Umstrittener Autor Udo Ulfkotte gestorben

Udo Ulfkotte (Archivbild von 2015).

Udo Ulfkotte (Archivbild von 2015).

Berlin. Udo Ulfkotte starb am Freitag, wie seine Familie "Spiegel Online" und der Nachrichtenagentur dpa am Sonnabend bestätigte. Nach Angaben der rechten Wochenzeitung "Junge Freiheit" erlag der Publizist einem Herzinfarkt.

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Der Journalist schrieb von 1986 bis 2003 für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", später arbeitete er als freier Publizist. Er veröffentlichte im umstrittenen Kopp-Verlag Bücher über die Themen Asyl, Islam, Euro und Geheimdienste. Auf seiner Homepage bezeichnete er "Sicherheitsmanagement, Lügenmedien sowie die Beobachtung islamistischer Terrorgruppen und deren Umfeld" als seine Spezialgebiete.

Ulfkotte sprach auf Pegida-Veranstaltung

Zuletzt publizierte Ulfkotte Bücher mit kritischen Thesen über Flüchtlinge. Anfang 2015 trat er auch als Redner auf einer Veranstaltung des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden auf – das brachte ihm den Vorwurf des Rechtspopulismus ein. Damals sprach er von einer drohenden Islamisierung, als deren Folge in Schulen und Kindergärten bald kein Schweinefleisch mehr gegessen werden dürfe.

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Ulfkotte unterstützte auch inhaltlich die umstrittenen Thesen des früheren Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin zu Migrationsproblemen und Auswüchsen des Islams. Es würden „irrsinnige Summen für bildungsresistente und rückständige Migranten ausgegeben“, sagte er 2010 der „Leipziger Volkszeitung“. Der Islam sei vor allem eine aggressive Ideologie, „die unter Demokraten in Europa keinen Platz haben darf“.

Schon 2003 erschien zum Themenkreis Islam sein Buch „Der Krieg in unseren Städten“. In diese Richtung argumentierte auch das Buch „Heiliger Krieg in Europa“.

2014 veröffentlichte Ulfkotte das Buch „Gekaufte Journalisten“. Es wurde kontrovers diskutiert. Ulfkotte schrieb, er sei während seiner Tätigkeit für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ korrumpierbar gewesen. Er warf das auch seinen Kollegen vor, machte eine gefährliche Nähe zu Elite-Netzwerken aus und behauptete, staatliche Stellen wie der Bundesnachrichtendienst würden die Berichterstattung diktieren.

Von RND/wer/dpa

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