Rostock

Neue Konto-Gebühren: Politik knöpft sich Ospa vor

Neukunden des Online-Kontos bei der Ospa zahlen für jeden Auszahlung am Geldautomaten 30 Cent. Auch viele Alt-Kunden sollen künftig die neuen Preise zahlen.

Neukunden des Online-Kontos bei der Ospa zahlen für jeden Auszahlung am Geldautomaten 30 Cent. Auch viele Alt-Kunden sollen künftig die neuen Preise zahlen.

Rostock. Die Rostocker Politik legt sich mit der größten Bank der Region an: SPD und Linke üben scharfe Kritik an der OstseeSparkasse (Ospa) – weil das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut keine kostenfreien Girokonten mehr anbietet. Die Ospa folgt dem Beispiel vieler anderer Banken im Land und hat Ende 2016 neue Gebühren eingeführt. Seitdem müssen Kunden auch für das bisher kostenfreie Online-Konto zahlen, bestätigt Bank-Sprecher Ronny Susa. In der Politik kommt die neue Preis-Politik der Sparkasse überhaupt nicht gut an: „Die Ospa ist eine öffentliche Bank, sie hat im Gegensatz zu den privaten Großbanken einen besonderen Auftrag. Sie muss mindestens ein kostenfreies Konto für jedermann anbieten“, so Thoralf Sens, Vize-Chef der SPD-Fraktion.

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Auch Eva-Maria Kröger, Fraktionschefin der Rostocker Linken, fordert die Bank zu einem Umdenken auf: „Der Ospa-Vorstand darf nicht nur an Gewinne denken.“ Was die SPD an der neuerlichen Preis-Runde bei der größten Bank der Region besonders aufregt: „Die Ospa macht seit Jahren Millionen-Gewinne und brüstet sich ja auch nur allzu gern öffentlich damit“, sagt Sens. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) – gleichzeitig Chef des Ospa-Verwaltungsrates – stellt sich hinter die Entscheidung der Bank: „Es gibt keine Pflicht, ein kostenfreies Konto anzubieten – auch nicht für die Ospa. Wir befinden uns in einer Phase der Negativzinsen. Bei anderen Banken zahlen Kunden für ihr Guthaben Strafzinsen. Das gibt es bei der Ospa nicht. Aber irgendwie muss die Sparkasse ja Geld verdienen.“

Die Sparkasse ist zudem nicht die einzige Bank, die zuletzt Kontoführungsgebühren angehoben oder neu eingeführt hat: Die Postbank beispielsweise schaffte Ende 2016 alle kostenfreien Konten ab. Bei der Commerzbank gibt es das Giro nur ab 1200 Euro Geldeingang pro Monat umsonst.

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    Andreas Meyer

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