Diesen Oscar-Stars droht Hollywoods Spottpreis

Dem cineastischen Bodensatz droht eine mit goldener Farbe besprühte Plastikhimbeere.

Dem cineastischen Bodensatz droht eine mit goldener Farbe besprühte Plastikhimbeere.

Los Angeles. Am Sonntag findet in Los Angeles die 89. Verleihung der Oscars an die Crème de la Crème Hollywoods statt. Am Abend vor dem „Giving Out of the Little Gold Naked Men“, wie es die Organisatoren der Razzie Awards nennen, wird mittlerweile traditionell der cineastische Bodensatz mit der Goldenen Himbeere bedacht. Angeführt wird die Liste der Nominierten von „Zoolander 2“ (neun Nominierungen), „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (acht Nominierungen) und „Dirty Grandpa“ (sechs Nominierungen).

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Im Rennen um die zweifelhafte Ehre gehen in diesem Jahr auch Filmgrößen an den Start, die bereits einen Oscar im Regal stehen haben und dennoch nicht vor dem filmischen Schuss in den Ofen gefeit sind.

Schlechtester Schauspieler

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ist ohne Frage eine Schauspiellegende. Diesen Status untermauerte er mit zwei Oscars (Beste Nebenrolle in „Der Pate 2“, Beste Hauptrolle in „Wie ein wilder Stier“) und fünf weiteren Nominierungen (Beste Hauptrolle in „Taxi Driver“, „Die durch die Hölle gehen“, „Zeit des Erwachens“ und „Kap der Angst“ sowie Beste Nebenrolle in „Silver Linings“). Doch wer hoch fliegt, kann auch Tief fallen. Mit seiner Rolle im von der Kritik geschmähten „Dirty Grandpa“ landete er in der schauspielerischen Talsohle und damit in greifbarer Nähe zur Goldenen Himbeere.

Ben Affleck konnte in der Rolle des Batman in "Batman v Superman: Dawn of Justice" die Jury offenbar nicht überzeugen. Auch bei den Oscars landete er mit seinen Rollen bisher auf keiner Nominiertenliste. Hinter der Kamera ist er offenbar talentierter: Gemeinsam mit Kollege Matt Damon sackte er für das Drehbuch zu "Good Will Hunting" und seinen Streifen "Argo" jeweils eine der begehrten goldenen Statuen ab.

Schlechteste Schauspielerin

Julia Roberts wurde in „Mother’s Day“ von der Kritik abgewatscht.

Julia Roberts wurde in „Mother’s Day“ von der Kritik abgewatscht.

Auch

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Julia Roberts

ist oscarverwöhnt. Die Schauspielerin sahnte für ihre Hauptrolle in „Erin Brockovich“ den prestigeträchtigen Preis ab und war für die Hauptrollen in „Magnolien aus Stahl“ und „Pretty Woman“ sowie ihre Nebenrolle im Familiendrama „Im August in Osage County“ im Rennen. In „Mother’s Day: Liebe ist kein Kinderspiel“ konnte sie jedoch nicht an alte Erfolge anknüpfen und muss deshalb nun mit der Goldenen Himbeere rechnen.

Naomi Watts hat sich im vergangenen Jahr gleich zwei schauspielerische Fehltritte geleistet. Ihre Darbietungen im Young-Adult-Blockbuster "Die Bestimmung – Allegiant" und dem Thriller "Shut In" gehören nach Meinung der Jury nicht zu den Glanzleistungen der Britin, die für ihre Hauptrollen in "21 Gramm" und "The Impossible – Nichts ist stärker als der Wille zu überleben" bereits im Rennen um den Oscar mitmischte.

Schlechteste Nebendarstellerin

Kate Hudson zeigte sich in „Mother’s Day“ nicht von ihrer besten Seite.

Kate Hudson zeigte sich in „Mother’s Day“ nicht von ihrer besten Seite.

Goldie Hawns Tochter

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Kate Hudson

überzeugte vor mehr als 15 Jahren als Groupie im Coming-of-Age-Drama „Almost Famous“. Die Academy nominierte sie dafür in der Kategorie der besten Nebendarstellerin. Bis heute konnte die Schauspielerin jedoch nicht an alte Erfolge anknüpfen und fuhr gemeinsam mit Julia Roberts in „Mother’s Day: Liebe ist kein Kinderspiel“ vor die Wand. Dafür droht ihr jetzt die Goldene Himbeere.

Kristen Wiig gehört zu den lustigsten Frauen im Filmgeschäft. Für ihre Mitarbeit am Drehbuch des Überraschungshits "Brautalarm" heimste sie eine Oscar-Nominierung ein. Weniger überzeugend präsentierte sie sich im vergangenen Jahr vor der Kamera, floppte mit "Zoolander 2" und muss sich nun mit Kate Hudson in die Riege der schlechtesten Nebendarstellerinen einreihen.

Schlechtester Nebendarsteller

Nicolas Cages beste Zeiten liegen hinter ihm. Für seine Rolle in „Snowden“ droht ihm jetzt die Goldene Himbeere.

Nicolas Cages beste Zeiten liegen hinter ihm. Für seine Rolle in „Snowden“ droht ihm jetzt die Goldene Himbeere.

Als regelrechtes Sammelbecken für profilierte Stars hat sich in diesem Jahr die Kategorie „Schlechtester Nebendarsteller“ hervorgetan.

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Nicolas Cage

(oscarprämiert als Hauptdarsteller in „Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod“ und nominiert für seine Leistung in „Adaption: Der Orchideen-Dieb“) steht für seine Rolle in „Snowden“ am Himbeere-Pranger.

Dort gesellt er sich zu Johnny Depp (oscarnominiert für seine Hauptrollen in "Fluch der Karibik", "Wenn Träume fliegen lernen" und "Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street"), der in "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" als verrückter Hutmacher nicht überzeugen konnte.

Mit wenig Rum bekleckerte sich auch Jesse Eisenberg als Bösewicht Lex Luthor in kläglichen "Batman v Superman: Dawn of Justice". Dass er eigentlich auch anders kann, zeigte er mit seinem oscarnominierten Porträt von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in "The Social Network".

Vor drei Jahren durfte sich Jared Leto als Nebendarsteller im preisgekrönten Drama "Dallas Buyers Club" den Oscar ins heimische Regal stellen. Jetzt könnte es passieren, dass sich aufgrund seines Jokers in "Suicide Squad" die weniger ruhmreiche Goldene Himbeere dazugesellt.

Owen Wilson ist nicht unbedingt dafür bekannt, besonders tiefgründige Rollen zu spielen. Auch sein Part in "Zoolander 2" ändert daran nichts. Für sein Schreibtalent kam er dem Oscar jedoch schon einmal zum Greifen nahe und wurde für das Drehbuch zu "The Royal Tenenbaums" nominiert.

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Schlechtestes Drehbuch

wird es sich in Zukunft vermutlich ganz genau überlegen, ob er noch mal an einem Blockbuster mitschreibt. Während sein Drehbuchadaption für „Argo“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, gelten seine Zeilen von „Batman v Superman: Dawn of Justice“ unter Kritikern als inkohärentes Machwerk.

Die Goldenen Himbeeren werden am Sonnabend verliehen. Alle Nominierten sind auf der Website der Organisatoren zu finden.

Von André Pitz/RND

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