SAG-Awards oder die Anti-Trump-Show

Die Schauspieler Simon Helberg (links) und Jocelyn Towne demonstrieren bei den SAG-Awards auf dem roten Teppich gegen die Einreisepolitik von US-Präsident Donald Trump.

Die Schauspieler Simon Helberg (links) und Jocelyn Towne demonstrieren bei den SAG-Awards auf dem roten Teppich gegen die Einreisepolitik von US-Präsident Donald Trump.

Los Angeles. „Das Einreiseverbot ist ein Makel, und es ist unamerikanisch“, sagte Julia Louis-Dreyfus, die am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles den Preis als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie erhielt. Sie erinnerte daran, dass ihr Vater ein Flüchtling aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Frankreich gewesen sei.

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Moderator Ashton Kutcher eröffnete die Übertragung der SAG-Awards mit Grüßen an die anwesenden Schauspieler, das Publikum und an die „alle auf Flughäfen, die in mein Amerika gehören.“

Wie ein roter Faden zog sich in Beiträgen die aktuelle politische Lage nach dem Wahlsieg Donald Trumps durch den Abend. Die Redner verpackten ihre Botschaft entweder in persönlichen Anekdoten oder riefen zum offenen Widerstand gegen das vom US-Präsidenten verfügte Einreiseverbot für sieben mehrheitlich muslimische Länder auf.

SAG-Award als Vorbote für die Oscar-Verleihung

Denzel Washington holte sich am Sonntag den Preis als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Rolle in der Filmadaptation des Theaterstücks „Fences“, für die er auch Regie führte. Als beste weibliche Hauptdarstellerin wurde Emma Stone für ihre Rolle in „La La Land“ ausgezeichnet, für die sie am 8. Januar schon einen Golden Globe gewonnen hatte. Den Ensemble-Preis holte sich die Besetzung von „Hidden Figures“. Viola Davis („Fences“) und Mahershela Ali („Moonlight“) setzten sich in der Kategorie beste Nebenrolle durch.

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Die Preise wurden von Hollywoods Schauspielerverband SAG (Screen Actors Guild) zum 23. Mal vergeben. Die SAG-Awards gelten als zuverlässige Vorboten für die Ende Februar anstehende Oscar-Verleihung.

Von RND/dpa/ap

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