„Maus“-Übersetzerin Christine Brinck: „Das sind keine Holocaust­leugner“

Die Geschichte des größten Menschheitsverbrechens: Art Spiegelman zeichnet sich selbst mit Mausmaske, als er versucht, das Leben seiner Eltern nachzufühlen. Ein School Board in Tennessee nahm das Buch vom Lehrplan – was in Amerika zu heftigen Reaktionen führte.

Die Geschichte des größten Menschheitsverbrechens: Art Spiegelman zeichnet sich selbst mit Mausmaske, als er versucht, das Leben seiner Eltern nachzufühlen. Ein School Board in Tennessee nahm das Buch vom Lehrplan – was in Amerika zu heftigen Reaktionen führte.

Frau Brinck, Nacktheit ist einer der Gründe, weshalb „Maus“ jetzt vom Lehrplan der Mittelstufe im McMinn County von Tennessee genommen wurde. Es dauert eine Weile, bis man auf den 300 Seiten der Graphic Novel von Art Spiegelman nackte Menschen findet. Einmal sind es männliche Häftlinge in Auschwitz, die auf zwei Panels ohne Bekleidung zu sehen sind. Und dann, darauf beziehen sich die Mitglieder dieses School Boards, gibt es noch ganz winzig – in einem Comic im Comic – das Bild einer toten nackten Frau in einer Badewanne.

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Das ist in „Gefangener aus dem Höllenplaneten“, einem viel älteren Comic Art Spiegelmans von 1977, den er in „Maus“ einarbeitete. Dargestellt ist der Selbstmord seiner Mutter im Jahre 1968. Wer sich in der Badewanne die Pulsadern aufschneidet, ist meist nicht bekleidet. Auch kann man ein wenig Busen erkennen, wenn man sehr genau hinschaut. Darin Pornografie zu erkennen bedarf schon einer sehr speziellen Sichtweise.

Wenn man die Vorwürfe sieht, die dem Buch gemacht werden, und die Unerheblichkeit der Fundstellen, kann man da Böswilligkeit verorten, den Anfang einer Art amerikanischen Buchverfemung?

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Es geht hier nicht um Bücherverbrennung, auch nicht um das Verbot von „Maus“. Das School Board, eine Art Schulbeirat, hat ausdrücklich gesagt, es will nicht die Unterweisung zum Holocaust abschaffen, sondern eben nur die Unterweisung mithilfe von „Maus“. Man muss dazu wissen, dass derlei Schulbeiräte nahezu basisdemokratisch handeln. Da sitzen brave, rechtschaffene Leute , die sich für die Schule in ihrem Bezirk engagieren. Das sind lokale Gremien, provinziell und auch ein bisschen ahnungslos. Die beschließen dann Dinge, die wir hinterwäldlerisch finden. So wurde ja auch von anderen School Boards vor ein paar Jahren die Schöpfungsgeschichte gleichberechtigt neben die Evolutionstheorie gestellt. Die Macht der Schulbezirke kennen wir in Deutschland nicht. Wir sind zwar föderal organisiert, aber Fürstenfeldbruck oder Hildesheim können nicht einfach das Curriculum bestimmen oder verändern. Die Boards bewirken im lokalen Raum durch ihr Engagement viel Gutes, aber eben auch Fragwürdiges – wie die Entscheidung zu „Maus“.

Christine Brinck hat Art Spiegelmans Graphic-Novel-Klassiker „Maus“ ins Deutsche übersetzt

Christine Brinck hat Art Spiegelmans Graphic-Novel-Klassiker „Maus“ ins Deutsche übersetzt

Und es wird ein Buch verboten.

McMinn County ist ein ländlicher Bezirk. Da ist man nicht hip und sophisticated. Die Agenda der Beirats­mitglieder ist eher von Sauberkeit und Schlichtheit geprägt. Es sind in „Maus“ ja Aufgehängte zu sehen, ein Selbstmord gar. So etwas will man den 14-Jährigen nicht zumuten. Dass der Holocaust leider weder sauber noch schlicht war, sondern Mord und Totschlag herrschten, Gewalt und keinerlei Moral oder Recht das Leben und vor allem Sterben der Opfer bestimmten, hat die Vorstellung der braven Leute in McMinn County offenbar noch nicht erreicht. Den Horror hat Spiegelman mit seinen anthropomorphen Figuren – Mäusen, Katzen, Schweinen – verfremdet. Doch ist diese Geschichte eines Überlebenden von unglaublicher historischer Genauigkeit, nur eben in Comicform. Die Frage der Beiräte lautete indes: „Müssen unsere Kinder das sehen?“ Ganz so, als wäre in ihre heile Welt plötzlich abgebildete Gewalt eingedrungen. Die Kinder, die sie zu schützen vorgeben, sind freilich in den Medien dauernd irgendwelchen Bildern von Gewalt ausgeliefert: Schulschießereien, Erstürmung von Synagogen oder Kirchen, Enthauptungen durch IS-Leute oder Terrorattacken in New York oder Paris.

Ist hier ein „Wehret den Anfängen“ angebracht?

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Das ist auch geschehen. Es hat sich niemand gefunden, der schrieb oder sagte: „Wurde auch Zeit!“ Bei uns kam das Verbot mit einiger Verzögerung an. In Amerika haben die großen und kleinen Zeitungen sofort reagiert. Ein Tsunami an Nachrichten und Kommentaren brauste durchs Land. „Wall Street Journal“, „New York Times“, Podcasts aller Art beschäftigten sich ausführlich mit dem Verbot und mit „Maus“ an sich. Da wurde nichts unter den Teppich gekehrt, obwohl es nur in einem kleinen Bezirk in Tennessee passiert war.

Hatten Sie das Gefühl, bei der Entscheidung in Tennessee war auch Antisemitismus im Spiel?

Das sind keine rabiaten Antisemiten oder Holocaustleugner. Sie wollen den Holocaust nicht aus dem Unterricht der Mittelstufe fernhalten, sie wollen nur in aller Ahnungslosigkeit, dass das ohne erschütternde Bilder passiert. Nun wissen wir alle, dass Holocaust ohne Gewalt und Bilder von Gewalt, ohne Gehenkte und Nackte und Leichenberge nicht zu haben ist. Die Schulbeiräte verhalten sich wie die sogenannten „snowflakes“, Schneeflocken, also Leute, die bei der Begegnung mit Unerfreulichem oder Verstörendem vor Kummer und Schmerz zu schmelzen beginnen. Diese Spielart der Überempfindlichkeit ist von den Universi­täten ins Leben übergeschwappt. In der Uni müssen literarische Werke mit „trigger warnings“ versehen werden, damit die Schneeflocken nicht zum Schmelzen kommen, wenn sie Ehebruch, Vergewaltigung, Betrug, Gewalt et cetera in den Werken unvorbereitet antreffen. In „Maus“ werden die 14-Jährigen aus der Sicht des School Boards mit Bildern konfrontiert, die sie traumatisieren könnten. Dass die 14- bis 15-jährigen Schüler Raptexte hören, die hammerharte Gewalt transportieren oder im Internet Pornografie anschauen, ist diesen wohlmeinenden Beiräten offenbar nicht bekannt.

Immerhin ist „Maus“ in Amerika schon lange Teil des Lehrplans. Bei uns nicht. Warum nicht?

Ich weiß es nicht. Ich dachte immer, wenn man bei uns im Unterricht der achten oder neunten Klasse die Schoah behandelt, wäre „Maus“ das beste Lehrmaterial – natürlich nicht unbegleitet, denn ein Kinderbuch ist es nicht. Obwohl es ja erst mal so verstanden wurde. Als „Maus“ 1989 herauskam wurde es in der „Zeit“ in der Abteilung Kinder- und Jugendbücher rezensiert. Für die Damaligen war klar, ein Comic ist Kinderkram, der gehört nicht auf die „echten“ Literaturseiten. Da es um Auschwitz ging und Spiegelman für seine Arbeit sogar den Pulitzerpreis bekommen hatte, konnte man es nicht ignorieren. Auf der Kinderseite war es aus dieser Sicht gut aufgehoben. Henryk Broder durfte es besprechen, auch er das Kind von Überlebenden. Dass Maus damals nicht ins Curriculum aufgenommen wurde, ist verständlich. In den Schulbehörden und Curriculums­kommissionen saßen ältere Leute, die Comics nicht ernst nahmen. Seit geraumer Zeit sind nun aber Graphic Novels nicht nur beliebt, sondern als bedeutende literarische Form anerkannt. Umso unverständlicher bleibt, dass „Maus“ immer noch nicht im deutschen Schulalltag angekommen ist. Es könnte bei den Kindern vermutlich das Desinteresse, das heute oft zum Thema beobachtet wird, in Neugierde verwandeln. Es ist die Geschichte eines Überlebenden, nicht die von sechs Millionen. Es könnte bei Schülern eine ähnliche Wirkung haben wie die amerikanische Serie „Holocaust“ aus den späten Siebzigern. Das Schicksal einer Familie machte damals für viele den Judenmord an sechs Millionen überhaupt erst fassbar.

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Ein todernstes Buch wurde nicht ernst genommen?

1989 wurden Comics mit „Micky Maus“ oder „Fix und Foxi“ assoziiert. Auch war man damals der Meinung, dass man das Thema Holocaust nicht in die Form eines Comics gießen dürfe. Heute indes werden Graphic Novels in Seminaren gelehrt und angehende Lehrer lernen, richtig damit umzugehen. Wäre ich Lehrer, ich würde die Unterrichtseinheit mit „Maus“ und der „Holocaust“-Serie anfüllen. Gut begleitet werden die Schüler da mehr begreifen, als das mit drögen Geschichtsbüchern häufig der Fall ist.

Und vielleicht noch mit Claude Lanzmanns Doku „Shoah“.

Ja, dann noch Claude Lanzmann. Alles immer wieder besprechen und dann die Schüler ihre Eindrücke, Erschütterungen Überraschungen, Schmerzen aufschreiben lassen. Die werden dann nicht be-, sondern ausgewertet, gemeinsam. Da bleibt bei den Schülern mehr hängen als mit all den Datenbergen, die zum Holocaust existieren.

„Maus“ wäre als Unterrichtsmaterial auch ideal, weil man daraus so viel mehr erfahren kann als nur über Verfolgung und Ermordung der Juden Europas – nämlich wie ganz normal und in vielerlei Hinsicht gleich dem eigenen das jüdische Leben vor der Schoah war und wie der Genozid die Überlebenden und auch ihre Nachkommen wie Art Spiegelman quälte.

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Ich kenne einige Survivor/Überlebende und auch deren Kinder. Es ist ja nicht so, dass die Nachkommen sagen können, den Eltern ging es schlecht, und mir geht es jetzt gut. Es geht den Kindern überhaupt nicht gut. Spiegelman dachte als Kind, dass alle Eltern nachts schreien. Seine wurden von Albträumen verfolgt. Er kannte nichts anderes. Die Kinder der Überlebenden, auch deren Kinder sind auf andere Weise durch die Schoah beschädigt. Das ist längst erforscht. Darum ist der Gedanke, „endlich einen Schlussstrich“ zu ziehen, auch so unsinnig. Der Schmerz, der Verlust, die Angst wirken weiter und weiter.

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Die Befreiung am Ende des Krieges war keine. Dieses schlimme Echo des Schlimmen erklingen zu lassen – etwa im Tod von Art Spiegelmans Mutter – ist eine gewaltige Stärke des Buchs „Maus“.

Die Überlebenden waren aus den KZs befreit, aber die Traumata waren ja nicht weg. Warum haben sich so viele von ihnen umgebracht? Weil sie das „normale“ Leben nach der Schoah nicht ausgehalten haben. Von Primo Levi oder Paul Celan wissen wir es. Von Frau Spiegelman erfahren wir es zufällig, weil ihr Sohn es uns erzählt. Wir wissen nicht, wie viele Namenlose es nicht ausgehalten haben, mit den Erinnerungen an ihre Leidenszeit zu leben. Sie hatten alle gebrochene Herzen.

Umso unbegreiflicher, dass der Antisemitismus offenbar trotzdem nicht verschwunden ist.

Er verschwindet nicht. Eine Studentin erzählte mir unlängst wie sie als 12-Jährige in einem bayerischen Dorf so sehr gemobbt wurde, dass sie nicht mehr essen und schlafen konnte. Sie wechselte auf ein Internat. „Ihr klaut uns unsere Jobs. Ihr seid reich. Ihr seid Geizhälse. Und außerdem habt ihr Jesus ans Kreuz geschlagen“, waren die Vorwürfe der Klassenkameraden. Der Strom der Beleidigungen reißt nicht ab. Viele jüdische Schulkinder berichten von derlei Ausfällen. Übrigens verlassen dann zumeist die Gemobbten die Schule, die Mobber dürfen bleiben.

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Wie würden Sie die Situation 2022 in Deutschland sehen?

An dem Sockel der wirklichen Antisemiten von etwa 20 Prozent ändert sich seit Jahrzehnten nichts. Die alten Vorurteile bleiben bestehen, dazu muss man keinen einzigen Juden kennen, an dem man alle schlechten Eigenschaften festmachen könnte. Wenn man ungestraft einen anderen „Saujude“ nennen kann, wenn auf dem Schulhof das Wort „Jude“ ein gängiges Schimpfwort ist, während das N-Wort nicht einmal gedacht werden darf, wie sollen da antijüdische Gefühle oder Gedanken verschwinden?

Wobei Antisemitismus qualitativ immer schon eine extreme Form der Feindseligkeit darstellte.

Es gibt keine andere Gruppe, die über die Jahrtausende so mit Auslöschungsfantasien bedacht wurde. Juden wünscht man zum Teufel. Im Grunde ist nur ein toter Jude ein guter Jude – und dann kann man sich mit ihm schmücken: Ist Albert Einstein nicht toll? Saul Bellow, Heinrich Heine, Paul Ehrlich und alle Nobelpreisträger … alle großartig.

Wie ging es Ihnen damals bei der Übersetzungsarbeit an „Maus“?

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Ich habe manchmal zwei, drei Tage nicht übersetzt. Ich habe dann gesagt: „Ich mache Ferien vom Holocaust.“ Das war anstrengend, sehr, sehr anstrengend.

War die Übertragung ins Deutsche schwierig?

Manche sagten, das sind ja nur Sprechblasen, doch die deutsche Sprache ist länger, und die Blasen haben aber nur so viel Platz, die sind nicht zu vergrößern. Jiddisch kennt kein Imperfekt. „Ich war dort“ heißt dann „ich bin gewesen dort“. Ich kannte Menschen, die so sprachen, man braucht ein Gefühl für den Klang des gebrochenen Englisch, das Wladek, Spiegelmans Vater, spricht. Wladek jüdelt nicht, das wäre ganz falsch, er spricht ein jiddisch gefärbtes Englisch – auch grammatikalisch. Das musste man auf Deutsch nachmachen. Schwierig war, dass eigentlich drei Sprachen gesprochen werden. Wladek Spiegelman redet gebrochenes Englisch, reines Jiddisch und manchmal Polnisch. Art Spiegelman redet nur reines Englisch. Beim Übersetzen musste man immerzu aufpassen, dass in der Blase auch die richtige Sprache stand.

Wie stand Art Spiegelman zu einer Übersetzung von „Maus“ ins Deutsche?

Als Michael Naumann, damals der Verleger von Rowohlt, mir die Übersetzung anbot, hatte Spiegelman schon zwei Übersetzungen abgelehnt. Spiegelman kann gar kein Deutsch, aber er hatte in New York Leute um sich. die es konnten und denen er vertraute. Die sagten: „Es klingt nicht richtig.“ Ich habe dann um Einsicht in die abgelehnten Übersetzungen gebeten. Sollte ich dieselben Fehler machen, bräuchte ich ja gar nicht erst anfangen. Was ich dann zu lesen bekam, war Türkendeutsch oder das, was der Übersetzer dafür hielt. Das war unmöglich und klang in der Tat nur falsch.

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Haben Sie mit Josef Joffe wechselseitig übersetzt?

Ich habe durchübersetzt und bei allen Zweifeln oder Unklarheiten Lücken gelassen. Josef Joffe kannte einige Jiddisch-Muttersprachler, er hatte die Satzmelodie drauf. Deshalb habe ich ihn ins Boot geholt. Vor allem für all die jiddisch-englischen Blasen, die zu jiddisch-deutschen werden mussten. Da kann man leicht etwas falsch machen. Wir haben oft zusammengesessen und hin und her überlegt, auch weil es ja von der Anzahl der Buchstaben immer passen musste. Vor allem musste es den richtigen, den überzeugenden Klang behalten. Das Umschalten zwischen den verschiedenen Sprachen: gebrochenes Englisch, reines Englisch, reines Polnisch, reines Jiddisch – das war die eigentliche Konzentrationsaufgabe.

Und wie fand Art Spiegelman das Ergebnis?

Die Leute, die ihm zu- oder abrieten, waren sehr zufrieden. Und er war es auch. Wir sind bis heute in Kontakt. Wenn ich in Amerika bin, besuche ich ihn, wenn ich ihm schreibe, schreibt er gleich zurück. Im Moment bittet er allerdings um nicht so lange Mails – denn sein „Briefkasten“ quillt über.

Christine Brinck ist Journalistin und Autorin, die ihre Texte - vornehmlich zu den Themen Bildung und Gesellschaft – in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ sowie in der „Süddeutschen Zeitung“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dem „Tagesspiegel“ und anderen Zeitungen veröffentlicht. Brinck hat außer „Maus“ noch weitere Arbeiten von Art Spiegelman ins Deutsche übersetzt, so dessen sehr persönliche Geschichte zum elften September – „Im Schatten keiner Türme“ (Fischer, 2019, 42 S.). Ihre Erinnerungen an ihr Aufwachsen in der DDR („Ich hatte mit 15 Jahren schon eine Stasi-Akte“) hat sie in dem Buch „Eine Kindheit in vormaurischer Zeit“ (Berlin Verlag, 2010, 320 S.) geschildert. Die von Walter Zadek, einem Onkel des Regisseurs Peter Zadek, gesammelten Briefe aus Deutschland vor den Nazis geflohener Dichter und Denker hat Brinck in dem Band „Sie flohen vor dem Hakenkreuz – Selbstzeugnisse der Emigranten“ (Rowohlt, 1981, 248 S.) redigiert und herausgegeben, was zuweilen – „einzeilig, doppelseitig, auf Luftpostpapier“ – eine Herausforderung war. Brinck ist Mitglied im Kuratorium der Start-Stiftung und im Beirat des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks.

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