Prozess vor Landgericht

Auf schlafenden Lebensgefährten eingestochen – Frau (24) wegen Mordversuchs in Rostock vor Gericht

Vor der 3. Strafkammer hat am Dienstag die Hauptverhandlung gegen eine 24-Jährige aus Rostock wegen versuchten Mordes begonnen.

Vor der 3. Strafkammer hat am Dienstag die Hauptverhandlung gegen eine 24-Jährige aus Rostock wegen versuchten Mordes begonnen.

Rostock. Eine 24-jährige Frau aus Rostock muss sich seit Dienstag wegen des Verdachts des versuchten Mordes vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwältin warf ihr zu Beginn des Prozesses vor, im Februar ihrem schlafenden Lebensgefährten mit einem Küchenmesser in die Lunge gestochen zu haben. Es sei ein heimtückischer und hinterlistiger Überfall auf das arglose Opfer gewesen, so die Anklägerin.

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Vorher hätten die Angeklagte und das spätere Opfer in der Wohnung des Mannes den Abend über Alkohol getrunken und Filme geschaut. Bis der Mann eingeschlafen sei, habe es keinen Streit zwischen den beiden gegeben. Über ein Motiv der Angeklagten ist bislang nichts bekannt. Nach Rücksprache mit ihrem Anwalt entschied sie sich, vorerst zu den Vorwürfen zu schweigen.

Ein Justizbeamter nimmt der Angeklagten im Gerichtssaal die Fußfesseln ab.

Ein Justizbeamter nimmt der Angeklagten im Gerichtssaal die Fußfesseln ab.

Mitschnitt des Notrufs liegt Gericht vor

Nach Angaben des Vorsitzenden Richters liegt dem Gericht der Mitschnitt des Notrufs vor, den die Angeklagte nach der Tat abgesetzt hatte. Demnach hatte sie offenbar das Messer wieder aus dem Körper herausgezogen und versucht, die Wunde zuzudrücken.

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Das Opfer habe den Stich nur überlebt, weil es schnell medizinisch versorgt werden konnte, so die Staatsanwältin. Der Prozess soll am kommenden Dienstag mit der Zeugenvernehmung des Opfers fortgesetzt werden. Bislang hat das Gericht vier weitere Verhandlungstage im September für das Verfahren angesetzt. Die Angeklagte wurde nach Beendigung des ersten Prozesstages zurück in die JVA Bützow gebracht. Bei Verurteilung könnte der 24-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe drohen.

Von dpa/Stefan Tretropp

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