Corona-Impfstoff von Curevac: EMA startet Schnell-Prüfverfahren

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac gestartet.

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac gestartet.

Amsterdam. Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac gestartet. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird nach Angaben der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt.

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„Wir sind überzeugt, dass unsere mRNA-Technologie zur Bekämpfung des weltweiten Gesundheitsnotstands, den Covid-19 verursacht, beitragen kann“, wird zudem Lidia Oostvogelson, Regionalchefin von CureVac, in einer Pressemitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit mit der EMA in dem Zulassungsverfahren ist ein entscheidender Schritt, um den zahlreichen Menschen, die vor dieser tödlichen Krankheit geschützt werden müssen, den potenziellen Zugang zu unserem Impfstoff zu ermöglichen.“

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Die Behörde bewertet die Daten nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren. Dabei werden Daten und Ergebnisse laufend geprüft, auch wenn die Testreihen noch nicht abgeschlossen sind und auch kein Antrag auf Zulassung in der EU gestellt wurde. Das beschleunigte Verfahren sei schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, wie die EMA mitteilte. Wie lange die Prüfung dauern wird, ist noch unklar.

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Noch kein Antrag auf Zulassung

Sobald genug Beweise für die ausreichende Wirksamkeit des Impfstoffes vorliegen, kann der Hersteller die Marktzulassung in der EU beantragen. Die Experten der EMA geben dazu eine Empfehlung ab. Formal entscheidet dann die EU-Kommission. Zurzeit laufen zwei weitere Prüfverfahren von Impfstoffen. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe zugelassen – von Biontech/ Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

Bei dem Vakzin von Curevac handelt es sich, wie auch bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna, um einen mRNA-basierten Impfstoff. Dieser befindet sich momentan in einem fortgeschrittenen Stadium der wichtigen klinischen Studien.

Wie wirkt der Curevac-Impfstoff?

Das Pharmaunternehmen erklärt, dass das Sars-CoV-2-Virus Proteine auf seiner äußeren Oberfläche, sogenannte Spike-Proteine verwende, um in die Körperzellen eindringen und Covid-19 verursachen zu können. Der Impfstoff CVnCoV enthalte ein Molekül namens Messenger-RNA (mRNA), das wiederum Anweisungen zur Herstellung des Spike-Proteins enthalte: „Die mRNA ist in winzigen Fettpartikeln (Lipiden) enthalten, die verhindern, dass sie zu schnell abgebaut wird.“

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Wenn eine Person den Impfstoff verabreicht bekomme, lesen einige ihrer Zellen die mRNA-Anweisungen und produzieren vorübergehend das Spike-Protein, heißt es von Cuerac weiter. „Das Immunsystem der Person erkennt dieses Protein dann als fremd und produziert Antikörper und aktiviert T-Zellen (weiße Blutkörperchen) dagegen. Wenn die Person später mit dem Sars-CoV-2-Virus in Kontakt kommt, erkennt ihr Immunsystem das Protein und ist bereit, den Körper gegen das Virus zu verteidigen.“ Die mRNA aus dem Impfstoff verbleibe nicht im Körper, sondern werde kurz nach der Impfung abgebaut.

RND/dpa/ame

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