Vergeltung für Hitlergruß?

Nach Spritzattacke in Rostock: Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen

Archivbild: Polizeipräsenz während des 30. Gedenktages an die rassistischen Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen 1992.

Archivbild: Polizeipräsenz während des 30. Gedenktages an die rassistischen Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen 1992.

Rostock/Berlin. Nach dem Angriff mit einer unbekannten Flüssigkeit auf einen Anwohner in Rostock-Lichtenhagen hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht einer politisch motivierten Straftat und der gefährlichen Körperverletzung, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Rostock.

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Hintergrund sei, dass etwa viereinhalb Stunden vor der Attacke ein Bild des Opfers auf dem Twitter-Account der antifaschistischen Gruppierung Alerta Berlin veröffentlicht worden war. Dort war behauptet worden, dieser Mann habe während einer Demonstration am Samstag in Lichtenhagen einen Hitlergruß gezeigt. Das sei aber auf der acht Sekunden währenden Videosequenz nicht zu erkennen gewesen.

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Nach Hautirritationen zügig aus Rostocker Klinik entlassen

Der 25-jährige Mann war bei der Attacke am Samstagabend mit einer bisher unbekannten Flüssigkeit bespritzt worden, die starkes Brennen und Rötungen auf der Haut hervorrief. Nach Angaben der Polizei hatten vermummte Täter gegen das Wohnungsfenster des Opfers im Erdgeschoss geklopft. Als der Bewohner das Fenster geöffnet habe, sei er mit der Flüssigkeit - die nach Chili- oder Tabascosoße gerochen haben soll - im Gesicht und am nackten Oberkörper besprüht worden. Die Täter flohen, der Mann kam in eine Klinik, die er am Sonntag wieder verlassen konnte.

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In Rostock-Lichtenhagen hatten sich am Samstag mehrere tausend Menschen versammelt, um an die rassistischen Übergriffe in dem Stadtteil vor 30 Jahren zu erinnern. Die Gruppierung Alerta Berlin wird dem linken Spektrum zugerechnet.

Von RND/dpa

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