Scarlett Johansson und der tote Stripper

Der Stripper, der sich nie mehr ausziehen wird: Der Junggesellinnenabschied nimmt eine unerwartete Wendung, als die vier quietschfidelen Mädels um Scarlett Johansson (Mitte) plötzlich eine Leiche am Hals haben.

Der Stripper, der sich nie mehr ausziehen wird: Der Junggesellinnenabschied nimmt eine unerwartete Wendung, als die vier quietschfidelen Mädels um Scarlett Johansson (Mitte) plötzlich eine Leiche am Hals haben.

Hannover. Schon im wirklichen Leben sind sie für Außenstehende oft nur schwer zu ertragen: feuchtfröhliche Junggesellenabschiede. Dennoch erfreuen sie sich im Kino großer Beliebtheit, wie die Filme nicht nur der Klamaukreihe „Hangover“ beweisen. Zu diesem herb männlichen Vergnügen gibt es nun mit Lucia Aniellos „Girls’ Night Out“ ein weibliches Gegenstück, das allerdings im zweiten Teil bewusst makabre Töne anschlägt. Doch das eigentlich Überraschende an dieser Komödie ist das Mitwirken von Scarlett Johansson, die hier beweist, dass sie auch Zote kann.

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Schwarze Komödie mit „Hangover“-Bezügen

Sie spielt Jess, die kurz vor ihrer Hochzeit ihre alten Freundinnen zu einem Junggesellinnenabschied in ein Strandhaus in Miami Beach eingeladen hat. Mit dabei sind Pippa (Kate McKinnon), Blair (Zoë Kravitz), Frankie (Ilana Glazer) und Alice (Jillian Bell). Bei der wilden Party im Haus, am Strand und in den Clubs der Stadt mit sehr viel Alkohol und noch mehr Koks läuft dann einiges schief. Besonders als der eigens für die Braut engagierte Stripper plötzlich versehentlich ums Leben kommt. Nun hat die ausgelassene Clique alle Hände voll zu tun, die Sache irgendwie unter den Tisch zu kehren und die Leiche des armen Schönlings elegant verschwinden zu lassen.

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Wer die schwarze Komödie „Immer Ärger mit Bernie“ gesehen hat, weiß sofort, wie die Geschichte weitergeht. Aber auch die Parallelen zu „Hangover“ sind nicht zu übersehen. Zwar kann die Frauentruppe dabei zeigen, dass sie Männern durchaus in Sachen Partyexzesse locker das Wasser reichen kann, aber originell ist das Ganze leider überhaupt nicht. Und die Peniswitze, die Gags über Sexspielzeug und die anderen vermeintlich deftigen Zoten wirken auch aus hübschem Frauenmund schnell ermüdend. Kurzum: Eine arg niveaulose Komödie, die nüchtern nur schwer zu ertragen ist.

Von Ernst Corinth / RND

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