Auswilderungsprojekt

Von der Ostsee in den Kaukasus: Rostocker Wisente Waltraut und Wanda sind ausgewandert

Wisente aus dem Rostocker Zoo wurden im Kaukasus ausgewildert.

Wisente aus dem Rostocker Zoo wurden im Kaukasus ausgewildert.

Rostock. In die neue alte Heimat ging es für zwei Wisentkühe aus Rostock: Waltraut und Wanda wurden in Aserbaidschan ausgewildert. Die beiden leben jetzt mit acht anderen Tieren im Shahdag-Nationalpark. Das Ziel ist es, eine stabile Herde im Kaukasus aufzubauen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die zehn Wisente sind eine gemischte Truppe aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Zuerst durften die Tiere sich im Tierpark Berlin beschnuppern und kennenlernen. Dort wurden sie auch tierärztlich versorgt und untersucht. „Es ist enorm wichtig, dass keine Krankheiten in das Schutzgebiet eingetragen werden“, sagte die Kuratorin für Säugetiere im Rostocker Zoo, Daniela Lahn.

Rostocker Zoo bringt öfter Wisente zurück in die Natur

Die beiden Kühe sind nicht die ersten ausgewilderten Wisente aus Rostock: Bereits zum vierten Mal beteiligte sich der Rostocker Zoo an einem Auswilderungsprojekt. Der erste Rostocker Bulle wurde 2010 in Nordrhein-Westfalen in die Freiheit entlassen, im Jahr 2019 zogen die Wisentkühe Waleria und Warda in ein Reservat im Damerower Werder. Und auch nach Aserbaidschan ist schon eine Kuh gegangen: Gerda lebt seit 2020 im Shahdag-Nationalpark – und hat dort auch schon Nachwuchs bekommen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Auswilderung der Wisente ist ein Gemeinschaftsprojekt der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA), des World Wild Fund For Nature (WWF Deutschland) und einiger weiterer Partner, wie des Berliner Tierparks und auch des Rostocker Zoos. Über zehn Jahre sollen jährlich mehrere Wisente ausgewildert werden.

Es ist erneut gelungen, weitere Wisente aus europäischen Zoos wohlbehalten in den Norden Aserbaidschans – in die Auswilderungsstation im Shahdag-Nationalpark – zu transportieren.

Es ist erneut gelungen, weitere Wisente aus europäischen Zoos wohlbehalten in den Norden Aserbaidschans – in die Auswilderungsstation im Shahdag-Nationalpark – zu transportieren.

Wisente gehen zurück in ihre ursprüngliche Heimat

Nach Aserbaidschan geht es für die Tiere, da dort ein Teil des historischen Verbreitungsgebietes der Wisente liegt. Einst reichte es über ganz Europa bis nach Sibirien. Dann wurden die großen Rinder durch intensive Bejagung und fortschreitende Besiedlung aus ihren ursprünglichen Lebensräumen verdrängt.

Lesen Sie auch

Der Shahdag-Nationalpark im östlichen Kaukasus bietet den Wisenten nun wieder Platz und Freiraum, um ungestört in ihrer alten Heimat zu leben und sich zu vermehren. Das Ziel des Projektes? „Der Aufbau einer sich selbst erhaltenden, gesunden und frei lebenden Population von mehr als 500 Wisenten“, so Kuratorin Lahn.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aktuell streifen wieder 8000 Wisente durch die Wiesen und Wälder in Europa und Asien. Und mit dem Auswilderungsprojekt werden es tendenziell nur noch mehr.

Von Klara Richter

Mehr aus Rostock

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken