Am 8. Oktober

Ehemaliger Jugendwerkhof Olgashof soll Ort der Erinnerung werden

Das ehemalige Gutshaus ist Wohn- und zum Teil Arbeitsstätte für die Gemeinschaft Olgashof.

Das ehemalige Gutshaus ist Wohn- und zum Teil Arbeitsstätte für die Gemeinschaft Olgashof.

Olgashof. Führungen, Filmaufführung, einen Vortrag und viele Gespräche gibt es am 8. Oktober beim Tag der offenen Tür im ehemaligen Jugendwerkhof Olgashof. Beginn ist um 10.30 Uhr. Gezeigt wird ab 11 Uhr der in der DDR verbotene DEFA-Dokumentarfilm „Jugendwerkhof“ von Roland Steiner von 1982. Über das System der DDR-Heimerziehung, über Strukturen, Methoden und Folgen, wird der stellvertretende Landesbeauftragte Burkhard Bley berichten (11.30 Uhr) und mit seinen Kolleginnen anschließend für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

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Über die heutige Nutzung des Gutshofs mit Werkstätten, Ateliers und als Tagungshaus werden die Besucher durch die Hofgemeinschaft informiert. Besonders herzlich willkommen sind Menschen, die in der DDR in Heimen oder Jugendwerkhöfen wie Olgashof untergebracht waren.

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Harte Erziehungsarbeit

In den Jugendwerkhöfen sind vor allem Jugendliche mit Disziplinschwierigkeiten untergebracht worden – die die Schule geschwänzt haben, nicht zur Arbeit gegangen sind oder Probleme im Elternhaus hatten. Es gab aber auch Fälle politischer Verfolgung. Sie sollten mit sehr harter Arbeit „erzogen“ werden und haben oft eine schreckliche Zeit erlebt.

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Heute ist der Olgashof ein 2,5 Hektar großes Gelände mit Gutshaus und verschiedenen Nebengebäuden. Seit 1997 leben hier Menschen zusammen, um herauszufinden, ob ein anderes Leben in dieser Gesellschaft möglich ist und welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Mittlerweile sind es 23 Kinder, Frauen und Männer. Die Hofgemeinschaft möchte mit Betroffenen über eine mögliche Gestaltung als Erinnerungsort nachdenken. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landesbeauftragten für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher statt. Das Ende ist für 16 Uhr geplant.

Von OZ

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