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OZ-Newsroom-Konzert am Mittwoch: So klingt das Rostocker Akustik-Artpop-Duo „J-pag“

Das Duo „J-pag“ aus Rostock besteht aus Alexander Gehrke und Julien Pockrandt. (v.l.)

Das Duo „J-pag“ aus Rostock besteht aus Alexander Gehrke und Julien Pockrandt. (v.l.)

Rostock. Julien Pockrandt hat zwei Leidenschaften: die Musik und das Windsurfen. Gemeinsam mit dem angehenden Klavierbauer Alexander Gehrke hat er ein Duo gegründet. „J-Pag“ gibt es zwar noch kein ganzes Jahr, doch es will hoch hinaus. Sie spielen bei der fünften Ausgabe der Reihe „OZ-Newsroom-Konzert“.

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Pockrandt und Gehrke lernten sich 2017 kennen. Julien Pockrandt wollte eine Band gründen. „Ich habe ein Plakat im Pianohaus Möller aufgehängt und dort Alex kennengelernt, der auch das Klavier, was ich mir gekauft habe, restauriert hatte“, erzählt er der OZ. Alexander Gehrke spielt schon lange Klavier und macht eine Ausbildung zum Klavierbauer. Pockrandt sei zu Alex in die Werkstatt gegangen, habe ihn gefragt, ob sie zusammen Musik machen wollen und Gehrke war gleich begeistert. Doch da ging es noch nicht um „J-Pag“.

Von „Met in Pianostore“ zu „J-pag“

Wir bildeten gemeinsam mit einem Schlagzeuger eine Band mit dem Namen „Met in Pianostore“. Es ging in Richtung Indiepop mit Elektronik, doch so richtig gefunden haben wir uns nicht.“ Nach zwei abgebrochenen Studiengängen ist Pockrandt dann erst mal ein halbes Jahr nach Spanien gegangen.

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„Dort schrieb ich viele Lieder und mir war klar: Wenn ich wieder zu Hause bin, möchte ich weiter Musik machen“, so Pockrandt. Da die Band sich vor seiner Abreise getrennt hatte, rief der Sänger und Gitarrist Alexander Gehrke an und fragte ihn, ob sie ein Duo gründen wollen. „‚J-pag‘ sind simpel gesagt unsere Initialen. Das Wortspiel zum Bildformat jpeg fanden wir natürlich super treffend, da wir mit unserer Musik Momentaufnahmen aus unserem Leben beschreiben“, erzählt Alexander Gehrke.

Das erste Album: „Timeless Moments“

Alexander Gehrke und Julien Pockrandt bei einem Konzert im Rostocker Einladen 72.

Alexander Gehrke und Julien Pockrandt bei einem Konzert im Rostocker Einladen 72.

„Wieder in Deutschland haben wir gleich im Mai 2019 unser erstes Album „Timeless Moments“ aufgenommen“, erzählt der 21-Jährige. Ein Album, das sich hören lassen kann. Nachdenkliche englische Texte mit melancholischer Popmusik oder wie Pockrandt sagt: Akustic Artpop.

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Das Album erschien im September auf allen Internetplattformen. „Als allererstes soll unsere Musik Emotionen transportieren. Das, was wir in den Momenten gedacht und gefühlt haben, wollen wir mit den Menschen teilen“, sagt Alexander Gehrke. Außerdem solle die Musik ein „Ruhepol in der zeitorientierten Gesellschaft“ sein, so der Pianist. Die Songs schreiben die Musiker gemeinsam: „Ich schreibe die Texte und die Gitarrenharmonien. Dann arrangieren wir die Songs gemeinsam. Alex hat immer direkt Ideen dazu“, so der Gitarrist.

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Doch Julien Pockrandt hat auch schon vorher Musik gemacht: „Ich habe in der dritten Klasse angefangen, klassische Gitarre zu lernen. Das Singen habe ich mir aber autodidaktisch beigebracht“. Demnächst möchte er dann doch Gesangsunterricht nehmen, weil er merke, dass nach mehreren Auftritten die Stimme heiser wird, so der Sänger. Doch Musik studieren wollte der 21-Jährige nicht: „Ich hatte Angst, dass diese natürliche Intuition von mir verlorengeht. Obwohl Kompositionsunterricht mich schon interessieren würde, weil ich nicht mal richtig Noten schreiben kann“, gibt Pockrandt zu.

Warten auf das zweite Album „Too fast, to last“

Auch als DJ war der Musiker schon unterwegs. „Seit meiner Jugend habe ich viel elektronische Musik gemacht. Da habe ich Kontakte geknüpft, die mir jetzt weiterhelfen. Ich war als DJ in ganz Deutschland unterwegs und habe live dazu gesungen“, berichtet er.

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Doch Elektro gibt es auf „Timeless Moments“ nicht zu hören, stattdessen akustische Gitarren- und Klavierklänge und eine präsente Stimme. Die Gesänge von „J-pag“ harmonieren. „Die Songs für das zweite Album sind schon fertig. Wir gehen im August ins Studio.“ Seit dem Debütalbum haben die beiden so viel Musik geschrieben, dass es für drei Alben reichen würde.

Mittwoch um 18 Uhr im Livestream

Beim „OZ-Newsroom-Konzert“ wollen die jungen Musiker zeigen, dass sie weiterhin Musik machen. „Es ist so schade, dass wir gerade keine Konzerte spielen können. Das macht uns am meisten Spaß“, erzählt Pockrandt traurig. Doch unterkriegen lassen sich die beiden nicht. Am Mittwoch sind sie um 18 Uhr Live auf der Facebookseite und der Homepage der OZ zu sehen.

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Bewerben für das „OZ-Newsroom-Konzert“

Die neue Reihe „OZ Newsroom Konzert“ soll Musikern aus Mecklenburg-Vorpommern eine Plattform geben, die derzeit keine Konzerte spielen können. Gespielt wird im Newsroom der OSTSEE-ZEITUNG. Ausgestrahlt wird der Auftritt jeden Mittwoch um 18 Uhr auf der Facebook-Seite der OZ, das aufgezeichnete Video wird danach auf www.ostsee-zeitung.de zu sehen sein. Jedes Konzert dauert 15 Minuten und soll unplugged gespielt werden. Aussagekräftige Bewerbungen bitte an: online@ostsee-zeitung.de, Kennwort: OZ Newsroom Konzert

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Von Nora Reinhardt

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