mit 198 kW (269 PS) durch. Der E-Transit ist damit der stärkste seiner Klasse. Vergleichbare Elektromodelle wie der Mercedes Sprinter und der Fiat Ducato bleiben mit einer Leistung von 85 kW beziehungsweise 90 kW weit zurück.

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Ford E-Transit: Großzügige Serienausstattung

Bis zu 130 km/h soll der E-Transit schaffen – ausprobiert haben wir das im dichten Stadtverkehr von Barcelona naturgemäß nicht. Ebenso wenig ließ sich demzufolge auch die angegebene Reichweite von 317 Kilometern verifizieren. Mit einer Ladekapazität von 115 kW gehört der E-Transit zwar nicht zu den Highspeedladern, von 15 auf 80 Prozent in 34 Minuten allerdings stellen eine durchaus alltagstaugliche Ladeperformance da.

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Was die Fahreigenschaften anbelangt: Der E-Transit liegt wie ein Pkw in der Hand des Fahrers und auf der Straße. Das liegt auch an der großzügigen Serienausstattung, die Pkw-Features wie Fahrspur-, Notbrems-, und Scheinwerferassistent an Bord hat. Auch ein – für einen Kastenwagen sehr sinnvoller – Seitenwindassistent ist mit dabei. Gegen Aufpreis gibt es zusätzlich Tempomat mit Verkehrsschilderkennung, Regensensor, Parkpilot und Toterwinkelassistent dazu. Beim Manövrieren assistiert die 360-Grad-Kamera, die im Display die Fahrzeugumgebung zeigt.

In der Mitte des Cockpits prangt ein 12,0 Zoll-Display inklusive Ford Sync 4 Kommunikationssystem – permanente Onlinefunktion des Fahrzeugs inklusive – und hier kommt Ford Pro ins Spiel und macht aus einem E-Transit den Teamplayer und aus weiteren die Mannschaft. Sowohl entscheidende Ford-Pro-Informationen wandern zwischen Fahrzeug und Zentrale hin und her als auch Softwareupdates, die OTA (over the air) versandt werden. Aber was ist Ford Pro genau, was macht das Konzept bislang einzigartig auf dem Nutzfahrzeugemarkt?

Ford Pro: Der Großteil ist unsichtbar

Ford Pro will und soll als ganzheitliche Servicelösung für Unternehmensfuhrparks beliebiger Größe funktionieren. Zudem sollen Unternehmen beim Umstieg auf reine E-Flotten unterstützt werden. Der Service ist breit gefächert und umfasst etwa 200 Umrüster, die die Standardfahrzeuge nach kundenspezifischen Wünschen umbauen können (Kühlfahrzeuge, Regallösungen etc.). Auch individuelle Ladelösungen von großflächigen Ladeanlagen über die individuelle Wallbox zu Hause – etwa für Handwerker, die ihr Fahrzeug abends mit nach Hause nehmen, sind Teil von Ford Pro. Ein eigenes Ladeabo ist im ersten Jahr für alle E-Transit-Käufer und -Käuferinnen frei.

Aufgeräumter Arbeitsplatz: Blick ins Cockpit des Ford E-Transit.

Aufgeräumter Arbeitsplatz: Blick ins Cockpit des Ford E-Transit.

Der Großteil von Ford Pro hingegen ist unsichtbar. So checkt die Software „Ford Liive“ in Echtzeit Fahrzeugdaten und stellt beispielsweise fest, ob es irgendeinen Reparaturbedarf gibt. Wenn ja, wird eine Fehlerdiagnose bestellt, es wird ein Werkstatttermin vereinbart und gegebenenfalls werden auch passende Ersatzteile bestellt. „Ford Liive“ scannt den gesamten Fuhrpark und soll so Fahrzeugauszeiten minimieren und steuern.

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Nach Fords Angaben sind derzeit in Europa bereits mehr als 620.000 Ford-Nutzfahrzeuge mit „Ford Liive“ vernetzt. Dadurch hätten die europäischen Nutzerinnen und Nutzer von 125.000 zusätzlichen Betriebstagen ihrer Fahrzeuge profitiert. Zusammen mit der Telematics-Software, die live Standort und Reichweite, einen zu geringen Ladezustand der Batterie, aber auch Geschwindigkeit des Fahrzeugs vermeldet, lässt sich der Istzustand der Fahrzeugflotte jederzeit kontrollieren. Mit einem Plug-in-Gerät lassen sich die „Ford Pro Telematics“-Funktionen auch in Fahrzeugen anderer Hersteller nutzen. Und für kleine Unternehmen oder Einmannbetriebe gibt es eine Fordpass Pro-Smartphone-App, die das Fahrzeugmanagement übernimmt.

Ford Pro treibt den Preis nach oben

In der Demonstration vor Ort in Barcelona funktionierte das mit der Kontrolle des Fahrzeugzustands beinahe schon zu gut. Ein Dienstwagen der Ford-Pressekollegen, noch einer mit Verbrennungsmotor, in Barcelona war ausgefallen. Der Grund – natürlich menschliches Versagen. Der oder die Fahrer oder Fahrerinnen hatten mehrfach Hinweise zum Nachfüllen von Öl und Kühlwasser ignoriert. Kurz vor einem zu erwartenden Motorschaden zog das System den Wagen aus dem Verkehr. Und dass der RND-Tester mit seinem E-Transit ordentlich zu zügig in einer Tempo-30-Zone (zum Glück innerhalb eines Industriegebiets und nicht in Schulnähe) unterwegs gewesen war, ließ sich in unserem individuellen Fahrprotokoll, das zentral erfasst wurde, sekundengenau nachlesen.

Weitere Elemente von Ford Pro sind die Einzelfahrzeug- oder Flottenfinanzierung, ein Netz von Werkstatt- und Servicefahrzeugen – das Angebot wird gerade in Deutschland eingeführt. Europaweit stehen zudem 800 spezialisierte Ford-Transit-Center zur Verfügung.

Ford Pro scheint ein wirklich nachhaltiges und ganzheitliches Konzept für das Nutzfahrzeugmanagement von morgen zu sein – wenn da nicht dieser eine Pferdefuß wäre: Mit dem Trendausstattungspaket kommt unser Testwagen in Deutschland auf einen Preis von 72.405,55 Euro. Das ist viel Geld für einen Kastenwagen – Förderung hin oder her. Der E-Transit, der im Ford Otosan-Werk im türkischen Kocaeli gebaut wird, ist ab jetzt zu haben. 2023 folgt dann sein kleinerer Bruder, der E-Transit Custom. Die E-Mannschaft bei Fords Nutzfahrzeugen – sie wächst.

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