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Campus Open Air Wismar vor dem Start: Wie nur zwei Frauen das Mega-Event geplant haben

Julia Heuer, Projektleiterin Campus Open Air Wismar, steht vor Campuswiese

Julia Heuer, Projektleiterin Campus Open Air Wismar, steht vor Campuswiese

Wismar. Für einen Abend wird am 24. September aus dem Campus- ein Konzertgelände mit Essensständen, Bars, Attraktionen und natürlich einer großen Bühne mit namhaften Acts wie Northern Lite aus Berlin oder Radiostar Joris.

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Organisiert wird die Veranstaltung vom AStA der Hochschule Wismar, in diesem Fall von der Projektleiterin Julia Heuer und der AStA-Vorsitzenden Anna Dahlke. „Das ist eine Mammutaufgabe“, berichtet Julia Heuer. „Anna hält mir den Rücken frei von den alltäglichen Gremien-Aufgaben. Vom Booking bis hin zur Organisierung der Bauzäune ist eigentlich alles im Moment in meiner Regie“, erzählt die Bachelor-Absolventin.

Unterstützung aus dem Freundeskreis

Die Liste der Dinge, die schon weit im Vorfeld geplant werden müssen, ist enorm: Neben dem Künstler-Booking und dem Ticketverkauf müssen für so ein Event Essensstände organisiert und Getränke bestellt werden. Außerdem benötigt man eine Personalplanung, darunter Reinigungs- und Barpersonal, Lichtarchitekten und Tontechniker, Sicherheitskräfte sowie Sanitäter. Dazu noch ein durchdachtes Sicherheitskonzept, eine Finanzplanung, sämtliche Genehmigungen und Versicherungen.

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Unterstützung bekam Julia Heuer unter anderem aus ihrem Freundeskreis: „Zum Glück habe ich Freunde, die abends noch bei den Tickets geholfen haben. Ansonsten wäre so eine Organisation in der Form nicht möglich gewesen“, betont sie. Die Kosten für das Campus Open Air Wismar liegen im sechsstelligen Bereich und werden unter anderem durch Ticketpreise sowie Sponsoren gedeckt.

„Man darf sich nicht unterkriegen lassen“

Dabei ist nicht außer Acht zu lassen, dass die Gremienarbeit ehrenamtlich ist und die nötigen Aufgaben zwischen Job und Privatleben erledigt werden müssen. „Es ist anstrengend. Aber klar, man versucht sein Bestes, denn es ist ja auch im Endeffekt ein kleines Aushängeschild für die Hochschule“, erklärt die Projektleiterin. „Man darf sich nicht unterkriegen lassen. Es sind zum Glück immer noch ganz viele Freunde da, die sich anbieten und helfen.“

Davon, dass sich die Arbeit gelohnt hat, dürfen sich die Wismarer kommenden Sonnabend selbst ein Bild machen. „Dieses Jahr haben wir viele Aktionen“, kündigt Julia Heuer an. Auf die Besucher warten neben der Live Musik auf der großen Bühne auch ein „Sparkle“-Stand mit Glitzer, ein kostenfreies Bierpong-Turnier und kostenloses Slusheis. Außerdem lädt der Verein „Spendenbügel“ dazu ein, Kleidung mitzubringen und vor Ort zu spenden. Die gesammelten Klamotten werden dann vom Verein verkauft. Der Erlös wird vom AStA verdoppelt und in Stipendien an der Hochschule investiert. Außerdem bieten einige Schülerinnen und Schüler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums einen eigenen Kuchenbasar an und übernehmen am Einlass die Ticketkontrollen, um ihren Abiball zu finanzieren.

Los geht es am Sonnabend um 12 Uhr. Bis dahin heißt es: Noch einmal die Texte der Lieblingsband üben. Bei schöner Atmosphäre und hoffentlich gutem Wetter kann dann ausgelassen der Sommerausklang sowie der Semesterstart gefeiert werden. Das fast ausverkaufte Konzert-Event gilt seit Jahren als traditioneller Auftakt des Wintersemesters. Letzte Tickets können noch an der Tageskasse gekauft werden.

Von Dominik Beeskow

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