US-Bilanz: Auf eine Million Impfungen kommen 4,5 schwere allergische Reaktionen

Robert Redfield, Direktor der US-Gesundheitsbehörde CDC, spricht im Weißen Haus über das Coronavirus.

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Washington. Die Auswertung von Berichten zu Nebenwirkungen nach der Vergabe von Millionen Corona-Impfungen in den USA hat der Gesundheitsbehörde CDC zufolge das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe weiter gestärkt. Die meisten beschriebenen Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Kopfweh seien bei Impfungen normal, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am Freitag. Diese verschwinden nach ein oder zwei Tagen zudem wieder, wie sie sagte.

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Etwas stärker seien die berichteten Nebenwirkungen nach der zweiten Impfdosis ausgefallen. Ungefähr die Hälfte der Befragten habe sich danach nicht so gut gefühlt, sagte Walensky. „Das sollte Sie nicht davon abhalten, Ihre zweite Dosis zu bekommen.“ Aber man müsse sich nach der Impfung einen Tag etwas zurücknehmen, sagte Walensky. Die Nebenwirkungen entsprächen den Erkenntnissen aus den Studien vor der Notfallzulassung der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

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Das CDC stützt sich für die Auswertung auf Daten aus zwei Quellen. Zum einen beantworteten im Erhebungszeitraum von Mitte Dezember bis Mitte Januar rund 1,6 Millionen Menschen nach der erhaltenen Impfung eine CDC-Umfrage. Insgesamt wurden bis Mitte Januar 13,8 Millionen Dosen verabreicht. Auf einem anderen Weg erhielt das CDC zudem knapp 7000 Berichte zu Nebenwirkungen von Impfungen. 91 Prozent dieser Fälle seien Meldungen milder Nebenwirkungen gewesen, hieß es.

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Wenige schwere Nebenwirkungen

Das CDC erklärte, pro eine Million Impfungen habe es 4,5 Fälle von schweren allergischen Reaktionen (Anaphylaxis) gegeben. Diese konnten behandelt werden. Das entspreche der Häufung bei anderen Impfungen, hieß es. Es habe nach der Impfung 113 Berichte über Todesfälle gegeben, die Impfung werde aber nicht als Ursache angesehen.

Unter den Todesfällen seien 78 Heimbewohner gewesen, von denen wiederum etwa die Hälfte bereits in einem Hospiz betreut worden sei, erklärte das CDC. Die beobachteten Todesfälle entsprächen der statistischen Erwartung für die Altersgruppe, hieß es. Auch bei den 35 Toten, die nicht in Heimen lebten, ergäben die vorhandenen Totenscheine oder Autopsien kein Bild, das „einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung nahelegen könnte“, erklärte das CDC.

In den USA haben seit Mitte Dezember bereits 41 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis bekommen, 16 Millionen haben bereits beide nötigen Dosen bekommen, wie Daten des CDC zeigen.

RND/dpa

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