Feuer in Groß Strömkendorf

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft? „Diese Leute haben aus Lichtenhagen nichts gelernt“

Groß Strömkendorf: Feuerwehrleute löschen den Brand in einem Hotel in dem Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht waren. Das Gebäude wurde durch den Brand zerstört.

Groß Strömkendorf: Feuerwehrleute löschen den Brand in einem Hotel in dem Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht waren. Das Gebäude wurde durch den Brand zerstört.

Groß Strömkendorf. Der Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Groß Strömkendorf im Landkreis Nordwestmecklenburg in der Nacht zu Donnerstag hat im Land Entsetzen hervorgerufen. Zwar konnten die Geflüchteten aus der Ukraine das Gebäude, doch malen sich viele Leser aus, dass es auch hätte verheerender ausgehen können.

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Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Und auch die Ministerpräsidentin reagierte bereits deutlich. Sollte sich die Vermutung eines Anschlages auf eine Flüchtlingsunterkunft bewahrheiten, müsse dies „harte Konsequenzen“ haben, so Manuela Schwesig (SPD).

„In Kauf genommen, dass Menschen hätten sterben können“

Jörg Schimmel notiert: "Erschreckend! Ich hoffe, die Brandstifter werden gefasst und dafür entsprechend zur Verantwortung gezogen!"

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Michael Windhorn erinnert: "Wir haben seit Monaten eine lange Serie von Brandstiftungen in der Gegend um Blowatz. Das geht seit dem Frühjahr schon so. Strohmieten, Holzstapel, Carports, Waldränder, Feldränder, letzte Woche ein leer stehenden Haus in Blowatz. Nur jetzt schlägt es größere Wellen, weil das Haus bewohnt war. Ein paar Tage vorher gab es wohl Hakenkreuze dort. Das wird anders behandelt als bisheriges normales Eigentum. Ich hoffe, dass der Staatsschutz das jetzt löst."

Kat Ha sagt noch: "Größere Wellen schlägt es natürlich, weil bewusst in Kauf genommen wurde, dass Menschen dadurch sterben könnten."

Und Ingrid Schneider fragt sich: "Hätte man das vielleicht verhindern können, wenn man bei den anderen Bränden besser nach den Tätern gesucht hätte?"

Oliver Lehnert ergänzt hierzu: "Diese Leute, die diese schreckliche Tat begangen haben, sogar Hakenkreuze an die Wand gepinselt haben, haben aus Solingen, Hoyerswerda und Lichtenhagen nichts gelernt."

„Haben wir uns jetzt einen Ukraine-Russland-Krieg ins Land geholt?“

Christian Hübner zeigt sich erschüttert: "Zahlreiche Anhänger von rechtsradikalem Gedankengut finden das offensichtlich lustig. Vielleicht sollten die Behörden bei diesen Leuten einmal nach Brandbeschleunigern und anderen Utensilien suchen, die seit Jahrzehnten zur Standardausstattung ostdeutscher Neonazis gehören?"

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Rene Stoldt aber wettert gegen die Einwanderungspolitik der Bundesregierung grundsätzlich: "Wann folgt endlich eine Obergrenze, statt ohne Limit einfach aufzunehmen? Das würde so was sicher eindämmen. 2015 soll sich nicht wiederholen."

Leo Björk dazu: "Geil, die Ursache für Fremdenfeindlichkeit nicht auf die Ideologie der Täter zurückführen, sondern auf die Anwesenheit von Geflüchteten. Klassische Argumentation des Nationalsozialismus."

Michael Schuhmacher aber findet: "Das ist eine ideologische Antwort" seines Vorredners Leo Björk "und bei weitem kein Argument. Wie wäre es auf seinen Kommentar einzugehen, statt Nazi-Scheinargumente loszulassen?"

Detlef Hardtke wirft die Frage in die Runde: "Haben wir uns jetzt einen Ukraine-Russland-Krieg ins Land geholt?"

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Jan Baumann hat diese Meinung: "Es ist doch offensichtlich, dass der geistige Brandstifter, die rechtsradikale AfD für diese Straftat mitverantwortlich ist!"

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Woraufhin Dieter Manthey entgegnet, dass er sicher kein Freund der AfD sei, "aber wenn man jemanden beschuldigt, sollte man auch Beweise haben."

Silvia Schlage schließlich verurteilt die Tat wie viele vor ihr aufs Schärfste: "Einfach nur furchtbar dieser Brandanschlag. Dieses Nazigesocks treibt wieder sein Unwesen in unserem schönen Bundesland. Und leider klatschen wieder viele Menschen Beifall oder relativieren die Tat."

Von Juliane Lange/OZ

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