Porträt

Hart am Wind: Open-Air-Piraten liefern der Redaktion Grevesmühlen spektakuläre Geschichten

Diese Team berichtet aus Grevesmühlen: Michael Prochnow (v.l.),Jürgen Lenz, Malte Behnk und Dirk Hoffmann.

Diese Team berichtet aus Grevesmühlen: Michael Prochnow (v.l.),Jürgen Lenz, Malte Behnk und Dirk Hoffmann.

Grevesmühlen. Schon im August 1952 eröffnete die OZ eine Lokalredaktion in Kreihnsdörp, wie Grevesmühlen von vielen Einheimischen genannt wird. Heute arbeiten drei Redakteure unter der Leitung von Michael Prochnow in der Wismarschen Straße 2. Im Fokus hat das Team das aktuelle Geschehen im Verbreitungsgebiet. Ob in Herrnburg, Schönberg, Dassow, Grevesmühlen oder Boltenhagen, überall sind die Redakteure packenden Geschichten auf der Spur. „Über das Geschehen in diesem großen Territorium täglich zu berichten, ist schon eine große Herausforderung“, sagt der Lokalchef.

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Auf der Jagd nach Geschichten

Michael Prochnow, besitzt vor allem das, was einem Lokalredakteur durchaus zugutekommt: Heimatverbundenheit. In Grevesmühlen geboren und aufgewachsen, kennt er alle, alle kennen ihn. Auch deshalb, weil er sich auch über seine Arbeit hinaus einbringt. Dabei auch in Bereichen, die ihm zuvor eher fremd waren: „Seit zwei Jahren gehöre ich der Jägerschaft an. Meine Leidenschaft zur Jagd entdeckte ich, als ich einen Bericht über eine Treibjagd schrieb. Danach hat es nicht lange gedauert und ich habe einen Jagdschein gemacht.“ Seitdem geht der Redakteur auf die Pirsch und dabei auch dort auf die Jagd nach Geschichten: „Ich lerne dabei nämlich interessante Leute kennen. Dadurch kommen immer wieder Geschichten für die OZ heraus.“

Leitet die Lokalredaktion Grevesmühlen: Michael Prochnow

Leitet die Lokalredaktion Grevesmühlen: Michael Prochnow

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Dass sich gute Kontakte für den Leser auszahlen, bewies Prochnow erst jüngst im Fall von Anouschka Renzi, Mitbewohnerin des RTL-Dschungelcamps. Von Schauspieler Marc Zabinski, Partner Renzis und mit ihr gemeinsam auf der Grevesmühlener Piratenbühne, erfuhr der Lokalchef regelmäßig Hintergründe über das TV-Lagerleben in Südafrika. Damit zahlte sich erneut aus, dass die OZ immer wieder umfangreich über das Piratenspektakel berichtete. Grevesmühlen ist Freibeuter-Land, heißt es scherzhaft in der Redaktion. Das Event zwischen Juni und September liefert viel Stoff rund um die Welt der Piraten.

Deponie Ihlenberg kritisch begleitet

Jürgen Lenz (58) stieß 1993 zur OZ und berichtete jahrzehntelang von Schönberg aus. November 2021 kehrte er in den Schoß der Redaktion zurück: „Auch wenn ich jetzt in Grevesmühlen sitze und ein größeres Arbeitsgebiet habe, wissen die Leute, wie sie mich erreichen können. Ich verfüge immer noch über enge Kontakte zu meinem bisherigen Wirkungsfeld.“ Jüngst war das wieder festzustellen bei seiner kritisch-sachlichen Berichterstattung über mutmaßlich gesundheitliche Risiken, die von der Deponie Ihlenberg ausgehen. Einer Problematik, der er sich schon seit Jahren beharrlich widmet.

In Nordwestmecklenburg heimisch geworden: Jürgen Lenz

In Nordwestmecklenburg heimisch geworden: Jürgen Lenz

Dafür, dass der Nordrhein-Westfale längst in Mecklenburg heimisch geworden ist, spricht auch seine Mitgliedschaft im Heimatbund Schönberg, im Klosterverein Rehna oder im Heimat- und Tourismusverein Dassow. Nicht selten bringt er von dort interessante Informationen mit in die Redaktion.

Malte Behnk (45) stieg sozusagen etappenweise in die OZ-Redaktion ein. 2009 begann der Lübecker als sogenannter Pauschalist, ehe er als Redakteur eingestellt wurde. Die tägliche Fahrt aus der Hansestadt nach Grevesmühlen und zurück, nimmt er gern in Kauf: „Ich bin nämlich glücklich darüber, in einer der schönsten Gegenden des Nordens arbeiten zu dürfen“. Das genießt er besonders, wenn er aus Boltenhagen und Umgebung berichtet. „Ich bin dort während der Saison der Mann vor Ort, der das Leben einfängt. Eine Aufgabe, bei der ich über die Touristen schreibe und alle, die ihnen einen schönen Aufenthalt bereiten“, sagt er. Aber auch Probleme spart er in seiner Berichterstattung nicht aus.

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Boltenhagen fest im Blick: Malte Behnk

Boltenhagen fest im Blick: Malte Behnk

Fasziniert von ökologischer Landwirtschaft

Ein besonders prägnantes Beispiel dafür bietet der Bau der fast 2200 Meter langen Dünenpromenade. Etlichen Pleiten und Pannen verzögerten deren Fertigstellung immer wieder. Ende gut, alles gut? „Seit Juli 2021 kann dort zwar promeniert werden, doch erst in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten endgültig beendet werden“, sagt Malte Behnk.

Gerne sucht er auch Themen jenseits von Strand und Meer. Sie findet er zum Beispiel im Bio- und Ökologiebereich. Dabei führt ihn der Weg gern zu Bauer Jörg Altmann nach Hohen Schönberg: „Mich fasziniert, wie dort Landwirtschaft betrieben wird!“ Der Landwirt befasst sich nämlich auf ursprüngliche, handwerkliche und biologisch-dynamische Weise mit Ackerbau und Viehzucht.

Michael Prochnow resümiert: „Wenngleich sich in 70 Jahren bei der OZ viel verändert hat, etwas ist auch in Onlinezeiten gleich geblieben: Wir schreiben für die Menschen in unserer Region!“

Von Werner Geske

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