Abtreibungsdrama „L’événement“ gewinnt Goldenen Löwen beim Filmfest Venedig

Anamaria Vartolomei in „L’événement“.

Anamaria Vartolomei in „L’événement“.

Venedig. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an das Abtreibungsdrama „L’événement“ der französischen Regisseurin Audrey Diwan. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Das Werk erzählt von einer jungen Frau, die Anfang der 1960er-Jahre in Frankreich abtreiben möchte – doch das ist illegal.

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Es ist der sechste Goldene Löwe der Festivalgeschichte, der an das Werk einer Filmemacherin vergeben wird. Auch im Vorjahr gewann eine Frau: Chloé Zhao mit „Nomadland“.

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an „È stata la mano di Dio (Die Hand Gottes)“. Darin erinnert sich der Italiener Paolo Sorrentino an seine Jugend in Neapel.

Die Neuseeländerin Jane Campion, die einst mit „Das Piano“ weltweit Erfolge feierte, nahm für das Brüderdrama „The Power of the Dog“ die Auszeichnung für die beste Regie entgegen.

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Penélope Cruz als beste Schauspielerin geehrt

Als beste Schauspielerin ehrte die Jury die Spanierin Penélope Cruz für „Madres paralelas“. In dem Drama von Pedro Almodóvar spielt die 47-jährige Oscarpreisträgerin eine von zwei Müttern, die ungeplant schwanger werden. „Madres paralelas“ hatte die 78. Filmfestspiele Venedig am 1. September eröffnet. Die Auszeichnung für den besten Schauspieler ging an John Arcilla für das philippinische Korruptionsdrama „On the Job: The Missing 8“ von Erik Matti.

Die US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal gewann für „The Lost Daughter“ die Auszeichnung für das beste Drehbuch. Das Drama ist zugleich auch ihr Regiedebüt. Der italienische Höhlenforscherfilm „Il buco“ von Michelangelo Frammartino wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 21 Werke um die Preise konkurriert. Die Auszeichnungen wurden von einer internationalen Jury verliehen. Ihr Vorsitzender war der südkoreanische Regisseur und Oscargewinner Bong Joon Ho („Parasite“).

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RND/dpa

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