Klütz

Bothmer hat seinen Pfeilstorch wieder

Mathias Brodkorb, SPD, Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern hatte die Idee (3.v.l.): Der Storch, dem der Pfeil eines ostafrikanischen Jägers quer im Hals steckt, der 1822 auf der Schlossanlage von Schloss Bothmer geschossen, hernach präpariert und dann in das Zoologische Institut der Uni Rostock wanderte, soll auf Schloss Bothmer zurückkehren. Die Rostocker Wissenschaftler konnten sich dann vom Publikumsmagnet Pfeilstorch doch nicht trennen. Doch dafür gab es ein Super-Duplikat. Hier bei der Übergabe des Pfeilstorch-Duplikates im Museum von Schloss Bothmer am 12. März: Stefan Richter vom Institut Allgemeine und spezielle Zoologie der Universität Rostock (v.l.), Pirko Kristin-Zinnow, Direktorin Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV, Mathias Brodkorb, Finanzminister MV und Wolfgang Schareck, Rektor der Rostocker Universität.

Klütz. Den ein oder anderen mag es ein wenig enttäuschen: Es ist „nur“ ein Duplikat des Original-Pfeilstorches - der 1822 auf der Anlage von Schloss Bothmer geschossen, hernach präpariert und dem Zoologischen Institut der Universität Rostock übergeben wurde - der von nun an im Museum von Schloss Bothmer zu besichtigen sein wird.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gestern wurde eine aufwendig gearbeitete und originalgetreue Nachbildung des Wandervogels - dem es gelang nach Mecklenburg zurückzukehren, obwohl er von einem ostafrikanischen Pfeil in den Hals getroffen wurde -  von Wolfgang Schareck, Rektor der Rostocker Universität, an das Museum des größten Barockschlosses in Mecklenburg-Vorpommern übergeben.

„Meine ursprüngliche Idee war“, so Mathias Brodkorb (SPD), Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern, der das Projekt angeregt hatte, „Bothmer das Original zur Verfügung zu stellen.“ Das aber, so Universitätsrektor Wolfgang Schareck, „zählt zu den Hauptattraktionen unserer universitätseigenen Ausstellung mit um die 30 000 Besucher pro Jahr in Rostock, sodass wir es einfach nicht abgeben konnten.“ Dafür erhielt Schloss Bothmer nun das bereits im Jahr 1997 im Auftrag der Rostocker Universität in Darmstadt hergestellte Duplikat, das bisher als Leihgabe der Rostocker Alma Mater an andere Museen fungierte.

Den Körper des Duplikats stellte ein anderer Mecklenburger Storch zur Verfügung. Beine, Füße und Schnabel wurden nach einem Abguss des Orginals aus Kunststoff hergestellt. Der Pfeil, der von unten nach oben durch den Körper des Storches führt, wurde zwar ebenfalls dem Orignal getreu nachgestaltet, geht aber nicht durch den ganzen Körper der Kopie hindurch.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dass der im Jahr 1822 auf Bothmer geschossene Vogel mit dem Pfeil, der von ostafrikanischer Herkunft sein soll, vermutlich aus dem südlichen Sudan wieder nach Deutschland zurückkehren konnte - hat damit zu tun, dass der Pfeil des afrikanischen Jägers genau an Luft- und Speiseröhre des Vogels vorbeirutschte.

Zu besichtigen ist der Pfeilstorch auf Bothmer in einer Vitrine im zweiten Stockwerk des Museums im sogenannten „Saal der Majoratsherren“.

Am Karsamstag, 31. März, eröffnet die Barockanlage ihre diesjährige Saison offiziell mit einem großen Frühlingsfest für die ganze Familie, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, das ganz im Zeichen des Pfeilstorches und seiner Artgenossen ohne Pfeil stehen wird.

Programm:

Ostereiersuche im Schlosspark: Wer ein Ei findet, bekommt einen Plüsch-PfeilstorchParkführungen mit Schlossgärtner

Alles über Störche - im Westflügel (Spiel- und Bastelstation für Kinder, Vortrag von Stefan Kroll, Weißstorchexperte beim NABU MV, Filmvorführung „Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel“)

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Barockes Museum: Graf und Gräfin Bothmer – Walking Act, Barockgesang mit Brita Rehsöft und Partner, Familienvorführung – Wie fängt man eigentlich Flöhe?, Barocke Kostüme anprobieren für Kinder

Feiern im Ostflügel - Bothmer als Eventlocation, mit dabei sind der Fotograf Brian Lorenzo, Bäckerei Hünemörder & Jana Nevermann, Friseurmeisterin für Festfrisuren. Die Schlossgastronomie lockt mit selbstgebackenem Kuchen und regionalen Köstlichkeien. Im Westflügel gibt es einen Kuchenbasar einer Schulklasse aus Klütz.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Meinke Annett

Mehr aus Grevesmühlen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige

Letzte Meldungen