Bildung

Von Anatomie bis Quantenphysik: das bietet die Lange Nacht der Wissenschaften in Rostock

Am 23. Juni findet auf dem Südstadt-Campus der Uni Rostock die Lange Nacht der Wissenschaften statt.

Am 23. Juni findet auf dem Südstadt-Campus der Uni Rostock die Lange Nacht der Wissenschaften statt.

Rostock. Auf dem Campus in der Südstadt knallt und pufft es wieder. Am 23. Juni findet das größte Wissenschaftsevent für jedermann statt – die Lange Nacht der Wissenschaften. Zu sehen und zu erleben wird nichts weniger als Weltraumforschung, Physiker mit effektvollen Schauvorlesungen, Roboter, Lichtinstallationen oder Wissenschaftler, die sogar leckeres Eis herstellen können. Die Lange Nacht der Wissenschaften legt nun im Juni erstmals seit Pandemiebeginn wieder einen realen Auftritt hin – und das mit rund 130 Angeboten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Partner der Wissensnacht sind unter anderem die Max-Planck-, Leibniz-, Fraunhofer- oder Bundesinstitute. Fast alle dieser in „Greater Rostock“ angesiedelten Partner laden an der Seite von Wirtschaft und Schulen zu einer spannenden Nacht ein. Und die geht erstmals über Mitternacht hinaus – genau eine Minute. Von Donnerstag, 16 Uhr, bis Freitag 0.01 soll die lange Nacht stattfinden. Dann nämlich – noch ein Relikt aus der Zeit vor Corona – soll der Staffelstab für den Stadtgeburtstag übergeben werden.

Campus ist Teil der Stadtentwicklung

Stefan Lochbrunner, Direktor des Instituts für Physik, kündigt an: „Der ganze Campus zeigt sich in dieser Nacht nicht nur als Ort der Lehre und des Lernens, er ist auch wichtig für die Stadtentwicklung. Wir wollen einen spielerischen Zugang zur Wissenschaft erzeugen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Stellen das Programm für die Lange Nacht der Wissenschaften vor: Robert Uhde, Wolfgang Schareck, Stefan Lochbrunner und Wiebke Loseries (v. l.).

Stellen das Programm für die Lange Nacht der Wissenschaften vor: Robert Uhde, Wolfgang Schareck, Stefan Lochbrunner und Wiebke Loseries (v. l.).

Seit 2004 gibt es die Lange Nacht der Wissenschaften bereits in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. „Viele Ehrenamtliche sind mit im Einsatz – und wir sind froh, die Veranstaltung kostenfrei anbieten zu können und auch außeruniversitäre Partner dabei zu haben“, sagt Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. Gerade auf den Campus Südstadt ist er stolz. „Wir wollen zeigen, wie dynamisch er ist. In den vergangenen Jahren sind viele Neubauten, wie der des Instituts für Chemie, entstanden. Auch auf diese wollen wir aufmerksam machen“, betont Schareck. Auch das Leibniz-Institut für Katalyse hat einen Neubau bekommen, die Maschinenbauer eine Forschungshalle.

Renner in der langen Nacht: Blick in Anatomie

Organisator der Langen Nacht ist Robert Uhde mit seiner Agentur für Zeitgeistentwicklung Sphinx ET. Er kündigt passend dazu an: „In diesem Jahr sind auch die Maschinenbauer und die Biologen sehr stark vertreten.“ Ein Renner ist aber immer noch ein Anlaufpunkt außerhalb des Südstadt-Campus: das Institut für Anatomie und Physiologie. Dort nämlich können Besucher einen Blick auf die anatomische Sammlung werfen und Pathologen über die Schulter schauen.

„Wir wollen zeigen, dass die Forschung nicht im stillen Kämmerlein stattfindet. Wir wollen Wissenschaft erlebbar machen“, betont Rektor Wolfgang Schareck weiter. Einer seiner Tipps: „Es ist sehr spannend, was es im Bereich Robotik zu sehen gibt. Auch in der Universitätsbibliothek können Besucher an diesem Abend hinter die Kulissen schauen und erleben, wie sich der Umgang mit Medien verändert hat.“

Viele Angebote für Kinder

Wiebke Loseries, Organisatorin der Kinderuni und Leiterin des Lehr-Lern-Labors am Institut für Physik, gibt zu: „Gerade die Physik ist bei vielen Menschen nicht so beliebt. Wir wollen aber Brücken schlagen und Wege finden, Physik greifbar zu machen.“ Gar nicht so einfach, denn in diesem Jahr steht dort der „EleQuant“ im Mittelpunkt – also das Thema Quantenphysik. Es wird ein Experimentarium geben, eine Physikwerkstatt und Laborführungen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zur Langen Nacht der Wissenschaften sind übrigens nicht nur große Forschungsbegeisterte eingeladen. Auch für Kinder gibt es viele interessante Stationen. Spektakuläre Experimente soll es zum Beispiel in der Schauvorlesung im Hörsaal 1 der Physik geben – eingebettet in ein humorvolles Theaterstück. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zeigt, wie ein Roboterarm funktioniert. Das Schülerlabor des Forschungsverbundes MV wird sich ebenfalls vorstellen. Im Lehrstuhl für Meerestechnik wird erklärt, wie Flügel funktionieren und warum Schiffe schwimmen. Und der Klassiker: „Chemie, die schmeckt“ aus dem Leibniz-Institut für Katalyse. Dort stellen die Chemiker nämlich Eis im Labor her – zum sofortigen Verzehr.

Von Michaela Krohn

Mehr aus Rostock

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken