Boltenhagen

Gleitschirmflieger an der Redewischer Steilküste

Der Traum vom Fliegen - Gleitschirmflieger, die ganz ohne Motor durch die Lüfte gleiten, sind ihm nah. Von allen Steilküsten Mecklenburg-Vorpommerns aus ist das Starten mit einem Gleitschirm verboten. Vor Redewisch fliegen trotzem immer wieder Gleitschirmflieger. Geht es nach den Naturschützern, die die streng geschützten Uferschwalben, die in den Hängen brüten, durch die Sportler gefährdet sehen, sollte das Verbot rigoros kontrolliert werden. Der Redewischer Landwirt Johann Hoff würde gern ein Fluggelände auf seinem Land an der Steilküste genehmigen lassen.

Der Traum vom Fliegen - Gleitschirmflieger, die ganz ohne Motor durch die Lüfte gleiten, sind ihm nah. Von allen Steilküsten Mecklenburg-Vorpommerns aus ist das Starten mit einem Gleitschirm verboten. Vor Redewisch fliegen trotzem immer wieder Gleitschirmflieger. Geht es nach den Naturschützern, die die streng geschützten Uferschwalben, die in den Hängen brüten, durch die Sportler gefährdet sehen, sollte das Verbot rigoros kontrolliert werden. Der Redewischer Landwirt Johann Hoff würde gern ein Fluggelände auf seinem Land an der Steilküste genehmigen lassen.

Boltenhagen. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie die bunten Schirme der Gleitschirmflieger sehen. Auch an der Redewischer Steilküste gleiten diese Freizeitsportler, die sich ganz ohne Motor in die Lüfte trauen, immer wieder vorbei.

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Das Fliegen und Landen vor und auf der Steilküste des Boltenhagener Ortsteils ist nicht verboten. Wohl aber das Starten von dort aus. Das weiß der Redewischer Landwirt Johann Hoff, der selbst „ein Tütenflieger“ ist - wie er es nennt.

Hoff möchte gern ein offizielles Fluggelände auf seinem Land, das sich direkt an der Steilküste befindet. Dazu braucht es eine Genehmigung vom Deutschen Hängegleiterverband (DHV). Doch was das angeht, haben die Naturschützer noch ein Wörtchen mitzureden. An den Steilhängen brüten Uferschwalben. Und die sind streng geschützt nach Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz.

Bisher haben Obere und Untere Natuschutzbehörde im Landkreis Nordwestmecklenburg und im Land Mecklenburg-Vorpommern beide Augen zugedrückt. Zumal es auch nicht ganz einfach ist, nachzuweisen, dass die Gleitschirme vor Redewisch wirklich von der Steilküste aus gestartet sind. Denn trägt der Wind gut, kann so ein Gleitschirm auch mal locker von zum Beispiel Neustadt-Glewe angeflogen kommen. Dort befindet sich ein genehmigtes Fluggelände, auf dem sich Gleitschirmflieger per Winde in die Lüfte ziehen lassen können.

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Doch es gibt immer wieder Ärger, mit Redewischer Anwohnern und örtlichen Naturschützern, die Beschwerdebriefe an Zeitungen und Behörden schreiben. Sie wollen, dass das Gleitschirmfliegen vor Redewisch rigoros verboten wird, dass Ranger die Einhaltung des Flugverbots zum Wohl der Uferschwalbe kontrollieren.

Johann Hoff hat deshalb ein Gutachten in Auftrag gegeben. Er und andere Gleitschirmflieger sind der Ansicht, dass die Vögel sich von den Gleitschirmen nicht gestört fühlen - und auch, dass die Population der Uferschwalben davon nicht negativ beeinflusst wird.

Könnte das tatsächlich nachgewiesen werden, könnte der Landwirt einen Antrag auf Genehmigung eines Fluggeländes stellen. Die Hoffnung, unter anderem auch des Boltenhagener Bürgermeisters Christian Schmiedeberg - der das Gleitschirmfliegen im Ostseebad befürwortet - ist, dass sich dann Naturschützer, Freizeitsportler und Touristiker an einen Tisch setzen. So, wie es bereits an anderen Orten in MV funktioniert - zum Beispiel im Naturpark Sternberger Seenland, wo das Paddeln auf der Warnow unter Auflagen inzwischen erlaubt ist.

    Annett Meinke

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