Kühlungborn

Mit dem E-Bike auf Spendentour

Station in Kühlungsborn: Spendensammler Alexander Creutzburg vor dem „Upstalsboom“

Station in Kühlungsborn: Spendensammler Alexander Creutzburg vor dem „Upstalsboom“

Kühlungborn. Entspannt und mit einem Lächeln im Gesicht kommt Alexander Creutzburg in Kühlungsborn an. 678 Kilometer mit dem Haibike hat er hinter sich und das für den guten Zweck. „Bed for good“ nennt sich seine Spendentour, die den 44-Jährigen innerhalb von 30 Tagen ab dem 28. Mai in 30 Hotels Deutschlands führt. Jeder Kilometer wird mit zwei Euro Spendengeld für einen Urlaub für benachteiligte Kinder übersetzt.

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„Ein Euro kommt von meiner Firma. Der andere von den Hotels die auch die Übernachtung sponsern“, so der Gründer und Geschäftsinhaber von xport.de. Seit zwölf Jahren betreut Alexander Creutzburg die Hotel- und Tourismusbetriebe mit Webauftritten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Upstalsboom Hotelresidenz & Spa Kühlungsborn ist seine neunte Station seit seinem Start mit dem E-Bike am 28. Mai. Von Sachsen führt die Tour über Brandenburg, Berlin, die Uckermark, Rügen, Schleswig-Holstein bis nach Essen und Bergisch-Gladbach. Über Frankfurt, den Harz und Leipzig radelt Alexander Creutzburg ab Mitte Juni wieder Richtung Dresden. „Es wäre schon schön, wenn ich dann auch ein paar Kilo weniger hätte“, sagt der Unternehmer und schmunzelt. Er rechnet mit einer Spendensumme von 6000 Euro, die er am Ende der Tour über die „AktionLichtblick“ der Sächsischen Zeitung – sie übernahm auch die Organisation – an die Kindervereinigung Dresden e.V. überreicht.

Auszeit nach viel Arbeit

Warum er das tut? „Ich wollte mal zur Ruhe kommen und das Schöne vor der Tür erkunden“, erzählt der Dresdner. Eigentlich hatte er nur den Wunsch einer Auszeit für sich nach einer arbeitsintensiven Zeit. Seine Frau zeigte Verständnis und unterstützte ihn. Dann kam ihm eine Idee: „Ich bin erfolgreich mit meinem Unternehmen und möchte etwas zurückgeben. Denen, die sich nichts leisten können.“ 80 bis 100 Kilometer schafft Alexander Creutzburg mit seinem E-Bike pro Tag. Länger halten weder er noch die Batterie durch. „Ich habe echt schmerzhafte Tage hinter mir“, sagt er. „Ich bin recht blauäugig und untrainiert losgefahren.“ Dennoch: „Es ist total ergreifend, mit dem Rad anstatt mit dem Auto ans Meer zu fahren. Ich wusste gar nicht, wie viel schöne Natur wir haben.“

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Viele schöne Momente

Am liebsten fährt er auf Radwegen. Bundesstraßen liegen ihm nicht so, zu hektisch. „Fahren ist dort nicht gerade erholsam“, sagte er. „Bei Dauerregen dachte ich auch schon: Wie dumm muss ich sein, so etwas zu machen.“ Die Küste empfing ihn aber mit herrlichstem Wetter. „Ich hatte schon viele schöne Momente. Aber als ein Fuchs mich erblickte mit einem Hasen in der Schnauze und den vor Schreck fallen ließ, das war unglaublich.“ Dem Hasen nutzte das leider nichts , er war bereits tot.

Alexander Creutzburg ist beruflicher Autodidakt. Seine Heimat Dresden tauschte er nach der Wende unter anderem gegen Hamburg ein. Dort begann er im Hotelmarketing zu arbeiten und gründete seine Firma. „Aus der Passion zur Hotellerie heraus“, sagte er. „Ich war immer ein begeisterter Hotelfan.“ Heute lebt er mit seiner Familie, der Frau und den beiden Kindern im Alter von zwölf und 14 Jahren, in Dresden. „Eigentlich wollte ich mal Architekt werden, habe auch einige Semester studiert. Aber ich bin froh, dass mein Leben anders verlaufen ist.“

Eine große Bitte hat Alexander Creutzburg: „Ich möchte aufrufen mitzuspenden. Wer möchte, kann sich auf der Website zur Tour informieren. Dort gibt's auch die Karte mit dem Live-Standort.“ Um 9.30 Uhr ging es am Mittwoch wieder los. Sein nächstes Ziel ist das Gutshaus Parin in Boltenhagen.

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Sabine Hügelland

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