Bereits über 800 Fälle weltweit gemeldet

Affenpocken: WHO vermutet Umweltfaktoren hinter der Ausbreitung

Der Klimawandel könnte die Übertragung von Krankheiten wie dem Affenpocken-Virus begünstigen.

Der Klimawandel könnte die Übertragung von Krankheiten wie dem Affenpocken-Virus begünstigen.

Genf. Steigender Druck auf Ökosysteme könnte aus Sicht eines UN-Experten zu Affenpocken-Infektionen bei Menschen führen. Bedrohte Lebensräume und der Klimawandel würden Bewegungsradien von Tieren verändern und das Überspringen des Virus auf Menschen begünstigen, sagte Mike Ryan von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf.

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Hygienemaßnahmen sollen Weiterverbreitung stoppen

„Wir wissen nicht, ob es schon zu spät ist, um es ganz einzudämmen“, sagte WHO-Pockenexpertin Rosamund Lewis über das Virus. Sie zeigte sich jedoch optimistisch, dass die Weiterverbreitung mit herkömmlichen Hygienemaßnahmen bekämpft werden kann.

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In den vergangenen Wochen sind der UN-Organisation zufolge weltweit mehr als 807 Fälle von Affenpocken in 36 bislang kaum betroffenen Ländern nachgewiesen worden (Stand: 3. Juni). Die Zahlen beinhalten keine aktuellen Infektionen in mehreren afrikanischen Ländern, in denen die Viruserkrankung schon in der Vergangenheit immer wieder aufgetreten war.

Infektionen scheinen von Mensch zu Mensch übertragen worden sein

„Wir haben es mit einer ziemlich instabilen Schnittstelle zwischen Tier und Mensch zu tun“, sagte Ryan in einer Pressekonferenz. Auch bei anderen Krankheiten tierischen Ursprungs seien Anstiege zu beobachten - etwa beim Lassafieber oder bei Ebola.

Als Träger des Affenpocken-Virus gelten etwa verschiedene Nagetiere und Primaten. Die neuen Infektionen, die vor allem aus westlichen Ländern gemeldet werden, scheinen jedoch von Mensch zu Mensch übertragen worden zu sein.

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RND/dpa

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