Neue OB Eva-Maria Kröger

Rostocker Experte über weibliche Chefs: „Frauen führen demokratischer“

Immer mehr Frauen übernehmen Spitzenjobs. (Symbolbild)

Immer mehr Frauen übernehmen Spitzenjobs. (Symbolbild)

Rostock. In der Hansestadt Rostock sind immer mehr Spitzenjobs weiblich besetzt. Erfolgreiche Geschäftsführerinnen gab es zum Beispiel in kommunalen Betrieben schon länger. Mit Prof. Elizabeth Prommer und Eva-Maria Kröger werden ab kommendem Jahr nun aber auch die Universität und das Rathaus von Frauen geführt. Der Rostocker Organisations- und Personalpsychologe Prof. Bernd Marcus beobachtet diese Entwicklung mit Interesse.

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„Es gibt mittlerweile in vielen Ländern die Tendenz, mehr Führungspositionen durch Frauen zu besetzen“, so der Inhaber eines Lehrstuhles an der Universität Rostock. Deutschland habe diese Entwicklung aber lange verschlafen, „vor allem in der Wirtschaft“.

Bei Ämtern im öffentlichen Dienst oder in der Verwaltung hätten auch gesetzliche Regelungen dazu beigetragen, Frauen in Spitzenämter zu bekommen. „Aber wir sind noch weit entfernt von einem paritätischen Anteil“, so Prof. Marcus.

Skandinavien als positives Beispiel in Sachen Gleichberechtigung

Positives Beispiel seien die Skandinavier. Vor allem in Norwegen hätten entsprechende gesetzliche Regelungen und deren restriktive Umsetzung dazu geführt, dass mehr Frauen Top-Jobs übernehmen. Dass Frauen erfolgreich führen können, belegten auch entsprechende Studien. „Was den finanziellen Erfolg von Unternehmen betrifft, gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern“, so Prof. Marcus.

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Differenzen gebe es dagegen vor allem mit Blick aufs Personal. „Frauen führen ein bisschen demokratischer und kommunikativer, sind weniger strikt ergebnisbezogen, sondern orientiert auf die Mitarbeiter“, weiß der Experte. Während sich früher die wenigen Frauen in Führungspositionen eher den männlichen Vorbildern angepasst hätten, würden die Chefinnen von heute schon ihren eigenen Stil durchsetzen. „Und der ist am Ende eher von der individuellen Persönlichkeit als nur vom Geschlecht abhängig.“

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