Ostseeurlaub

Abschied von einem Stück Geschichte: Strandhütten in Kühlungsborn müssen weichen

Ein Bild vergangener Tage: Alle Hütten der Strandkorbvermieter in Kühlungsborn müssen abgebaut werden. In den Dünen dürfen sie künftig nicht mehr stehen.

Ein Bild vergangener Tage: Alle Hütten der Strandkorbvermieter in Kühlungsborn müssen abgebaut werden. In den Dünen dürfen sie künftig nicht mehr stehen.

Kühlungsborn. Ein Stück Geschichte geht in diesen Tagen in Kühlungsborn verloren. Die Strandhütten in den Dünen und am Strand des Ostseebades müssen bis zum 31. Januar abgebaut sein. Im sozialen Netzwerk Facebook werden bereits Bilder von den Strandhütten aus den vergangenen Jahren geteilt. Die OSTSEE-ZEITUNG sucht Fotos der Häuschen der Strandkorbvermieter und Geschichten dazu.

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„Wenn Dokumentationen im Fernsehen kamen, haben wir Kühlungsborn immer an den Strandhütten erkannt“, sagt Marita Karl von der Heimatstube im Haus Rolle in Kühlungsborn. „Wir bedauern, dass die Hütten verschwinden.“ Der Heimatverein habe auch überlegt, ob man eine Hütte hätte ausstellen können. „Aber der Platz fehlt.“ Fast drei Jahrzehnte lang wurden die Kühlungsborner Gäste mit Strandkörben, Kurkarten, Getränken und Informationen aus den Strandhütten versorgt.

Stalu untersagt Strandhütten in Kühlungsborn

1996 seien diese gebaut worden, sagt Knut Wiek, von 1990 bis 1995 Bürgermeister von Kühlungsborn. „Die Strandkorbvermieter saßen in Strandkörben auf der Promenade und haben diese da vermietet“, erinnert sich Wiek. „Die Gäste sollten am Strand versorgt werden und die Strandkorbvermieter gut untergebracht sein“, nennt er einen Grund für den Bau der Hütten. „Erst wurden die Toiletten an der Promenade gebaut, dann kamen die Hütten.“

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Das Landesamt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu) hat den weiteren Betrieb der Hütten in den Dünen jetzt untersagt. Ersetzt werden sollen sie durch transportable Bauten, die nicht mehr in der Düne, sondern direkt am Strand zu platzieren sind und bei Sturmgefahr in Sicherheit gebracht werden können. In diesen ist dann auch der Verkauf von Snacks und Getränken wieder offiziell erlaubt.

Haben Sie, lieber Leserinnen und Leser, Bilder von sich und den Strandhütten in Kühlungsborn, dann laden Sie sie gerne unter www.ostsee-zeitung.de/leserfotos hoch oder schicken Sie sie per E-Mail an bad-doberan@ostsee-zeitung.de. Schreiben Sie gerne auch dazu, was Sie mit den Strandhütten in Kühlungsborn verbindet.

Kühlungsborner Strandkorbvermieter nutzten Hütten

Die Verträge mit den Strandkorbvermietern, die die Hütten nutzten, waren zum Ende des Jahres ausgelaufen. Die Strandabschnitte wurden jetzt neu vergeben. Grund dafür war auch ein neuer Nutzungsvertrag für den Strand zwischen Stadt und Stalu.

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Auch wenn die Strandhütten in den Dünen der Vergangenheit angehören. Optisch sollen die neuen Häuschen ihnen ähnlich sein. „Wir haben dafür gekämpft, dass die Optik wiederkommt“, so Marita Karl, die auch Stadtvertreterin in Kühlungsborn ist.

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