Kunst

Spanische Groß-Skulpturen finden Weg nach Nordwestmecklenburg

Der Künstler Karl Maué verstarb im Februar 2018. Spanien war seine letzte Heimat.

Der Künstler Karl Maué verstarb im Februar 2018. Spanien war seine letzte Heimat.

Bibow. Sie sind bis zu 500 Kilogramm schwer, bis zu 3,80 Meter groß und haben den Weg von Spanien ins beschauliche Neuhof bei Bibow gefunden: die Skulpturen von Karl Maué. Im Februar 2018 verstorben, wollen seine beiden Kinder Caja und Lars Maue nun an ihn erinnern. Am heutigen Samstag laden sie zu einer Vernissage auf „Schloss Neuhoff“ (Lütte Werder 9) ein. Um 19 Uhr wird die Ausstellung „Spanish Vibes“ eröffnet. Zu seinen Werken gibt es kulinarische Köstlichkeiten und musikalische Highlights aus Spanien, der letzten Heimat von Karl Maué.

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Von Pferden inspiriert

Kurz vor der Wende war er nach Spanien ausgewandert. Er baute ein Haus, baute eine alte Mühle wieder auf und widmete sich der Kunst. Ende der 1990er Jahre entdeckte er Stahl für sich und fertigte verschiedenste Skulpturen: überdimensionale Fische, Vögel und Pferde. Vor allem vom Freigeist und der Seele der Pferde ließ sich der Künstler inspirieren, wie sein Sohn erzählt. Das Thema der Seele, der Seelenflug habe ihn immer sehr beschäftigt und ziehe sich in Form des Pferdekopfes fast durch sein gesamtes Oeuvre.

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Die Ausstellung findet im Zuge von „Kunst heute“ statt und mündet in der Finissage am 8. Oktober um 15 Uhr im Gutshaus Boitin (Hofstraße 34). „Seine Exponate sollen in die Welt gehen und wir hoffen auf einige Käufer“, erklärt Lars Maué, selbst Schauspieler und Regisseur und in Wismar als Maskenbauer der Nosferatu-Großfiguren bekannt. Sein Ziel ist es auch, der Hansestadt Skulpturen zur Verfügung zu stellen, die im St.-Marien-Forum im Gotischen Viertel Platz finden könnten. Entsprechende Gespräche mit der Verwaltung gebe es bereits, so Lars Maué.

Die Reise von 18 Skulpturen

Im November 2021 hat die Familie die insgesamt 18 Skulpturen über ein Logistikunternehmen nach Deutschland bringen lassen. „Wir haben das Anwesen meines Vaters verkauft. Nach spanischem Recht wären auch die Skulpturen auf den Käufer übergegangen, wenn wir sie nicht entfernt hätten“, so Lars Maue. Seitdem stehen sie am Schloss Neuhoff.

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