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Kampagne

Polizei kontrolliert Radfahrer in Kühlungsborn

Mit dem Schwerpunkt „Zweiradfahrer im Straßenverkehr“ hat die Polizei in Kühlungsborn Kontrollen durchgeführt. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben.“. Polizeihauptmeister Ralf Topp schaut sich das Fahrrad von Monika Stellmacher an.

Mit dem Schwerpunkt „Zweiradfahrer im Straßenverkehr“ hat die Polizei in Kühlungsborn Kontrollen durchgeführt. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben.“. Polizeihauptmeister Ralf Topp schaut sich das Fahrrad von Monika Stellmacher an.

Kühlungsborn.Fahrradfahrer standen am Dienstagvormittag im Visier der Polizei in Kühlungsborn. Die Beamten zogen die Radfahrer an der Ostseeallee und am Küstenradweg raus. Hintergrund der Aktion ist die Kampagne „Fahren. Ankommen.Leben.“, bei der die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Monat den Schwerpunkt „Fahrradfahrer im Straßenverkehr“ gesetzt hat. Im Ostseebad ging es dabei vor allem auch um die Sicherung der Zweiräder. Im vergangenen Jahr war es hier vermehrt zu Diebstählen gekommen.

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„Hallo, der Radweg endet dort“, ruft Ralf Topp zu zwei Radfahrern, die im Fußgängerbereich „Zur Seebrücke“ radeln und zeigt auf das Verkehrsschild. „Okay“, kommt als Antwort. Die Fahrradfahrer steigen ab.

Monika Stellmacher ist auf ihrem Fahrrad auf dem endenden Radweg unterwegs als der Hauptpolizeimeister auf sie zu tritt. „Wir schauen uns die Verkehrssicherheit der Fahrräder an. Sind Reflektoren und die Beleuchtung vorhanden“, erläutert Ralf Topp. Das sei schon von Weitem zu erkennen. Bei näherem hinsehen würde dann auf die Bremsen geachtet.

Am Rad von Monika Stellmacher ist alles in Ordnung. Einen Hinweis bekommt die Kühlungsbornerin dennoch. Denn ihr Seilschloss sei schnell zu knacken. „Da können Sie etwas Geld investieren“, sagt Ralf Topp. Dieses Schloss sei mit einer Zange schnell ab. „Wir empfehlen Gliederschlösser.“

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Die Polizei empfiehlt zur Sicherung des Fahrrads solche Gliederschlösser.

Die Polizei empfiehlt zur Sicherung des Fahrrads solche Gliederschlösser.

Dass in Kühlungsborn besonders auf die Sicherung der Fahrräder geachtet wird, hat einen Grund. 116 Fahrraddiebstähle hat es hier im vergangenen Jahr gegeben – so viele wie in keinem anderen Ort im Landkreis Rostock. Räder wurden vor allem an Strandaufgängen und vor Hotels und Pensionen entwendet.

Einzeltäter gefasst

Alle Diebstähle wurden noch nicht aufgeklärt: „Wir haben mal Einzeltäter, die vielleicht auch für andere Taten der Serie in Frage kommen, aber die Nachweisführung ist hier schwierig“, sagt Polizeisprecher Gert Frahm. Die Täter hatten sich auf höherwertige Fahrräder wie E-Bikes konzentriert. Auf die Herbergsbetreiber sei die Polizei offensiv zugegangen, damit Urlauber informiert sind.

Polizei informiert über E-Bikes und Hoverboards

Informiert wird am Dienstag auch über Pedelecs, E-Bikes, Hoverboards und E-Scooter. Die letzten beiden sind derzeit im Straßenverkehr noch nicht zugelassen, so Doris Frenz, Präventionsberaterin bei der Polizei. Beide seien zudem führerscheinpflichtig.

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Zu Pedelecs zählen alle motorisierten Fahrräder, die bis zu 25 Kilometer die Stunde fahren. Alles darüber hinaus sind E-Bikes.

Auch das Tragen von Helmen wird während der Kontrollen thematisiert. "Wir empfehlen, einen Helm zu tragen", sagt Ralf Topp. Gerade in der Schlossstraße an den Molligleisen habe es beispielsweise in den vergangenen Jahren Unfälle mit Kopfverletzungen gegeben. Hier queren die Gleise die Straße. Mit Hinweisschildern werden Radfahrer auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht und zum Absteigen bewegt. Doch nicht immer halten sich die Radfahrer dran und bleiben stecken. Im vergangenen Jahr wurde die Gefahrenstelle entschärft.

21 Unfälle in Kühlungsborn

2018 hat es im Landkreis Rostock 220 Fahrradunfälle gegeben. Dabei verstarb ein Radfahrer, 25 wurden schwer, 149 leicht verletzt.

21 Fahrradunfälle zählte die Polizei im Ostseebad Kühlungsborn. Dabei gab es einen Schwer- und 15 Leichtverletzte.

Rad vor erster Fahrt nach dem Winter checken

Wer sein Fahrrad den Winter über im Keller hatte, sollte es vor der ersten Fahrt checken lassen. „Einfach Fahrrad aufbocken und die Räder drehen. Dann sieht man, ob sie eine Unwucht haben“, erläutert Ralf Topp, der auch Kontaktbeamter für Kühlungsborn ist. Außerdem Bremsen und Beleuchtung prüfen.

Monika Stellmacher findet die Kontrolle im Ostseebad und die Informationen gut. „Ich ärgere mich oft über Radfahrer auf der Promenade“, sagt sie. Dort ist Fahrverbot. Ein neues Schloss wolle sie sich jetzt auch zulegen.

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Anja Levien

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