Jazz-Papst Michael Naura gestorben

Michael Naura mit Weltstar Lionel Hampton in New York. Bild aus dem Film „Sing, Sing, Sing“ von Manfred Waffender.

Michael Naura mit Weltstar Lionel Hampton in New York. Bild aus dem Film „Sing, Sing, Sing“ von Manfred Waffender.

Hamburg. „Michael Naura war brillant. Von vielen als Jazz-Papst verehrt, hat Michael Naura im NDR unüberhörbare Akzente gesetzt“, sagte NDR- Intendant Lutz Marmor. „Er verantwortete die legendären NDR Jazz-Workshops, kämpfte unermüdlich für 'seine' Musik und jazzte selbst am Klavier. Mit seinem Tod verliert der deutsche Jazz eines seiner Urgesteine.“

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Michael Naura wurde 1934 in Klaipeda (früher: Memel) geboren. Seine Muttersprache war Litauisch. Im Alter von sechs Jahren kam er nach Berlin. Nach dem Abitur studierte er Soziologie und Philosophie an der FU Berlin und an der Meisterschule für Grafik und Buchgewerbe. Das Klavierspiel erlernte er autodidaktisch. Naura spielte seit 1953 mit dem Vibraphonisten Wolfgang Schlüter in verschiedenen Jazz-Ensembles.

Dem NDR war er als Mitarbeiter seit 1964 verbunden. Seit 1966 arbeitete er mit dem Dichter Peter Rühmkorf zusammen („Jazz & Lyrik“). Fast drei Jahrzehnte lang, von 1971 bis 1999, leitete Naura die Jazzredaktion des NDR. Er veröffentlichte zahlreiche Platten und war ein gefragter Rezensent der großen deutschen Feuilletons.

Von RND/dpa

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