„Paddington 2“ – Kinderfilm aus dem Bilderbuch

Ein Geschenk: Paddingtons Aufklappbuch für die Tante.

Ein Geschenk: Paddingtons Aufklappbuch für die Tante.

Hannover. Von der Menschlichkeit des Bären Paddington kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden. Der putzige Petz verfügt über ein großes Herz, sucht und findet meist das Gute in anderen. Darüber hinaus hat er tadellose Manieren. Trotzdem ist er kein Langweiler. Davon zeugt schon der immense Erfolg seines Leinwanddebüts vor drei Jahren, in dem der auch etwas tollpatschige Pelzträger bei der Londoner Familie Brown ein neues Zuhause fand.

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Paddington muss ins Gefängnis

Nun will der inzwischen bestens integrierte Paddington seiner Tante Lucy zu deren 100. Geburtstag ein Aufklapp-Bilderbuch mit Londoner Sehenswürdigkeiten ins ferne Peru schicken. Doch bevor er das Geld dafür zusammengejobbt hat, wird das Werk gestohlen. Und zwar vom narzisstischen Schauspieler und Selbstdarsteller Phoenix Buchanon (herrlich selbstironisch: Hugh Grant), der weiß, dass sich in dem Buch Hinweise auf ein Schatzversteck finden. Als Hauptverdächtiger muss indes Paddington Dufflecoat und Schlapphut gegen gestreifte Gefängniskluft tauschen. Während er nun erstmal für eine angenehmere Knastatmosphäre sorgt, kommen seine Adoptiveltern Mary und Henry (Sally Hawkins, Hugh Bonneville) dem wahren Täter auf die Spur.

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Erneut ist Paul King ein harmonischer Familienfilm gelungen, bei dem die humorigen Momente ebenso toll funktionieren wie die gefühligen. Vor Paddingtons tapsiger Gutherzigkeit (und seinen leckeren Orangenmarmelade-Sandwiches!) muss sogar der hartgesottene Knastkoch Knuckles McGinty (herrlich bärbeißig: Brendan Gleeson) die bereits drohend erhobenen Küchenutensilien strecken. Dabei wirkt das Gutbärentum des perfekt animierten und in der deutschen Version von Elyas M’Barek gefühlvoll gesprochenen Titelhelden nie aufgesetzt, sondern absolut wahrhaftig und damit ansteckend.

Märchenhafte Kulissen bringen optischen Genuss

Mit seinen leicht ins Märchenhafte verfremdeten Kulissen ist „Paddington 2“ auch optisch ein Genuss. Das visuelle Highlight ist diesmal eine zauberhaft animierte Sequenz, in der der Bär mit seiner Tante in Gedanken in die Welt des Pop-up-Buches eintaucht. Aber eben nicht nur deshalb kann man ziemlich sicher sein, dass Paddingtons Schöpfer Michael Bond, der im vergangenen Juli im Alter von 91 Jahren verstarb, dieser entwaffnend charmante und ihm gewidmete Film wohl sehr gefallen hätte.

Von Jörg Brandes / RND

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