Redaktionsporträt

In der Schaltzentrale: So entsteht am Newsdesk die gedruckte Ausgabe Ihrer OZ

Links: Simone Hamann, Jan-Peter Schröder und Daniel Heidmann produzieren am Newsdesk Rostock Regionalseiten der gedruckten Ostsee-Zeitung, während Thomas Pult (rechts) in Stralsund Vorpommern fest im Blick hat.

Links: Simone Hamann, Jan-Peter Schröder und Daniel Heidmann produzieren am Newsdesk Rostock Regionalseiten der gedruckten Ostsee-Zeitung, während Thomas Pult (rechts) in Stralsund Vorpommern fest im Blick hat.

Rostock. Nur noch 20 Minuten bis Redaktionsschluss – heute ist die Zeit besonders knapp am Newsdesk der OZ im Rostocker Medienhaus. Die Landesregierung hat soeben die neuen Corona-Vorschriften für Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben. Die Inhalte sind wichtig für Hunderttausende Menschen im Land und deshalb sollen sie auch noch brandaktuell in die Zeitung von morgen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Jan-Peter Schröder (59) blickt konzentriert auf seinen Bildschirm. Jetzt müssen noch eine knackige Zeile über den Beitrag, ein Vorspann und ein paar Sätze herausgestrichen werden – damit alles passt und in den Andruck geschickt werden kann. Für den Chef vom Dienst der OZ ist es nicht ungewöhnlich, dass es schnell gehen und dabei konzentriert und genau gearbeitet werden muss.

Täglich zu entscheiden: Was sind die wichtigsten Themen?

Denn im Rostocker Newsroom laufen alle wichtigen Nachrichten des Tages zusammen und die Kollegen „am Tisch“, wie es unter Journalisten heißt, komponieren daraus an sechs Tagen die Woche eine Print-Ausgabe. „Gut, dass in der Welt täglich stets so viel passiert, dass es gerade in eine Zeitung passt“, hat der Wiener Polemiker Karl Kraus einmal formuliert. In Wahrheit passiert natürlich noch viel mehr – und so müssen Schröder und seine Mitstreiter täglich entscheiden, was sie für die OZ-Leser als am wichtigsten erachten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schon morgens um 9:30 Uhr beginnt die Themenauswahl- und Planung mit den ersten Konferenzen. Im Laufe des Tages arbeiten die Reporter und Korrespondenten der OZ dann an ihren Texten, die im Newsroom ab dem frühen Nachmittag an die geplante Stelle der Zeitung gesetzt werden und von den Desk-Kollegen den letzten Feinschliff bekommen. „Oft wird dann natürlich auch noch mal der Plan umgeworfen, wenn aktuelle, überraschende Dinge passieren“, sagt Blattmacher Schröder. Um 21 Uhr muss für die ersten Druckausgaben in Vorpommern alles einmal fertig sein, bis ungefähr Mitternacht kann für die Ausgaben, die im Umkreis der OZ-Druckerei in Rostock verteilt werden, aber noch aktualisiert werden.

Ständige Kommunikation im Großraumbüro

Im Rostocker Newsroom produzieren die Redakteure den sogenannten Mantel, also das äußere Buch der OZ – mit dem Titel sowie den Seiten Dialog, MV, Wirtschaft, Seewirtschaft, Magazin/Kultur, Sport, Ozelot und wechselnden Sonderseiten. Zudem koordinieren sie das Programm mit den überregionalen Seiten, die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) für die OZ liefert. Auch die Onlinekollegen sitzen mit im Großraum, wie auch die Produzenten der mecklenburgischen OZ-Lokalausgaben.

Der zweite Newsroom der OZ in Stralsund kümmert sich komplett ums Lokale. Hier werden die vorpommerschen Ausgaben erstellt. Die Chefredaktion entschied sich, als die Newsrooms unserer Zeitung vor fünf Jahren gegründet wurden, für zwei Standorte – damit auch die Produzenten nah dran sind an den Geschichten.

Chef am Stralsunder Desk ist Thomas Pult (45), langjähriger stellvertretender Chefredakteur der OZ und jetzt Leitender Redakteur. 35 Seiten macht er täglich mit seinem Team, kuratiert und sortiert, was die wichtigsten Nachrichten zwischen Fischland und Usedom oder in den Hansestädten Stralsund und Greifswald sind.

Das Ziel: eine lesenswerte Zeitung erstellen

Dafür konferiert Pult schon im Vorfeld viel mit den Reportern „draußen in den Lokalredaktionen“ und bespricht wie Geschichten konzipiert werden könnten. „Es macht mir einfach unglaublich Freude, die starken Texte unserer Reporter und die aussagekräftigen Bilder und Illustrationen unserer Fotografen und Grafiker zu einer stimmigen und lesenswerten Zeitung zusammenzufügen“, beschreibt der gebürtige Stralsunder die Motivation für seine Tätigkeit.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wenn dann auch die OZ-Leser mit Reaktionen auf Artikel, Anrufen, Mails oder Briefen (das kann genauso Lob wie Kritik sein) zeigen, dass wieder eine interessante Zeitungsausgabe entstanden ist, macht die Arbeit natürlich besonderen Spaß – und entschädigt die Teams der OZ-Newsdesks für so manchen hektischen Abend kurz vor Redaktionsschluss.

Von Alexander Loew

Mehr aus Rostock

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen