Nachhaltig in die Zukunft

Rostocker Straßenbahn AG rüstet Bahn- und Bus-Flotte um

Eine Straßenbahn auf dem Betriebsgelände der Straßenbahn AG in Rostock. Laut der RSAG gelten diese als besonders klimafreundlich.

Eine Straßenbahn auf dem Betriebsgelände der Straßenbahn AG in Rostock. Laut der RSAG gelten diese als besonders klimafreundlich.

Rostock. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ist auf dem Weg in eine ökologische Zukunft. Das geht aus dem neuen Nachhaltigkeitsbericht hervor, den das Unternehmen jetzt vorgestellt hat. Dieser zeigt, welche ökologischen Ziele das Unternehmen von 2019 bis 2021 erreicht hat und welche sozialen Herausforderungen es in den nächsten Jahren geben wird.

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Neue Straßenbahnen und Busse für Rostock

Die Rostocker Straßenbahnen sind besonders umweltfreundlich. Sie werden mit Ökostrom betrieben und setzen Bremssand ein, um die Feinstaubwerte niedrig zu halten. Zusätzlich wird ab 2025 ein neues Straßenbahnmodell auf den Schienen unterwegs sein. Die Bahn heißt „Tina“ und wird laut Nachhaltigkeitsbericht für mehr Komfort sorgen. So wird jede der 28 neuen Straßenbahnen mit einer Klimaanlage ausgestattet sein, zudem gibt es Wlan für die Fahrgäste.

Die derzeit eingesetzten Bussen sind alles andere als nachhaltig. Mit einem CO2-Wert von 6312 Tonnen pro Jahr macht Diesel mehr als 95 Prozent des CO2-Ausstoßes der RSAG aus. Hierzu gehören neben Bussen auch Technikfahrzeuge des Unternehmens. Das soll sich ändern, die Reise in eine ökologische Zukunft hat begonnen.

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Derzeit betreibt die RSAG eine Flotte von 75 Dieselbussen, hinzu kommen zwei Busse mit Elektromotor. „2034 soll der letzte Dieselbus vom Hof fahren“, sagt Jan Bleis, Vorstand Markt und Technik der RSAG. Ab 2023 wird angefangen, auf den umweltfreundlichen Kraftstoff Biomethan umzustellen. Hierfür soll auf dem Busbetriebshof in Rostock-Schmarl eine Biomethan-Tankstelle errichtet werden.

Soziale Ziele auf den Schienen der Hansestadt

Ein Teil des Nachhaltigkeitsberichts beschäftigt sich mit den sozialen Herausforderungen, die auf das Unternehmen zukommen. Der Slogan für dieses Nachhaltigkeitsziel ist „Leave no one behind“, sagt Yvette Hartmann, kaufmännischer Vorstand der RSAG. Damit ist auf der einen Seite gemeint, sich weiter in die Stadtgesellschaft zu integrieren. Es werden beispielsweise Verkehrstrainings für ältere Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen angeboten.

Das bedeutet jedoch auch, im eigenen Unternehmen den Frauenanteil in Managementpositionen zu verbessern. „Derzeit sind im unteren Management nur circa 33 Prozent weiblich“, erklärt Jan Bleis. Weiterhin erläutert er, dass sie aber zum Beispiel dabei sind, zwei junge Frauen im technischen Bereich als Teamleiterinnen auszubilden.

Personalmangel und Nachwuchs bei der RSAG

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Die größte Herausforderung sieht die RSAG im demografischen Wandel. Ein Großteil der Mitarbeiter ist über 51 und es herrscht akuter Personalmangel. „Sie versuchen diesen mit Quereinsteigern auszugleichen, doch es braucht seine Zeit, um die Lücken zu schließen“, sagt Yvette Hartmann.

Jan Bleis ergänzt, dass sie mittlerweile Fahrausbildungen in Schichten anbieten und mit verschiedenen Fahrschulen zusammenarbeiten, um schnellstmöglich Nachwuchs auf die Schienen zu bringen.

Ein weiteres Problem stellt die Frage der Finanzierung dar. Die RSAG will in Zukunft in mehr nachhaltige Projekte investieren, ist hier jedoch auch auf staatliche Fördertöpfe angewiesen. Yvette Hartmann sagt: „Zusätzlich schmälert das Einführen des 49-Euro-Tickets die Einnahmen. Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wie wir damit umgehen.“

Von Philippa Bouren

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