Wärmeinseln

Hilfe bei Blackout: Rostock veröffentlicht Liste mit Turnhallen für den Notfall

Sollte es zu großflächigen Energiemangellagen kommen, sollen sich die Rostocker in sogenannten Wärmeinseln aufhalten können.

Sollte es zu großflächigen Energiemangellagen kommen, sollen sich die Rostocker in sogenannten Wärmeinseln aufhalten können.

Rostock. Die Hansestadt hat ihre Hausaufgaben gemacht. Für den Fall von Gasmangel und großflächigen Stromausfällen, sogenannten Blackouts, gibt es jetzt einen öffentlichen Notfallplan.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Mit den milden Temperaturen und den vollen Gasspeichern können wir inzwischen zwar sehr zuversichtlich nach vorne schauen. Trotzdem bleibt es unsere Pflicht als Kommune, für die schlimmsten Szenarien gewappnet zu sein“, sagt der amtierende Oberbürgermeister Chris von Wrycz-Rekowski. Für den Krisenfall wurden in den letzten Monaten verschiedene Maßnahmen geplant, die bei Bedarf kurzfristig aktiviert werden könnten, wie zum Beispiel Wärmeinseln. Bei der Veröffentlichung der Standorte ginge es der Stadtverwaltung aber nicht um Panikmache, „sondern um wichtige Präventionsarbeit für einen Fall, von dem wir natürlich hoffen, dass er nicht eintritt“.

„Leuchttürme“ als Rettungsinseln im Ernstfall

Sollte es – entgegen aktueller Annahmen – aber doch zu erheblichen Einschränkungen oder einem Ausfall der Wärmeversorgung kommen, würden zunächst fünf große Sporthallen als Wärmeinseln hergerichtet. Dort wäre es mithilfe von Fernwärme und mobilen Heizanlagen möglich, eine Mindesttemperatur zu gewährleisten. Im Rahmen eines temporären Aufenthalts könnten sich die Rostockerinnen und Rostocker in diesen Sporthallen aufwärmen. Vorgesehen sind die Sporthallen Marienehe (Marieneher Straße 4), Schmarl (Stephan-Jantzen-Ring 3a), Lütten Klein (Kopenhagener Str. 5), Dierkow (Kurt-Schumacher-Ring 161/161a) und Toitenwinkel (Olof-Palme-Str. 24/25).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Im Falle eines Blackouts würde auch in der Hansestadt innerhalb kürzester Zeit das Telefonnetz zusammenbrechen. Dadurch könnten auch Rettungskräfte nicht mehr wie gewohnt unter 110 oder 112 erreicht werden. „Aus diesem Grund wurden durch die Hanse- und Universitätsstadt an elf Standorten innerhalb des Stadtgebietes sogenannte Katastrophenschutzleuchttürme vorbereitet“, sagt von Wrycz-Rekowski. Dort könnten dann Hilfegesuche und Notrufe abgegeben und notwendige Einsätze von Rettungskräften angefordert werden. „Weiterhin sind sie als Erste-Hilfe-Standorte ausgestattet und sollen auch der Weitergabe von allgemeinen Informationen dienen“, erklärt der Ordnungssenator.

Senator: Auch selbst Vorräte anlegen, wenn möglich

Die Standorte der Leuchttürme wurden so gelegt, dass immer einer von jeder Rostocker Adresse aus innerhalb eines Radius von drei Kilometern erreichbar ist. „Sie bestehen oftmals aus mobilen Meldestellen und sind nicht zwangsläufig in Gebäuden untergebracht. Die Leuchttürme sind mithilfe eines entsprechenden Logos zu erkennen“, so von Wrycz-Rekowski. Dazu zählen die Bühne 602 am Warnowufer 55 in der KTV, die Stadthalle (Südring 90), die Sporthalle Marienehe (Marieneher Straße 4), die Sporthalle Stephan-Jantzen-Ring 3a und die Sporthalle Kopenhagener Straße 5, der Rewe im Schiffbauerring 70 in Groß Klein, der Kirchenplatz 14 in Warnemünde, die Sporthalle Kurt-Schumacher-Ring 161/161a, die Freiwillige Feuerwehr Markgrafenheide in der Warnemünder Straße 13 und die Sporthalle Olof-Palme-Str. 24/25 sowie der Edeka-Markt in Gehlsdorf, Schulstraße 5.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Für Wrycz-Rekowski ist eines ganz wichtig: „Die Menschen in der Stadt können sich sicher sein: Wir lassen in diesem Winter niemanden allein.“ Dennoch ruft der auch die Rostocker dazu auf, sich je nach individuellen Möglichkeiten auf Katastrophenfälle vorzubereiten. Entsprechende Listen, was für den Ernstfall zu Hause sein sollte, gibt es auf den Internetseiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.

Mehr aus Rostock

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen