Nachhaltiges Periodenprodukt

„Öko-Test“: Die meisten Menstruationstassen sind schadstofffrei

Menstruationstassen kommen in verschiedenen Farben und Formen daher. Die meisten von ihnen enthalten laut „Öko-Test“ keine schädlichen Stoffe.

Menstruationstassen kommen in verschiedenen Farben und Formen daher. Die meisten von ihnen enthalten laut „Öko-Test“ keine schädlichen Stoffe.

Frankfurt/Main. Während ein Tampon nach der Benutzung im Müll landet, lässt sich eine Menstruationstasse über Jahre nutzen. Die Tassen bestehen meist aus Silikon oder thermoplastischem Elastomer (TPE). Angst, sich so Schadstoffe in den Körper zu holen, muss man in aller Regel nicht haben, so das Fazit der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 4/2022).

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Menstruationstassen müssen nicht teuer sein

Von 20 getesteten Menstruationstassen wurden 16 mit der Note sehr gut bewertet. Sie enthalten demnach keine flüchtigen Bestandteile und auch keine Silikonbausteine – also Stoffe, die im Verdacht stehen, sich im Körper anzureichern.

So schneidet etwa die Divine Menstruationstasse Soft, spring symphony, in der Größe Small von Divine Vertrieb für 21,95 Euro „sehr gut“ ab. Das Produkt ist aus medizinischem Silikon gefertigt und enthält keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe oder andere Mängel. Es geht aber auch deutlich günstiger: die Duchesse Menstruationstasse in der Größe S aus dem Müller Drogeriemarkt schneidet ebenfalls „sehr gut“ ab, kostet dabei aber nur 8,95 Euro.

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Flüchtige Bestandteile bei drei Produkten

Wer keine Menstruationstasse aus Silikon nutzen möchte, könnte laut Öko-Test auch auf die Masmi Organic Care Menstrual Cup, pink in der Größe S ausweichen. Das Produkt des Anbieters Cotton High Tech ist aus Thermoplastischem Elastomer (TPE) gefertigt, kostet 19,99 Euro und schneidet im Test ebenfalls „sehr gut“ ab.

Drei der getesteten Produkte aus Silikon enthalten flüchtige Bestandteile – diese Menstruationstassen haben daher auch nur mit „ausreichend“ abgeschnitten. Dazu gehört etwa die Queen Cup Menstruationstasse in der Größe S von Queen Cup für 14,90 Euro.

Gründliche Hygiene beugt Infektionen vor

Wichtig: Auch wenn die Tasse an sich keine bedenklichen Stoffe abgibt, kann sie unerwünschte Folgen haben. Und zwar dann, wenn man die Tasse nicht regelmäßig auskocht oder sich vor und nach der Benutzung nicht die Hände wäscht. Dann kann es zu Infektionen kommen, die im schlechtesten Fall zum toxischen Schocksyndrom (TSS) führen. Nicht alle Hersteller weisen darauf ausreichend hin, bemängeln die Öko-Tester.

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Auch die Stabilität des Materials wurde von „Öko-Test“ überprüft. Denn der Griff der Tasse ist beim Entfernen einer gewissen Zugkraft ausgesetzt. Auch in diesem Punkt schneiden laut den Testern fast alle Tassen gut ab. Menstruationstassen werden in Drogeriemärkten, in Onlineshops und Apotheken verkauft. Das günstigste Produkt, das von „Öko-Test“ geprüft wurde, kostete knapp neun Euro, das teuerste lag bei rund 30 Euro.

RND/dpa/hb

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