Rostock

Schlag gegen Prepper in MV – Arppe-Wohnung durchsucht

Im August 2017 gab es eine Razzia bei einem Rostocker Anwalt, jetzt folgten weitere Durchsuchungen.

Im August 2017 gab es eine Razzia bei einem Rostocker Anwalt, jetzt folgten weitere Durchsuchungen.

Rostock. Die Bundesanwaltschaft hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen die Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ weitere Häuser in MV durchsuchen lassen. Insgesamt haben Einsatzkräfte seit Montag zwölf Häuser von sieben Personen unter die Lupe genommen, die im Zusammenhang mit im Sommer 2017 bekanntgewordenem Terrorverdacht stehen. Damals stellten Spezialkräfte Immobilien eines Rostocker Anwalts und eines Polizisten aus der Nähe von Schwerin auf den Kopf. Die Männer standen im Verdacht, eine Liste politischer Gegner zu führen, die im Ernstfall eliminiert werden sollten.

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Die nun durchsuchten Häuser gehörten Personen, „die nicht tatverdächtig sind“ und als Zeugen befragt werden, sagt Frauke Köhler, Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Es hätten sich „weitere Fragen ergeben“. Darunter soll auch das Haus des Landtagsabgeordneten Holger Arppe (45, AfD) aus Rostock sein. Entsprechende Berichte dementierte die Bundesanwaltschaft nicht.

Gegen Arppe ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Rostock – wegen Internet-Chats, in denen er gewaltverherrlichende Äußerungen verfasst haben soll. Arppe weist die Urheberschaft zurück. In diesen Chats spielt jedoch auch der Rostocker Anwalt eine Rolle, den die Bundesanwaltschaft der Prepper-Szene zurechnet. „Prepper“ (englisch „to be prepared“ – vorbereitet sein) horten laut Behörden Vorräte oder gar Waffen, da sie sich im Falle eines Bürgerkriegs schützen wollten. Zur Gruppe „Nordkreuz“, die etwa aus 30 Personen bestehen soll, gehörten auch Reservisten der Bundeswehr.

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    Frank Pubantz

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