Bad Doberan

Gefahr am Molli-Gleis gebannt

Freuen sich über mehr Sicherheit am Bahnübergang (v.l.): Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau, Landkreissprecher Michael Fengler, Molli-Chef Michael Mißlitz, Verkehrsminister Christian Pegel, Kühlungsborns Bürgermeister Rüdiger Kozian und Jan Methling, stellvertretender Eisenbahnbetriebsleiter der Bäderbahn Molli.

Freuen sich über mehr Sicherheit am Bahnübergang (v.l.): Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau, Landkreissprecher Michael Fengler, Molli-Chef Michael Mißlitz, Verkehrsminister Christian Pegel, Kühlungsborns Bürgermeister Rüdiger Kozian und Jan Methling, stellvertretender Eisenbahnbetriebsleiter der Bäderbahn Molli.

Bad Doberan. Die Gefahr von einem auf dem Molli-Gleis stehendem Auto am Bahnübergang Rennbahn ist jetzt behoben. Der Übergang wurde zurückgebaut, ist nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Zeitgleich wurde eine neue Zufahrtsstraße vom Kreisverkehr zur Rennbahn gebaut. Diese soll erst der Anfang sein. Geht es nach Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) soll das Gelände zeitnah entwickelt werden – für mehr Events und einem Baumwipfelpfad.

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Mit Schere in der Hand steht Christian Pegel (SPD) vor dem roten Band, welches über die neue Zufahrtsstraße gespannt wurde und schneidet es durch. „Ich freue mich, dass wir mit den Projekten die Verkehrssicherheit hergestellt haben“, sagt er. Der Bahnübergang hätte am meisten Sorgen bereitet. Insbesondere bei Großveranstaltungen war es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahunfällen gekommen. Grund: Der Weg von der Straße bis zu dem Gleis war zu kurz. Um auf die Landesstraße einzubiegen, mussten Fahrzeuge warten. Welche mit Anhänger hatten so oft in den Schienenbereich hereingeragt. Auch wenn der Bahnübergang auf Fahrzeuge unter zehn Meter begrenzt war, die Realität habe anders ausgesehen, schildert Michael Mißlitz, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Molli GmbH. „Wir wollten den Bahnübergang langfristig sicher machen“, sagt Christian Pegel. Das Land beteiligte sich mit 460 000 Euro an den Gesamtkosten in Höhe von 600000 Euro. Der Verkehrsminister hofft, man sehe künftig, wie gut die Straße genutzt wird.

Auf die neue Straße möchte Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau aufbauen. „Wir freuen uns jetzt mit der Entwicklung der Rennbahn weitermachen zu können. Wir wollen hier einen Baumwipfelpfad errichten, dafür ist eine Zufahrtsstraße notwendig“, so der Bürgermeister. „Damit schaffen wir die Voraussetzung für eine weitere Erschließung.“ Aus dem Ministerium gebe es postive Signale für die Errichtung so eines Pfades. Heute treffen sich die Träger öffentlicher Belange zu diesem Thema. Interesse, so eine Attraktion zu bauen, hat die Erlebnis Akademie AG, die bereits den Pfad auf Rügen betreibt.

Rennbahn benötig Infrastruktur

Doch nicht nur ein Baumwipfelpfad könnte das Areal beleben. „Die Pferderennen haben Tradition, die muss erhalten bleiben, aber wir brauchen eine Infrastruktur“, sagt Thorsten Semrau, spricht von Toiletten und einer Tribüne, auch für die anderen Events auf der Rennbahn wie Zappanale oder Schwanenrallye. Die Stadt werde das jedoch nicht bauen können. „Dafür brauchen wir einen Investor.“ Voraussetzung dafür sei auch ein Bebauungsplan. Auch Molli-Chef Michael Mißlitz sieht Potenzial auf der Rennbahn. „Wir haben hier ein Festivalgelände und wir haben eine leistungsfähige Infrastruktur“, sagte er in Bezug auf Eisenbahn und Busse. „Wir können hier im ÖPNV Menschen befördern. Wir stehen bereit und wir wollen hier Verkehre fahren.“ Rebus und Molli seien für Gespräche bereit, wie solch ein Konzept aussehen könnte. Zustimmendes Nicken von Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel.

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Modernisierung wird fortgesetzt

Von der Planung bis zur Umsetzung der Projekte Bahnübergang und Zufahrtsstraße sind knapp sechs Jahre vergangen. Damit sei eine historisch gewachsene, unübersichtliche Situation entflochten worden, teilt Landrat Sebastian Constien (SPD) in seinem Grußwort mit, welches Landkreissprecher Michael Fengler überbringt. „Die Investition an der Strecke des Molli sichern hier nicht nur den Bahn- und Straßenverkehr, sondern auch die Zukunft des Eisenbahnunternehmens.“ Der Molli lebe vom und mit dem Flair der Nostalgie, sei jedoch auch ein hochmoderner Eisenbahnbetrieb, der sich in das gesamte Verkehrsgeschehen einfügt und nach den geltenden Sicherheitsvorschriften funktionieren musss. Mit der Übergabe des Bahnübergangs und der Straße werde die Modernisierung beim Molli konsequent fortgesetzt.

Levien Anja

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